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Lokaler Sport Bützower Zeitung

20. September 2017 | 07:40 Uhr

Handball : Schwaaner SV steht im Halbfinale

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Handball-Landespokal: MV-Ligist setzt sich gegen Empor Rostock II durch / TSV Bützow verliert beim Stralsunder HV II 21:28

von
erstellt am 20.Feb.2017 | 05:00 Uhr

In der MV-Liga läuft es für die Handball-Männer des Schwaaner SV nach wie vor nicht rund, dafür im Landespokal um so besser, denn das Team um Trainer Detlef Lankowski zog gestern ins Final-Four ein.

Am Sonnabendabend reisten die Schwaaner zunächst zum Nachholspiel nach Grimmen und mussten sich nach einer couragierten Leistung mit 28:33 geschlagen geben. Obwohl die Personaldecke der Gäste wieder sehr überschaubar war, wäre eine Überraschung durchaus möglich gewesen. Allerdings reichten zwei kurze Schwächephasen je Halbzeit, um das Spiel aus der Hand zu geben.

Der Beginn der ersten 30 Minuten verlief für die Gäste eher suboptimal. Während die Männer von der Beke noch ihre Zuordnung in der Abwehr suchten, erzielten die Einheimischen leichte Treffer ihrerseits. Nach einem 5:8-Rückstand nach zwölf gespielten Minuten ging allerdings ein Ruck durch das Schwaaner Team. Die Abwehr fand endlich zur Stabilität und mit André Froriep im Schwaaner Gehäuse, hatten seine Vorderleute einen sicheren Rückhalt für den Rest der Partie. Resultat dieser Aufholjagd war eine 11:9-Führung nach 19 Minuten. Die Gastgeber reagierten und nahmen ihre Auszeit, um den Lauf der Gäste zu stoppen. Diese Maßnahme verfehlte nicht ihr Ziel. In der Folgezeit verloren die Männer von Trainer Lankowski die Kontrolle über das Spiel und mussten die Trebelstädter an sich vorbei ziehen lassen. Somit verabschiedete man sich mit 14:17 aus Schwaaner Sicht in die Halbzeitpause.

Während der SSV zu Beginn der zweiten Spielhälfte noch auf Schlagdistanz zu den Gastgebern war, verlor er zwischen der 34. und 38. Minute völlig den Faden und gab das Spiel binnen weniger Minuten aus der Hand. Grimmen wusste dies zu nutzen und enteilte in dieser Phase auf 17:24. Auch wenn die Schwaaner weiterhin Kampfgeist bewiesen und der HSV wirklich keine Glanzleistung ablieferte, sollte es an diesem Tag nicht zu einem Punktgewinn reichen. Grimmen verwaltete den Vorsprung ohne zu überzeugen und somit unterlag der Schwaaner SV dem HSV Grimmen letztendlich mit 28:33.

Schwaaner SV: André Froriep – Sascha Stolze (7 Tore), Steffen Strube, Jean Gruszka (5), Christian Polkow (2), Daniel Langberg (2), Marcel Frieser (9), Paul Kröger (3) und Reiko Schulz

Knappe 15 Stunden später ertönte dann auch schon der Anpfiff zum Viertelfinal-Spiel gegen den HC Empor Rostock II in der heimischen Beke-Sporthalle. Es war klar, dass es beim SSV eine Kraftfrage wird, die sie am Ende mit Bravour meisterte. „Ich kann nur den Hut ziehen, denn das war eine klasse Energieleistung“, lobt Lankowski seine Mannschaft. Die Schwaaner setzten die taktische Linie, die Deckung zu stabilisieren, sehr gut um. Auch im Angriff agierten die Gastgeber sehr diszipliniert und spielten ihre Vorstöße geduldig aus. „Wir haben immer darauf gewartet, bis wir unsere Chance bekommen. Dadurch haben wir auch die Konter des Gegners unterbunden“, sagt Lankowski. Nach einer 4:2-Führung glich Rostock das Spiel in der Folge aus und führte beim 7:6 erstmals. Diesen knappen Vorsprung nahm Empor auch mit in die Pause (10:11).

Der SSV erwischte allerdings einen guten Start in Durchgang zwei und legte auf 18:12 vor. Die Partie war aber keineswegs entschieden, einige Zeitstrafen gegen Schwaan spielten den Gästen in die Karten. Empor glich beim 19:19 wieder aus. Im weiteren Verlauf führten die Schwaaner meistens knapp. Beim Stand von 26:25 in der letzten Minute verwarfen die Rostocker ihre Ausgleichschance und Reiko Schulz setzte auf der Gegenseite den Schlusspunkt zum 27:25. Die Schwaaner haben es somit ins Final-Four geschafft, das am 7. Mai in Güstrow stattfindet.

Schwaaner SV: André Froriep, Benjamin Humke – Reiko Schulz (4 Tore), Paul Kröger (2), Christian Polkow (4), Marcel Frieser (4/2), Jean Gruszka (4), Daniel Langberg (3), Sascha Stolze (6), Steffen Strube, Marc Hennings

Ausgeschieden ist dagegen der TSV Bützow. Der Verbandsligist unterlag gestern Abend – fast schon erwartungsgemäß – beim MV-Ligisten, Stralsunder HV II, mit 21:28 (8:15). „Wir hatten in der ersten Halbzeit leider eine Schlafphase, in der wir fünf Kontergegentore bekommen. Spielerisch habe ich uns auf einer Höhe mit Stralsund gesehen. Wir haben die Dinger nur nicht reingemacht“, sagt Bützows Trainer Thomas Necker. Nach zehn Minuten waren die Bützower noch gleichauf, dann zog der SHV allerdings auf 12:6 davon. Von diesem Vorsprung profitierten die Gastgeber während des weiteren Spielverlaufes und brachten den Sieg auch sicher über die Zeit.

TSV Bützow: Daniel Stammann, Martin Strigun – Niklas Ohlenroth, Oliver Maegdefessel (2 Tore), Jonas Dethloff, Carsten Behning (1), Denny Pahl (4), Maximilian Veit (5), Sebastian Kröger (3), Bernhard Zisler (4), Henning Zisler (2)

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