Fußball : Schwaaner Eintracht wird 25

Seit 13 Jahren Präsident der Schwaaner Eintracht: Ralf Loheit ist aber auch Gründungsmitglied des Vereins und hob den Sportplatz am Schaffrusch im Hintergrund mit aus der Taufe.
Seit 13 Jahren Präsident der Schwaaner Eintracht: Ralf Loheit ist aber auch Gründungsmitglied des Vereins und hob den Sportplatz am Schaffrusch im Hintergrund mit aus der Taufe.

Fußballverein feiert am 20. Juli sein Jubiläum mit einem Freundschaftsspiel gegen die U19 des FC Hansa Rostock

Kopf Robert Grabowski.JPG von
12. Juli 2019, 05:00 Uhr

Offiziell am 1. September 1994 gegründet, feiert die Schwaaner Eintracht bereits am 20. Juli ihr 25-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum kommt der FC Hansa Rostock auf den Sportplatz am Schaffrusch – und zwar die U19. Sie bestreitet dann mit der ersten Männermannschaft der Bekestädter einen freundschaftlichen Vergleich.

Eines der Gründungsmitglieder ist Ralf Loheit, seit 13 Jahren auch Vereinspräsident. Er erinnert sich noch genau, wie alles anfing. „Wir gehörten damals noch dem Schwaaner SV an, sind dann aber zu schnell gewachsen und haben irgendwann beschlossen, einen Fußballverein zu gründen“, erzählt Ralf Loheit. Gesagt, getan. Der ursprüngliche Plan war es, im Stadtzentrum einen Sportplatz nebst Gebäude zu bauen, doch dazu kam es nicht. Stattdessen fand die Schwaaner Eintracht aus logistischer Sicht in ungünstigerer Lage am Stadtrand, im Mistorfer Landweg, ein neues Zuhause. „Das fällt uns heute noch auf die Füße, weil viele den beschwerlichen Weg nicht auf sich nehmen können oder wollen. Deshalb haben wir auch weniger Zuschauer bei den Heimspielen“, erklärt Loheit.

Die Anlage auf dem Schaffrusch kann sich aber sehen lassen. „Die Mitglieder haben das hier im Alleingang fast alles hochgewuppt, Platz und Haus gebaut“, sagt Loheit. 2,5 Hektar umfasst das Sportplatzgelände – und genau da drückt der Schuh. „Das Problem ist die Bewirtschaftung. Wir haben hier keine konstante Person über Jahre“, sagt der Vereinspräsident. Einen festangestellten Platzwart könne sich der Klub nicht leisten, ist auf Fördermittel oder Förderprogramme angewiesen.


Wirtschaftlich gut aufgestellt

Als Vorsitzender hat der 51-Jährige auch die Finanzen im Blick. „Wirtschaftlich sind wir gut aufgestellt. Es könnte natürlich immer besser sein. Wir müssen aber nicht am Hungertuch nagen. Da passen wir auch auf, dass wir nicht in die Bredouille geraten“, sagt Ralf Loheit. Wenngleich die Zahlen stimmen, für einen Platzwart reicht es eben nicht. Dafür ist die Schwaaner Eintracht inzwischen in den eigenen, ehrenamtlichen Reihen richtig gut aufgestellt. „Seit zwei, drei Jahren erleben wir einen richtigen Schub, weil sich die Mittzwanziger nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer im Nachwuchsbereich engagieren. Das macht unheimlich viel Spaß“, erzählt Loheit. Es findet quasi ein Generationswechsel statt, denn den Älteren wird immer mehr Arbeit von den Jüngeren abgenommen.

Dieser Umbruch ist auch in den Mitgliederzahlen zu erkennen. Von den aktuell knapp 180 Vereinsangehörigen stellt der Nachwuchs mit zwei Drittel (120) den Löwenanteil der Mitglieder. Der Rest verteilt sich bei den Schwaanern auf zwei Männermannschaften sowie die Freizeittruppe. „Es ist schon ein schmaler Grat. Da gab es das eine oder andere Spiel, in dem es personell auch eng wurde“, blickt Ralf Loheit auf die vergangene Saison zurück, in der die Eintracht erstmals wieder zwei Männer-Teams im Spielbetrieb des Kreisfußballverbandes Warnow hatte. So wird es auch in der neuen Saison sein. „Jetzt haben sich drei Mann von Sievershagen angemeldet, sieben kommen von der A-Jugend mit dazu. So gestaltet sich das eigentlich positiv für die Zukunft“, sagt der Klubvorsitzende. Die Freizeittruppe hat nach wie vor Axel Schulz unter sich. „Er macht das da sehr gut. Was ich als Gefahr sehe, ist, dass die Spieler in die Freizeittruppe gehen. Das nützt uns nichts, wenn man im vernünftigen Spielbetrieb drin ist. Das zieht einem die Beine weg. Das habe ich aber im Auge“, erklärt Ralf Loheit.

Sportlich hat sich die Schwaaner Eintracht bei den Senioren seit 2009 in der Kreisoberliga angesiedelt. Die erfolgreichste Zeit, als sie noch in der Bezirksliga spielte, ist lange her (2003 bis 2006). Um daran vielleicht mal wieder anknüpfen zu können, hat der Verein den Grundstein für eine erfolgreichere Zukunft gelegt, in dem er mit dem FC Hansa Rostock einen Kooperationsvertrag im Nachwuchsbereich abgeschlossen hat. „Und das ist nicht nur, wie das sonst eigentlich immer war, eine einseitige Geschichte, indem wir Spieler da hingegeben haben, sondern eine richtige Partnerschaft. Unsere Trainer fahren dort hin zu Schulungen, werden dort ausgebildet und dürfen hospitieren bei den Trainern im Nachwuchsbereich. Hier bei uns findet zudem ein Torwarttraining statt“, erklärt Loheit.


Kommt es zum Bruderduell ?

Und am 20. Juli um 14 Uhr schließlich das Jubiläumsspiel gegen die U19 des FC Hansa Rostock. Bei den Schwaanern hofft man, dass es dann zum Bruderduell zwischen Christoph (für Schwaan) und Paul Brosius (für Hansa) kommt, allerdings kuriert der Eintracht-Kicker noch eine Schulterverletzung aus. Ob er bis dahin fit wird, ist noch fraglich. Zuvor, ab 12 Uhr, ist noch ein Vereinsturnier geplant. „Das haben wir schon ewig nicht mehr gemacht. Jede Altersklasse spielt in einer Mannschaft“, erklärt Ralf Loheit. Abgerundet wird der Festtag nach dem Jubiläumsspiel mit einem offiziellen Teil für die geladenen Gäste und Sponsoren sowie einer Party für alle Mitglieder und Fans im und rund um das Vereinshaus. Das steht nun auch schon 25 Jahre. „Es ist noch alles gut in Schuss. 2010 haben wir den Fußboden komplett erneuert. Die ganz normalen Reparaturarbeiten erledigen wir meist im Winter“, sagt Ralf Loheit und freut sich nun riesig auf den 25. Geburtstag seines Vereins.



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