Handball-MV-Liga : Schwaaner Abstieg ist besiegelt

Mit sechs Toren treffsicherster Bützower: Sebastian Kröger gelang mit dem TSV ein 31:28-Erfolg gegen Ribnitz und hat mit seinem Team nun ein echtes Endspiel vor der Brust.
Mit sechs Toren treffsicherster Bützower: Sebastian Kröger gelang mit dem TSV ein 31:28-Erfolg gegen Ribnitz und hat mit seinem Team nun ein echtes Endspiel vor der Brust.

Handball-MV-Liga: SSV nach 22:35-Klatsche in Grimmen nicht mehr zu retten, TSV Bützow erarbeitet sich ein Endspiel

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01. April 2019, 05:00 Uhr

Am vorletzten Spieltag der Handball-MV-Liga sind zwei Entscheidungen gefallen. Zum einen sicherte sich der Güstrower HV durch einen 27:26-Erfolg bei den Mecklenburger Stiere Schwerin II die Meisterschaft, zum anderen steht der Schwaaner SV als Absteiger in die Verbandsliga fest. Nach der 18. Saisonniederlage im 21. Spiel ist dieser Abstieg dann auch die logische Konsequenz einer völlig verkorksten Saison, die mit zwei Siegen aus den ersten drei Partien sogar noch gut anfing, dann aber in die falsche Richtung lief. Auch Rückkehrer Detlef Lankowski konnte das Blatt nicht mehr wenden. Am 27. April wird er im Heimspiel gegen den SV Warnemünde aber auch schon wieder zum letzten Mal auf der SSV-Trainerbank Platz nehmen. „Für mich ist nach der Saison Schluss“, hält sich der 54-Jährige an die Absprache, die vor seinem erneuten Amtsantritt vereinbart wurde. Viel vorzuwerfen hat sich Lankowski in seiner jüngsten Ära beim Schwaaner SV nicht. Vielmehr versuchte er, das Beste aus der Truppe herauszuholen, die sich von Woche zu Woche neu aufstellt. Auch beim HSV Grimmen war die Personallage alles andere als rosig. „Es war wieder das selbe Dilemma, nur mit anderen Leuten“, erklärt Lankowski. Unter der Woche ereilte ihn eine Absage nach der anderen, sodass es am Vorabend der Begegnung danach aussah, als ob der Trainer selbst mit auf die Platte muss. Weil sich aber zwei Kranke zum Spiel wieder einsatzbereit erklärten, blieb ihm dieses Szenario erspart. „Gott sei Dank musste ich nicht eingreifen“, sagt Detlef Lankowski. Trotzdem waren die Schwaaner nicht stark genug besetzt, um in Grimmen etwas mitzunehmen. Stattdessen setzte es eine 22:35 (9:18)-Klatsche, die mal wieder unterstrich, dass der SSV in der MV-Liga einfach nicht konkurrenzfähig ist, wenn nicht alle Mann an Bord sind. „In Grimmen hätten alle eine Topleistung bringen müssen, aber das haben sie nicht“, sagt Lankowski. Die Bilanz fällt nun ernüchternd aus: 6:36-Punkte entsprechen einen Spieltag vor Schluss einem Armutszeugnis. Dabei war die direkte Konkurrenz auch nicht viel besser.

Lokalrivale TSV Bützow zum Beispiel sammelte jetzt gegen den Ribnitzer HV erst seine Zähler acht und neun und war dementsprechend immer in Reichweite. „Wir haben endlich mal wieder gezeigt, dass wir Handball spielen können“, freute sich Bützows Trainer Detlef Kröger über den 31:28-Heimerfolg gegen Ribnitz. Es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen, weil es den Bützowern erneut an Konstanz mangelte. Mit den ersten 38 Minuten der Partie konnten sie absolut zufrieden sein. Zu diesem Zeitpunkt führten sie mit 22:14. „Dann haben wir wieder unsere berühmten zehn Minuten, in denen wir uns eine Auszeit erlauben“, sagt Detlef Kröger. Eine Auszeit wäre zu diesem Zeitpunkt vielleicht auch eine taktische Maßnahme des Trainers gewesen, allerdings entschied er sich dagegen. „Da haben sich einige Zuschauer in der Halle vielleicht auch verwundert die Augen gerieben, aber ich kenne meine Mannschaft gut. Bei ihr wären die Köpfe vielleicht noch mehr runter gegangen. Eine Auszeit ist außerdem auch immer eine Chance für den Gegner, sich neu zu ordnen. Stattdessen habe ich einige Umstellungen vorgenommen, die dann irgendwann auch gefruchtet haben“, erklärt Kröger. Die Bützower bekamen gerade noch rechtzeitig die Kurve, als das Spiel beim Stand von 25:25 auf der Kippe stand. Mit zwei Toren in der Schlussminute machte der TSV den vierten Saisonerfolg endgültig perfekt. „Jetzt haben wir ein Endspiel vor uns“, blickt Detlef Kröger voraus. Am letzten Spieltag gastieren die Warnowstädter beim Stavenhagener SV, der mit einem Zähler mehr vor den Bützowern rangiert. Auf Platz zehn vorzurücken könnte für die 1952er am Ende der Saison von großer Bedeutung sein, denn noch ist nicht klar, wie viele Mannschaften aus der MV-Liga absteigen, weil das auch immer davon abhängt, wie viele Teams Mecklenburg-Vorpommerns in der klassenhöheren Ostsee-Spree-Liga absteigen. Aufgrund des anstehenden Pokalwochenendes und der Osterpause haben die Bützower nun drei Wochen Zeit, sich auf das „Endspiel“ vorzubereiten. „Das ist gut für uns, weil ich zuletzt doch einige verletzte Spieler hatte. Wichtig ist, dass bis dahin alle fit sind und wir gut trainieren können“, sagt Kröger

Schwaaner SV: Bastian Grünwald, André Froriep – Detlef Lankowski, Toni Schumann (6), Jan Wischnevski, Philipp Bender (1), Marcel Frieser (4/2), Jean Gruszka, Thies Hildebrandt (3), Daniel Langberg (6), Paul Kröger (2)

TSV Bützow: Falk Schünemann, Daniel Stammann – Steffen Klink (4/3), Yannick Laß, Jonas Dethloff, Denny Pahl (6), Thomas Necker (4), Maximilian Veit (4/1), Sebastian Kröger (6), Bernhard Zisler (1), Henning Zisler (5), Carsten Behning, Oliver Maegdefessel (1)

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