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Reiten : Schwaan setzt Traditionsturnier fort

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

11. EWU-Westernreitturnier auf Melanies Ranch in Schwaan / Stephan Linde aus Tarnow war einer der wenigen aus der Region

Das EWU-Westernreitturnier auf Melanies Ranch hat nun schon eine elfjährige Tradition und steht bei so manchen Westernreitfreunden als fester Termin im Kalender. Auch in diesem Jahr meldeten sich aus MV, Hamburg, Brandenburg, Schleswig-Holstein Reiter an, die sich und ihr Pferd auf dem EWU-C-Turnier prüfen lassen wollten. Dieses Turnier der ersten Westernreitunion in Schwaan ist ein Landesverbandsturnier für Einsteiger und Fortgeschrittene, die keine A- und B-Turniere zur Landesmeisterschaftsqualifikation mitreiten wollen oder können. 73 Westernreiter hatten sich für die verschiedensten Disziplinen angemeldet. EWU-Prüfungen waren die Westernpleasure, Westernhorsemanship, der Trail, die Showmanship und die Reining.

Die Western Pleasure wird in Gruppen geritten und es soll ein Vergnügen für den Reiter sein, das Pferd in den drei Grundgangarten (Schritt/Walk, Trab/Jog, Galopp/Lope) am losen Zügel möglichst bequem und fließend vorzustellen.

In der Westernhorsemanship werden die Leistungen des Reiters beurteilt. Zur Bewertung kommen unter anderem die Hilfegebungen und die Haltung des Reiters während der einzelnen Lektionen.

Der Trail ist eine Geschicklichkeits-Prüfung, in der die Pferde mindestens sechs Hindernisse bewältigen müssen. Beim Trail (Wanderritt) sind Nervenstärke, Vertrauen vom Reiter ins Pferd und vom Pferd in den Reiter gefordert.

Die Showmanship at Halter ist eine Disziplin speziell für Jugendliche. Bewertet wird der Jugendliche, wie er sein Pferd am Halfter vorstellt. Neben der korrekten Aufstellung des Pferdes und der genauen Absolvierung der Aufgabe gehört auch der Pflegezustand von Pferd, Ausrüstung und Kleidung zu den Bewertungskriterien.

Reining (Reins = Zügel) ist die in Europa momentan populärste Disziplin, mit vielen rasanten Lektionen in präziser Ausführung. Diese Disziplin wird ausschließlich im Galopp geritten.

Neben diesen EWU-Prüfungen bot das Turnier auf Melanies Ranch auch Hofprüfungen an, wie z. B. Melanies Ranch Lope Over. Hier wurden vier Stangen in den Parcours gelegt, über die vier Reiter-Pferd-Paare galoppieren müssen. Nach jeder Runde wird eine Stange dazu gelegt und wer eine Stange berührt, scheidet aus.

Zum ersten Mal wurde auch der Halsringtrail angeboten. Hier wird das Pferd ohne Zaumzeug, nur mit einem Halsring, Gewichtshilfen und Schenkeldruck durch einen Trailparcours gelenkt. Stephan Linde aus Tarnow war einer der wenigen aus der Bützower/Schwaaner Region. Er absolvierte mit seinem Pferd Astana mehrere Prüfungen, so auch den Halsringtrail. Souverän lenkte er sein Pferd über Stangen, absolvierte Stopps, Drehungen, öffnete ein Tor, schritt über eine Holzbrücke und durch Flatterbänder bis letztlich ein Rückwärtsrichten zwischen Blumenreifen den Parcours abschloss. „Ich war zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben keine großen Fehler gemacht“, meinte er nach der Prüfung. „Ich hoffe, der Richter sah das auch so.“

Richter Peter Raabe war eigens aus Hamburg Norderstedt hierher zum Richten aller 27 Prüfungen eingeladen worden und kam gern. „Ich war vor zwei Jahren schon mal hier“, erinnerte er sich. „Dieses Turnier ist wieder top vorbereitet, der Ablauf ist entspannt. Ich habe gute reiterliche Fähigkeiten zu sehen bekommen.“


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