Fußball-Verbandsliga : Riesenkompliment für Notelf

Köpfte den TSV Bützow in Malchin zum Sieg: Angreifer Maik Wießmann (l.)
Köpfte den TSV Bützow in Malchin zum Sieg: Angreifer Maik Wießmann (l.)

Fußball: Ersatzgeschwächte Verbandsliga-Truppe gewinnt beim abstiegsbedrohten FSV Malchin mit 1:0

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06. Mai 2019, 05:00 Uhr

Malchin | Nicht schön anzusehen, aber erfolgreich – das beschreibt den 1:0-Auswärtserfolg der Verbandsliga-Fußballer des TSV Bützow beim FSV Malchin am besten. Doch was sollte auch von der Partie bei den akut abstiegsbedrohten Gastgebern erwartet werden, schließlich sah die Personalsituation mal wieder mehr als dürftig aus. „Bis zum Vorabend stand ich noch notgedrungen selbst in der Startelf“, unkte Trainer Helge Marquardt nach der Partie mit einem Siegerlächeln. Der Startelfeinsatz des Trainers konnte nur verhindert werden, weil Tommy Bladek erneut reaktiviert wurde und in die Bresche sprang. Ansonsten musste Trainer Marquardt unter anderem auf Max Körting (Urlaub), Philipp Schönbrunn, Tony Lübke (beide gelbgesperrt) und Felipe Tostes (verletzt) verzichten. Glücklicherweise gab Max Niendorf als Winterneuzugang sein Pflichtspieldebüt für den TSV. Ebenso stand Kevin Kleindorff auf dem Spielberichtsbogen, er kam berufsbedingt erst nach Anpfiff der Partie dazu.

Die Marschroute für das Malchiner Spiel lautete: Den Gegner das Spiel machen lassen, auf eigene Konter lauern und so Nadelstiche setzen. Der neutrale Zuschauer musste jedoch zugeben, dass sich eine mittelmäßige Verbandsliga-Partie einstellte, in der der TSV aus Bützow nur in der ersten Hälfte einigermaßen zu überzeugen wusste. Nach eigenen Ballgewinnen schaffte er es häufig, den Ball auf die Außenbahnen zu bringen, doch nennenswerte Tormöglichkeiten nach Flanken blieben Mangelware. Auf der anderen Seite entstand aber auch kaum Gefahr für das Bützower Tor, die einzige Torannäherung der Malchiner Hausherren war erst kurz vor dem Pausenpfiff zu verzeichnen. Da stand es aber bereits 1:0 für den TSV: ein Kopfball von Maik Wießmann fand in der 25. Spielminute den Weg ins Malchiner Tor. Ansonsten spielte sich das Spiel hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab. Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive agierten die Bützower einfach zu sorglos: Oftmals waren sie zu weit von den Gegenspielern weg und gaben so weite Teile des Mittelfeldes preis. Eroberten sie hingegen den Ball, gingen sie ohne das nötige Tempo und ohne die nötige Zielstrebigkeit in den Gegenstoß. So verwunderte der denkbar knappste Pausenstand von 1:0 aus Sicht des TSV nicht.


TSV-Trainer muss sich selbst einwechseln

Die Qualität des Spiels sollte sich auch im zweiten Durchgang nicht wirklich steigern. Mit dem zur Halbzeit eingewechselten Kevin Kleindorff kam zwar eine frische Offensivkraft auf den Platz, doch vermochte der TSV daraus nicht wirklich Kapital schlagen. Zu wenig fand er zum eigenen Spiel, zu sehr schwanden mit zunehmender Spieldauer die eigenen Kräfte. Was jedoch bis zur letzten Minute stimmte, waren die Leidenschaft und die Einstellung, mit denen um die Bälle gekämpft wurde. „Es war klar, dass Malchin noch einmal alles versuchen wird, um zu eigenen Toren zu kommen. Dementsprechend verwundert es nicht, dass sich das Spiel in der zweiten Halbzeit mehr in unserer Hälfte abgespielt hat. Bis auf ein, zwei Malchiner Gelegenheiten haben wir aber absolut nichts zugelassen und das ist für mich das wichtige“, befand Trainer Marquardt, der ab der 63. Spielminute selbst auf dem Platz stehen „musste“, da Maik Wießmann verletzungsbedingt vom Platz musste. „Nichtsdestotrotz muss ich meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, dass wir trotz dieser personellen Vorzeichen hier in einer zugegebenermaßen ereignisarmen Partie als Sieger vom Platz gegangen sind“, freute sich Marquardt nach Abpfiff.

TSV Bützow: Wesley Zorzan – Rei Oami, Maximilian Marquardt, Maik Wießmann (63. Helge Marquardt), Paul Puskeiler, Lucas Torres, Tommy Bladek (46. Kevin Kleindorff), Denis Schröpfer, Max Niendorf, Felix Moritz, Sebastian Synwoldt


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