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Bützow : Rechtzeitig die Kurve gekriegt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bützower Landesliga-Elf schafft nach einer schwierigen Hinserie frühzeitig den Klassenerhalt / Jung und Alt finden gut zueinander

Eine Saison mit etlichen Höhen und Tiefen liegt hinter den Fußball-Männern des TSV Bützow. Dass dabei am Ende doch noch Rang sieben heraussprang, verdanken die Warnowstädter vor allem einer konstanteren Rückrunde.

Als Verbandsliga-Absteiger und einem personellen Umbruch vor der Saison starteten die Bützower mit gedämpften Erwartungen in das Spieljahr, was sich im Verlauf der Saison auch als richtig erwies. Selbst nach dem 5:1-Auftakterfolg beim Aufsteiger SV Prohner Wiek hielten sie den Ball flach, weil eben schon in diesem Spiel nicht alles Gold war, was glänzte. In den folgenden Wochen erlebte der TSV dann eine Leidenszeit und holte aus den kommenden zehn Spielen nur noch sieben Punkte. Ein 0:3 gegen den Laager SV, 0:5 beim FSV Kühlungsborn und 0:7 gegen den 1. FC Binz brachte das Fass schließlich zum Überlaufen, sodass Bützows Trainer André Krüger den Weg frei für einen Neuanfang machte. Wenngleich alle Beteiligten diese Entscheidung sehr bedauerten, bedeutete der Trainerwechsel im Nachhinein die Trendwende. Unter dem neuen Coach Helge Marquardt fand das Team nämlich prompt in die Erfolgsspur zurück und sammelte in den verbleibenden zwei Partie vor der Winterpause vier Zähler.

Während der Auszeit frischte der Rostocker dann das Personal ein wenig auf und holte mit den beiden Brasilianern Vitor Miranda de Oliveira und Leonardo Carvalho Pires sowie Hannes Hojenski drei Verstärkungen an die Warnow. Zudem kehrte Paul Puskeiler vom Nachwuchs des FC Hansa Rostock zum TSV zurück. All diese Spieler verliehen dem Team eine Qualität, die die Bützower Mannschaft deutlich voran brachte. „Ich denke, dass sich die Neuzugänge gut eingefügt haben. Alle haben super zueinander gefunden“, sagt Helge Marquardt.

Zwar kassierte sein Team in der Rückrunde insgesamt fünf Niederlagen, doch das ist auch der Unerfahrenheit und fehlenden Kontinuität der jungen Mannschaft geschuldet. „Man darf nicht vergessen, dass wir mit vier A-Jugendlichen gespielt haben. Diese mussten aber trotzdem schon große Verantwortung übernehmen. Zusammen mit den ,Alten’, die sie mitgezogen haben, hat es gut gepasst“, sagt Marquardt. Einer von den Jungspunden kam sogar in jedem Punktspiel zum Einsatz. Davin Kopplow spielte 26-mal, allerdings nicht immer über die volle Distanz. Das schaffte nur Torhüter Christopher Jentzen, der keine Minute fehlte.

Solch eine Konstanz hätte sich der TSV auch auf dem Platz gewünscht, doch er schaffte es nicht, von Woche zu Woche und sogar von Halbzeit zu Halbzeit sein Potenzial abzurufen und erlitt dadurch den einen oder anderen Rückschlag. „Das hat uns einige Punkte gekostet“, so der Bützower Trainer, der aber die positiven Dinge in den Vordergrund rückt. „Ich habe die Mannschaft in einer schwierigen Situation übernommen. Wenn ich dann sehe, wie sich einzelne Spieler nach vorne entwickelt haben, überwiegt das bei mir“, sagt der 40-Jährige.

Insgesamt reichte es schließlich, um schnell in sicheres Fahrwasser zu gelangen und den angestrebten Klassenerhalt vorzeitig zu schaffen. Damit ist auch in der kommenden Saison Landesliga-Fußball in Bützow gesichert. Dann sind auch Christian Boldt und Jan Algner von ihren Auslandseinsätzen bei der Bundeswehr zurück. Trainingsauftakt zur neuen Saison ist am Donnerstag, 10. Juli.

 

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