Fußball-Verbandsliga : Pleite beim Landesmeister

paul junge

Bützower Verbandsliga-Fußballer verloren beim Greifswalder FC mit 0:2

svz.de von
04. Juni 2018, 05:00 Uhr

Auch am 28. Spieltag der laufenden Verbandsliga-Ssaison gab es für die Männer vom TSV Bützow nichts zu holen. Der Gastauftritt beim neuen Landesmeister vom Greifswalder FC endete dabei zwar mit einem 2:0 (1:0)-Sieg für den Gastgeber, er bestand aus Sicht der Bützower aufgrund der eigenen dargebotenen Leistung jedoch kein Grund, die Hansestadt mit hängenden Köpfen zu verlassen.

Der Anpfiff der Partie verzögerte sich zunächst um zehn Minuten, da sowohl der TSV als auch das Rostocker Schiedsrichtergespann zunächst auf Höhe des Autobahnabschnitts Tribsees im Stau stand. Mit Anpfiff der Partie zeigten jedoch vor allem die Greifswalder Hausherren, warum sie nicht nur vor dem Spieltag verdient auf dem ersten Tabellenplatz standen, sondern auch, warum sie nach dem Spieltag als verdienter Landesmeister 2017/18 zu beglückwünschen sind. Wie eine Dampfwalze rollte die Greifswalder Offensivabteilung auf das Bützower Tor zu, sodass die Bützower zunächst mehr reagierten als selbst agierten. Die Greifswalder erspielten sich erste Torannäherungen, doch konnte die TSV-Hintermannschaft alle Angriffsversuche zunächst abwehren. In der 15. Spielminute sollte es dann erstmals – man könnte folgerichtig meinen – im Bützower Tor klingeln. Die Art und Weise des Zustandekommens der Greifswalder Führung war aber mehr als diskutabel. Eine Flanke von der Mittellinie aus segelte in den Bützower Strafraum länger und länger. TSV-Keeper Paul Junge stieg hoch, um den Ball abzufangen, wurde jedoch in seinem eigentlichen Schutzbereich hart angegangen und so am Zupacken gehindert. Der Ball schlug im langen Eck ein, der Pfiff eines Fouls blieb aus – trotz aller Bützower Proteste stand es früh 0:1. Auch in der Folge drückte der GFC auf den zweiten Treffer. Dabei erspielten sich die Greifswalder eine Reihe von Chancen, die bei größerer Konsequenz eine höhere Pausenführung hätten bedeuten können, wenn nicht sogar müssen. So konnten sich jedoch die leidenschaftlich verteidigenden Bützower bis zum Pausenpfiff schadlos halten, es ging mit einem 0:1 in die Halbzeitpause. „In dieser Phase haben wir sehr gut dagegen gehalten, das hat mir sehr gut gefallen. Leider versäumten wir es, durch zu viele Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung, uns eigene Chancen zu erspielen“, so Trainer Helge Marquardt zum ersten Durchgang.

Mit Wiederanpfiff entwickelte sich eine packende Verbandsliga-Partie, in der beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten, auch wenn die Greifswalder kurz nach Wiederanpfiff für einen kleinen Dämpfer sorgten, nachdem Velimir Jovanovic bei einer Greifswalder Ecke freistehend zum 2:0 einnicken konnte (50.). Abgesehen von diesem Treffer ist es einer weiter leidenschaftlichen Verteidigungsleistung und einer darüber hinaus mutigen Offensivleistung zu verdanken, dass dem Greifswalder Gastgeber lediglich eine kleinere Chance im zweiten Durchgang zugestanden wurde. Ansonsten suchten die immer forscher aufspielenden Bützower ihr Heil vor dem Greifswalder Tor und verzeichneten so teils schön herausgespielte Chancen, die bei bisschen mehr Kaltschnäuzigkeit zu Toren hätten führen können. „Auch im zweiten Durchgang haben wir uns sehr gut präsentiert, hatten durch Philipp Schönbrunn, Jonas Koszinski und Marcel Papenhagen sehr gute Einschussmöglichkeiten“, wusste auch Trainer Marquardt. Dass an diesem Tage auch ein wenig das nötige Glück, um den Tabellenführer zu ärgern, fehlte, zeigte sich in der 85. Spielminute, als Schiedsrichter Dallmann einen Treffer von Lucas Assmann aberkannte, da er in dieser Situation auf Foul am Greifswalder Keeper erkannte. „Ich freue mich über einen guten Auftritt meiner Mannschaft gegen den Tabellenführer. Ich denke, wir konnten den Greifswalder ordentlich Paroli bieten und daher erhobenen Hauptes den Platz verlassen“, so Trainer Marquardt zusammenfassend.

TSV Bützow: Paul Junge - Paul Puskeiler, Max Körting, Hannes Hojenski, Tommy Bladek - Philipp Schönbrunn, Sebastian Synwoldt (78. Felix Moritz) - Ramon Moreira Farias, Leonardo Carvalho Pires, Marcel Papenhagen (67. Lucas Assmann) - Jonas Koszinski


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