Fußball-Verbandsliga : Noch nicht kaltschnäuzig genug

Bissen sich am MSV Pampow die Zähne aus: Was auch immer die Bützower um Kevin Kleindorff (r.), Felix Engert (l.) und Co. versuchten, ein Treffer gelang ihnen zum Saisonauftakt nicht.
Bissen sich am MSV Pampow die Zähne aus: Was auch immer die Bützower um Kevin Kleindorff (r.), Felix Engert (l.) und Co. versuchten, ein Treffer gelang ihnen zum Saisonauftakt nicht.

Fußball-Verbandsliga, 1. Spieltag: Starke Bützower verlieren trotz gute Torchancen beim MSV Pampow mit 0:2 (0:1)

svz.de von
13. August 2018, 05:00 Uhr

Die Fußball-Verbandsliga-Saison 2018/19 wurde durch ein in der Nachbetrachtung würdiges Auftaktspiel zwischen dem MSV Pampow und dem TSV Bützow eingeläutet. Am Ende stand zwar ein 2:0 (1:0)-Sieg für die Hausherren zu Buche, dieses Endergebnis war jedoch nur bedingt mit dem Spielverlauf in Einklang zu bringen, waren es doch temporeiche 90 Minuten, in denen vor 500 Schaulustigen zwei Teams auf Augenhöhe agierten.

Die Gastgeber aus Pampow hatten den Bützowern nur eines voraus und das ist die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Diese bescherte den Gastgebern einen Start nach Maß, als es bereits in der sechsten Spielminute im Bützower Gehäuse klingelte. Ein lang geschlagener Diagonalball konnte nicht gut vom TSV verteidigt werden, sodass der Pampower Außenbahnspieler in den Strafraum ziehen und abschließen konnte. Diesen Schuss konnte TSV-Keeper Paul Junge nur noch vorne abklatschen lassen und MSV-Stürmer Raffael da Silva Cruz brauchte nur noch abstauben. Dies sollte neben einem Pampower Lattentreffer nach Eckball die einzige echte Chance für den MSV in der ersten Halbzeit sein. Ansonsten schaffte es das Team von TSV-Trainer Helge Marquardt sehr gut, den auf dem Papier favorisierten Gegner auf Trab und vom eigenen Tor fernzuhalten. Mit gleich vier Neuzugängen und Rückkehrer Felix Engert in der Startelf schafften es die Bützower um Kapitän Sebastian Synwoldt, sich aus einer gut gestaffelten Defensive heraus mehrmals in aussichtsreiche Schusspositionen zu kombinieren. Legten die Pampower wert darauf, mit langen Diagonalbällen das Spielfeld schnell zu überbrücken, so waren es die Bützower, die klug, schnell und direkt sich von hinten nach vorne kombinierten. Einzig und allein an der fehlenden Coolness und mangelnden Zielgenauigkeit lag es, dass den Bützowern ein eigener Treffer nicht gelingen sollte. Beide Trainer waren sich in der anschließenden Presserunde einig: Es hätte zur Halbzeit auch anders als 0:1 aus Bützower Sicht stehen können.

Die ebenfalls in der ersten Halbzeit vorhandene, kämpferische und rassige Seite des Spiels sollte sich in der zweiten Halbzeit zunächst ebenfalls fortsetzen, sodass der Beginn des zweiten Spielabschnitts sich vor allem zwischen den Strafräumen abspielte und wie auch im ersten Durchgang oftmals von Schiedsrichter Robert Kuligowski unterbrochen werden musste. Und doch konnten auch im zweiten Durchgang die Bützower Männer spielerisch überzeugen. Pampow hingegen stellte von der bekannten Dreier- auf eine nun Viererkette um und wollte so die Führung mehr verteidigen, als auf das zweite Tor zu gehen. Und doch sollte ihnen genau dieses zweite Tor - abermals in der Entstehung sehr schmeichelhaft - gelingen, als ein langer Einwurf vor die Füße eines alleingelassenen Pampowers fiel und der irgendwie zum 2:0 netzte (63.). In der letzten halben Stunde des Spiels versuchte der TSV nochmal alles, um zu einem eigenen Torerfolg zu gelangen, doch aus dem steten Anrennen und Versuchen konnten nur wenige klare Torchancen herausgespielt werden. „Ich kann meiner Mannschaft für die heutigen 90 Minuten nur ein Riesenkompliment machen. Mir hat sehr gefallen, dass wir auch nach den dämlichen Gegentoren immer weiter gemacht und weiter versucht haben. Gerade in der ersten Halbzeit hat mir aber bei den vielen gut herausgearbeiteten Chancen die letzte Überzeugung gefehlt, das Tor machen zu wollen“, befand TSV-Trainer Marquardt im Anschluss zu der Partie.

TSV Bützow: Paul Junge – Philipp Schönbrunn, Rei Oami, Jan Habenreich (60. Jonas Koszinski), Felix Engert (69. Christoph Höpel), Paul Puskeiler, Lucas Torres, Felix Moritz, Kevin Kleindorff (89. Marcel Papenhagen), Tony Lübke, Sebastian Synwoldt



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