Fußball-Kreisliga : Nichts mehr dem Zufall überlassen

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Fußball-Kreisligist SKV Steinhagen verfolgt eine andere Strategie und bleibt beim 3:0 gegen Wittenbeck zum dritten Mal in Folge ungeschlagen

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10. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Es läuft momentan für die Kreisliga-Männer vom SKV Steinhagen: Mit dem 3:0 (0:0)-Heimerfolg über den SV Wittenberg bauten die Käfigkicker eine kleine Serie von nunmehr drei Spielen aus, in denen sie stets mindestens einen Punkt holten. Sieben Zähler aus den letzten drei Spielen bei einem Torverhältnis von 12:5 – es gibt zur Zeit aus Sicht der Steinhagener wenig zu meckern.

So auch gerade und vor allem in spielerischer Hinsicht. Es findet sich so langsam ein Team, dass vor allem auch spielerisch zu überzeugen weiß. Weniger Zufall, mehr planmäßiges Vorgehen lautet die Devise. Hinzukommt, dass sich die Steinhagener nicht aus der Ruhe bringen lassen und sich nicht von vergebenen Chancen oder Druck des Gegners zu einem Abweichen von der eigenen Marschroute verleiten lassen. Waren vor geraumer Zeit lange Bälle und viel Zufall noch das Mittel der Wahl, wird ist kurzem darauf Wert gelegt, aus einer sicheren Defensive heraus durch gezielte Pässe und die Einbindung der aktiven Außenläufer das Mittelfeld zu überbrücken, um dann zuzuschlagen. Dass dies auch gegen Wittenbeck gut funktionieren sollte, zeigten die Käfigkicker schon in der ersten Halbzeit, wenngleich ein Torerfolg noch nicht zustande kam. Die Chancen waren da, doch scheiterte der SKV (noch) an der eigenen Zielgenauigkeit oder am gegnerischen Torhüter. Letzterer vereitelte eine der wohl aussichtsreichsten Gelegenheiten für die Hausherren, als ein platzierter Kopfball von SKV-Angreifer Julian Koszinski in letzter Not von der Linie gekratzt wurde. Auf der anderen Seite biss sich die recht harmlose Wittenbecker Offensive die Zähne an der gut gestaffelten SKV-Abwehr aus.

Auch nach dem Seitenwechsel war es vor allem der SKV, der das Spielgeschehen bestimmte. In dieser Phase hätte das Spiel jedoch eine ganz unangenehme Wendung nehmen können, als der Schiedsrichter den Gästen aus Wittenbeck einen wohl nicht ganz unberechtigten Handelfmeter verwehrte. Es wohl das Glück des Tüchtigen, das den SKV vor einem möglichen Rückstand bewahrte. Mit einem Doppelwechsel in der 58. Minute (Felix Krummrey und Moritz Schlegelmilch für Leon Nowak und Stephan Meiners) gab das Trainer-Duo Dirk Voß/Toni Schmidtke dem eigenen Offensivspiel nochmal eine Initialzündung. Bereits zwei Minuten nach der Einwechslung sorgte ein Angriff über die linke Seite für die verdiente SKV-Führung: Dustin Jakulat trieb den Ball fast bis zur Grundlinie, um das Spielgerät dann zu seinem im Rückraum wartenden Kapitän Tim Puskeiler zu passen. Puskeiler behielt schließlich die Ruhe am Ball und traf per Flachschuss zur viel umjubelten, weil längst überfälligen Führung (60.). Auch in der Folge investierte der SKV viel in einen zweiten Treffer, hier wurden aber zu oft aussichtsreiche Offensiv-Möglichkeiten durch eigene Fehler zunichte gemacht. Erst einen in den Rückraum abgewehrten Freistoß konnte der zwischenzeitlich für Maik Hehl eingewechselte Martin Brandenburg zum 2:0 nutzen, er drosch den Ball humorlos von der Sechzehnerkante ins linke untere Toreck (74.). Mit diesem 2:0 schien die Wittenbecker Gegenwehr vollends gebrochen und es galt nun aus Sicht des SKV, die Führung über die Runden zu bringen und vielleicht das ein oder andere Tor noch zu erzielen. Das sollte in der 88. Minute schließlich gelingen, als Moritz Schlegelmilch seine gute Leistung nach der Einwechslung mit einem eigenen Tor krönte.

SKV Steinhagen: Henning Voß - Stephan Meiners (58. Moritz Schlegelmilch), Nando Mauck, Daniel Kosciow - Julian Schneider, Alexander Zube - Dustin Jakulat, Tim Puskeiler, Maik Hehl (65. Martin Brandenburg) - Julian Koszinski, Leon Nowak (58. Felix Krummrey)


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