Fußball-Verbandsliga : Nächste Klatsche für Bützow

Ein Bild mit Seltenheitswert: Bützows Thorben Medau (r.) zieht an einem Rostocker vorbei, doch am Ende hatte der TSV beim zweitplatzierten RFC mit 0:6 das Nachsehen.
Ein Bild mit Seltenheitswert: Bützows Thorben Medau (r.) zieht an einem Rostocker vorbei, doch am Ende hatte der TSV beim zweitplatzierten RFC mit 0:6 das Nachsehen.

Fußball-Verbandsliga, 18. Spieltag: TSV-Männer verlieren beim Rostocker FC mit 0:6 (0:3)

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02. März 2020, 05:00 Uhr

Von wegen neues Jahr, neues Glück: Stattdessen setzt sich die Misere bei Fußball-Verbandsligist TSV Bützow fort. Das Schlusslicht verlor am 18. Spieltag beim Tabellenzweiten, Rostocker FC, mit 0:6 (0:3). Nach dem 1:7 in der Vorwoche gegen den 1. FC Neubrandenburg kassierten die Warnowstädter somit die nächste Klatsche.

Sicherlich sind das keine Teams, gegen die aus Bützower Sicht Punkte erwartet werden, doch die Endstände werfen einige Fragen auf, wie es beispielsweise dazu kommen konnte? Taktisch waren die Gäste mit einem 4-1-4-1-System eher defensiv ausgerichtet, was zunächst auch funktionierte. Der Rostocker FC war zwar feldüberlegen, tat sich aber schwer, die Defensive des TSV zu knacken. Martin Pett löste dann schließlich den Knoten, indem er den Ball von der Strafraumkante ins lange Eck schlenzte (18.) – 1:0. Für die personell angeschlagenen Bützower war dieser Treffer logischerweise Gift für das nicht vorhandene Selbstbewusstsein. Beim 0:2 ließen sie sich zu einfach überlaufen (36.) und beim 0:3 kurz vor dem Pausenpfiff bestrafte der ehemalige TSV-Kicker, Marcel Papenhagen, eine Unstimmigkeit in der Bützower Hintermannschaft. Somit war die Messe bereits zur Halbzeit gelesen, zumal die Gäste offensiv kaum Akzente setzen konnten.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich nichts am Durchsetzungsvermögen der Bützower, die eigentlich immer nur reagieren, statt agieren konnten. ,,Der RFC hat eine eingespielte Truppe“, erklärt Steve Bärmlich, der eigentlich Kapitän der zweiten TSV-Männermannschaft ist, aber aufgrund der Personalknappheit bei der Verbandsliga-Mannschaft aushalf. Bei den Gästen mussten Spieler spielen, die angeschlagen und somit gar nicht in Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Das war gegen das Spitzenteam aus Rostock definitiv zu viel des Guten, zumal Trainer Helge Marquardt in der zweiten Halbzeit personell einige Positionen umbesetzen musste, wodurch die Ordnung immer mehr verloren ging. Der RFC hingegen spielte weiter seinen Stiefel runter und erhöhte in der Folge noch auf 6:0 (58., 77., 85.).

Damit blieb der TSV im 17. Saisonspiel zum siebenten Mal ohne eigenen Treffer. Die mageren 14 Saisontore unterbietet nur noch der Vorletzte, SV Görmin (7). Am schlechtesten sind die Bützower bei der Punktausbeute. Zwei Zähler sind es erst, das ist ohne Wenn und Aber die Bilanz eines Absteigers. Doch sportlich ist im Kampf um den Klassenerhalt nach wie vor alles möglich. Dass aber im nächsten Spiel der erhoffte Befreiungsschlag gelingt, ist kaum zu erwarten, denn am 14. März gastieren die Bützower beim Spitzenreiter, FC Anker Wismar.

TSV Bützow: Bartosz Szajkowski - Dominik Krupa, Maximilian Marquardt, Johannes Thiemroth, Felix Moritz, Steve Bärmlich (75. Kevin Sdunzik), Tony Lübke, Sebastian Synwoldt, Thorben Medau, Philipp Meier, Dorian Buczek


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