Handball in Schwaan : Nach Punktgewinnen enttäuscht

Handball-MV-Liga, 6. Spieltag: Ribnitzer HV – TSV Bützow 27:27 (14:14) / HSV Insel Usedom II – Schwaaner SV 31:31 (14:14)

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09. November 2014, 11:29 Uhr

Am sechsten Spieltag der Handball-MV-Liga gingen die Männer des TSV Bützow erstmals nicht als Sieger vom Platz. Beim Ribnitzer HV kam die Sieben von Trainer Wolfgang Koch nicht über ein 27:27 hinaus. „Das Ergebnis ist für uns enttäuschend. Wir waren zu keiner Zeit in der Lage, das Spiel zu bestimmen. Den Sieg haben wir in der Abwehr hergeschenkt“, sagt der TSV-Coach.

Allerdings konnte auch der Angriff nicht gerade glänzen. „Vorne haben wir viele Chancen vergeben. Das wurde leider bestraft“, sagt Wolfgang Koch. So war es stets ein Duell auf Augenhöhe. Ribnitz ging zu Beginn dreimal in Führung (3:2), dann drehten die Bützower den Spieß um. Mehr als eine Zwei-Tore-Führung sprang aber nicht heraus (4:6, 6:8, 7:9, 10:12). Stattdessen kamen die Gastgeber immer wieder heran und glichen zur Halbzeit zum 14:14 aus.

Nach dem Seitenwechsel stand das Spiel weiterhin auf der Kippe. Meistens führte der TSV, schaffte es aber wieder nicht, auf mehr als zwei Tore Vorsprung zu erhöhen. „Wäre es uns gelungen, auf drei Tore davonzuziehen, hätten wir das Spiel auch gewonnen, doch so können wir fast noch froh sein, dass wir nicht noch verloren haben“, sagt Wolfgang Koch. Ein 26:24 oder 27:25 reichte den Bützowern nicht, um zu gewinnen. Ribnitz glich aus und kam zehn Sekunden vor Schluss sogar noch einmal in Ballbesitz. Den letzten Angriff wehrten die Bützower jedoch ab und mussten sich mit einem Punkt begnügen.

Dabei waren beim Tabellenvorletzten die beiden Zähler fest eingeplant. „Wir müssen nun gucken, dass wir uns den Punkt woanders wiederholen. Jetzt warten mit der SG Parchim/Matzlow-Garwitz und dem HSV Grimmen zwei harte Brocken auf uns. Wir dürfen aber keine Punkte mehr liegen lassen, müssen von Woche zu Woche gucken“, sagt Wolfgang Koch. Der Bützower Trainer vermisst in diesen Tagen vor allem Bernhard Zisler, der verletzungsbedingt schon seit mehreren Wochen ausfällt. „Bernhard fehlt uns. Er ist ein Spieler, der Druck machen kann und immer für viele Tore gut ist“, erklärt Koch. Das Spitzenspiel gegen Stavenhagen wird Zisler aber wohl nicht verpassen, denn das wurde auf Ende März des kommenden Jahres verschoben.

Auch der Schwaaner SV kam beim Tabellenschlusslicht, HSV Insel Usedom II, gestern Abend nicht über ein Unentschieden hinaus (31:31). „Unsere Deckungsleistung war sehr schlecht, wir haben häufig den selben Fehler gemacht“, ärgerte sich Schwaans Trainer Detlef Lankowski nach dem Spiel. Er kritisiert vor allem die zu defensive Verteidigung gegen die Rückraumschützen der Usedomer. „Da sind wir nicht aggressiv genug raufgegangen“, erklärt Lankowski. So hagelte es viele Gegentreffer. Dabei zeigte sich der SSV in der Offensive in bestechender Form. Insbesondere Steffen Strube mit zehn und Tommy Jung mit acht Toren drückten dem Angriffsspiel der Schwaaner ihren Stempel auf. Doch auch sie konnten die Aussetzer in der Abwehr nicht kompensieren, wenngleich die Schwaaner nach dem 14:14 zur Pause acht Minuten vor Schluss mit 27:24 in Führung lagen. Usedom stellte aber nur wenig später wieder den Gleichstand her und hatte am Ende sogar noch die große Chance zum Sieg. Quasi mit dem Schlusspfiff bekamen die Gastgeber einen Siebenmeter zugesprochen, den Paul Sternberg im Schwaaner Tor jedoch entschärfte und seiner Mannschaft am Ende zumindest einen Punkt rettete, was aber wenig am Gemüt des SSV änderte.

„Meine Freude hält sich ziemlich in Grenzen, dafür bin ich einfach zu enttäuscht. Dieses Spiel müssen wir einfach gewinnen“, sagt Detlef Lankowski.

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