Nach Kabinenpredigt auf Kurs

Tankt sich durch: Bützows Maximilian Veit traf gegen den Plauer SV sieben Mal.
Tankt sich durch: Bützows Maximilian Veit traf gegen den Plauer SV sieben Mal.

Handball-Verbandsliga: TSV Bützow siegt dank starken zweiter Halbzeit gegen Plau mit 27:18, Schwaan gibt sich auch keine Blöße

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18. November 2019, 05:00 Uhr

In der Handball-Verbandsliga West marschieren der SV Matzlow-Garwitz (1.) und TSV Bützow (2.) im Gleichschritt vorneweg. Mit jeweils zwei Minuspunkten haben sie der Konkurrenz einiges voraus, zumal die Bützower dem Tabellendritten, Plauer SV, zwei weitere Zähler abknöpften. Nach dem 27:18-Erfolg gilt es aber, vor allem die erste Halbzeit kritisch zu analysieren, denn nach der 8:4-Führung stellte der TSV plötzlich das Handballspielen ein. „Wir haben uns wieder mit allen anderen Sachen beschäftigt. Mit dem Schiedsrichter und mit uns selbst gehadert“, so das Fazit von Bützows Trainer Thomas Necker. Dementsprechend musste er nach dem 11:11 zur Pause in der Kabine etwas deutlicher werden.

Und diese Ansprache fruchtete. Plötzlich zeigten die Bützower ein ganz anderes Gesicht. Während den Plauern ein wenig die Luft ausging, nutzten die Gastgeber die gegnerischen Fehler gnadenlos aus. Ein Kontertor nach dem anderen hatten die Gäste nichts mehr entgegenzusetzen. Sie bissen sich immer wieder an der starken TSV-Abwehr um Torhüter Falk Schünemann die Zähne aus. Lediglich sieben Gegentreffer in Durchgang zwei sprechen eine deutliche Sprache. „Die letzten beiden Gegentore in den letzten 40 Sekunden zähle ich gar nicht mit dazu, da war der Drops ja schon gelutscht“, freut sich Thomas Necker über die Leistungssteigerung seiner Mannschaft in den zweiten 30 Minuten. Daran gilt es nun, am kommenden Sonnabend in Hagenow anzuknüpfen, damit das Meisterrennen weiter so spannend bleibt.

TSV Bützow: Falk Schünemann, Daniel Stammann, Martin Strigun – Yannick Laß (1), Jonas-Magnus Dethloff (3/1), Denny-Rico Pahl (7), Maximilian Veit (7), Sebastian Kröger (3), Bernhard Zisler (2), Henning Zisler (1), Oliver Maegdefessel (3), Dustin Kauer, Sebastian Ritter, Carsten Behning

Der Schwaaner SV bleibt in der Verbandsliga Ost das Maß aller Dinge. Bei der HSG Uni Rostock ließ der Spitzenreiter überhaupt nichts anbrennen und siegte mit 36:22 (20:11). Auch ohne den gesundheitlich angeschlagenen Kapitän, Steffen Strube, wurde der SSV seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. „Das zeichnet die Truppe momentan aus, wie sie die vielen Verletzten kompensiert“, sagt Torsten Schefuß vom Schwaaner Trainer-Team. Einziger Kritikpunkt der SSV-Verantwortlichen war die letzte Viertelstunde des Spiels. Die Schwaaner hatten sich bis dato über die 20:11-Pausenführung einen 30:13-Vorsprung herausgespielt, doch dann kehrte der Schlendrian ein. Einfache Abspielfehler beziehungsweise technische Fehler zerstörten den Spielfluss und die HSG Uni schaffte es, den Rückstand zu verkürzen. „Das darf einem Spitzenteam nicht passieren. Wir erwarten, dass die Mannschaft 60 Minuten 100 Prozent gibt“, kritisiert Torsten Schefuß. Der SSV-Erfolg geriet zwar niemals in Gefahr, dennoch wirkte die maue Schlussphase noch einige Stunden nach.

Nach dem siebten Sieg im siebten Spiel fiebert der Schwaaner SV nun dem Topduell am 1. Dezember (14 Uhr) beim HSV Grimmen II entgegen. Mit nur zwei Minuspunkten ist der Gegner dem SSV dicht auf den Fersen.

Schwaaner SV: Bastian Grünwald, Hanjo Martens – Lennart Nixdorf (3), Jean Gruszka (1), Mick Zöllig (3), Nils Peters, Ben Zimmer (5), Lukas Ziegler (5), Thies Hildebrandt (12), Paul Schefuß (7), Paul Kröger

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