Sport : Mitglieder vorerst verschont

Nicht nur beim TSV Bützow werden die Mitglieder vorerst von einer Beitragserhöhung verschont.
Nicht nur beim TSV Bützow werden die Mitglieder vorerst von einer Beitragserhöhung verschont.

Vereine aus der Region legen die Kosten für die Mehrausgaben an den Kreissportbund (noch) nicht auf ihre Beitragszahler um

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30. November 2018, 05:00 Uhr

Die Sportvereine im Landkreis sollen ab 2019 mehr Geld an den Kreissportbund (KSB) zahlen. Nachdem der Landkreis seine Unterstützung reduziert hat, sei die Finanzierung einer hauptamtlichen Tätigkeit in den Geschäftsstellen anders nicht möglich (siehe Hintergrund). Doch welche Auswirkungen hat das auf die Mitglieder der betroffenen Vereine, schließlich kommen auf die Klubs Mehrkosten zu, die kompensiert werden müssen? „Im Moment ist bei uns keine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge geplant. Letztlich entscheiden das die Abteilungen aber für sich alleine“, sagt Vereinssportlehrer und Geschäftsstellenleiter Sören Frahm vom TSV Bützow. Mit seinen 735 Mitgliedern rechnet der Verein mit rund 1000 Euro Mehrausgaben im kommenden Jahr, trotzdem wolle man seine Mitglieder verschonen.

Ähnlich sieht es auch bei den anderen Vereinen in der Region aus. „Wir haben zwar noch nicht drüber entschieden, werden das aber auf der nächsten Vorstandssitzung am 20. Dezember besprechen. Wir werden versuchen, das anders hinzukriegen, weil das bei den Mitgliedern auf wenig Gegenliebe stößt, wenn wir erhöhen würden“, sagt Ralf Loheit, Präsident der Schwaaner Eintracht (160 Mitglieder). Wenig Verständnis hat er für die Entscheidung des Landkreises, Gelder zu kürzen. „Die Aufgaben sollten auf weniger Schultern verteilt werden, aber die Arbeit ist ja trotzdem da“, sagt Loheit. Ob es auch in Zukunft tragfähig sei, die gestiegenen Abgabekosten ohne Zusatzeinnahmen zu stemmen, werde sich zeigen. „Wir müssen genau überlegen, was wir machen, denn wir müssen auch mit jedem Euro rechnen. Wir müssen rund 250 Euro im Jahr mehr zahlen“, rechnet Loheit vor.

Für das kommende Jahr hat auch der FSV Rühn (rund 220 Mitglieder) keine Beitragserhöhung geplant. „Es bleibt erstmal alles so, wie es ist. Auf unserer nächsten Versammlung im Januar werden wir aber darüber beraten, wie wir das hinbekommen“, sagt Präsident Eckhard Krüger.

„In Zukunft werden wir wohl drumherum kommen, die Beiträge zu erhöhen, noch ist aber nichts beschlossen“, sagt Arne Wichmann vom SV Klein Belitz (150 Mitglieder).

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