Fußball : Mit einem Punkt davongekommen

Vorne und hinten gefordert: Christian Boldt (links, hier in einem früheren Spiel) köpfte den TSV Bützow II in Bad Doberan in Führung, musste danach aber viel Defensivarbeit verrichten.
Vorne und hinten gefordert: Christian Boldt (links, hier in einem früheren Spiel) köpfte den TSV Bützow II in Bad Doberan in Führung, musste danach aber viel Defensivarbeit verrichten.

Fußball-Kreisoberliga, Staffel I, 20. Spieltag: Spitzenreiter TSV Bützow II erzielt mit viel Glück beim Doberaner FC II ein 1:1 (1:1)

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07. Mai 2019, 05:00 Uhr

Bad Doberan | Dass der TSV Bützow II in der Fußball-Kreisoberliga, Staffel I, am 20. Spieltag nicht seine erste Saison-Niederlage kassierte, hatte er seinem Torhüter André Krüger zu verdanken, der seiner Mannschaft ein 1:1 beim Doberaner FC II rettete. ,,Wir sind einfach nicht an unsere Leistungsgrenze gekommen. Es haben ganz viele Sachen gefehlt, vor allem die geistige Frische. Das Positive ist, dass wir noch einen Punkt geholt haben und unsere Serie am Leben erhalten“, so das Fazit von Gäste-Trainer Maik Wegner.

Dabei kam der Spitzenreiter ganz gut in die Partie, gab in der dritten Minute den ersten Warnschuss ab, doch Angreifer Philipp Keup scheiterte am rechten Torpfosten. Je länger das Spiel allerdings dauerte, umso mehr verloren die Bützower den berühmten Faden. Allerdings wurden sie auch schon etwas länger nicht mehr von einem Gegner so gefordert wie in Bad Doberan. Die Hausherren versteckten sich zu keiner Zeit und suchten ihr Heil in der Vorwärtsbewegung. Hilfreich für den DFC waren die zahlreichen Ballverluste der Gäste, die dann im Umschaltverhalten nicht nachsetzten und sich nicht gegenseitig unterstützten. ,,Die Bewegung ohne Ball war einfach ungenügend, wir waren im Kopf zu langsam“, erklärt Maik Wegner. Trotzdem gingen die Bützower in Führung - nach einem Eckball: Stefan Kuchenbecker bediente Innenverteidiger Christian Boldt, der energisch und wuchtig einköpfte (18.). Doch nur vier Minuten später wurde dem TSV schließlich ein Ballverlust zum Verhängnis, als die Doberaner schnell umschalteten und Martin Becker alleine auf André Krüger zulief, diesen umkurvte und zum Ausgleich einnetzte. Bis dato zeichnete sich zwar noch nicht ab, dass die Bützower am Ende von Glück reden müssen, aber die Tendenz ging schon in diese Richtung, denn nach vorne brachten sie kaum etwas zustande. Lediglich Maik Hehl und erneut Boldt hatten in Durchgang eins Möglichkeiten auf einen weiteren Treffer. ,,Wir konnten unsere Offensivpower überhaupt nicht auf den Platz bringen“, bemängelt Wegner.

Da die Bützower in den zweiten 45 Minuten auch noch in der Defensiv abbauten, kamen die Doberaner zu richtig guten Torchancen, des Öfteren frei vor Krüger. Doch der Schlussmann wusste mit einem guten Stellungsspiel und tollen Reflexen zu überzeugen, hielt seinen Kasten somit sauber, obwohl den Gastgebern der Torschrei immer wieder auf den Lippen lag. ,,Er war der Einzige, der bei uns 100 Prozent abgerufen hat“, lobt Wegner seinen Torhüter. Während die Hausherren die mögliche Vier-Fünf-Tore-Führung verpassten, hatten die Bützower kurz vor Schluss den Siegtreffer auf dem Fuß. Robert Grabowski brachte aber den Ball aus Nahdistanz nicht im Tor unter, sondern schoss gegen den Pfosten. In der Nachspielzeit wurde dann auch noch Jan Algner elfmeterreif gefoult, doch die Pfeife des Unparteiischen Tom Suckow blieb stumm. Klar, dass sich der TSV darüber aufregte, aber im Endeffekt muss er froh sein, nicht verloren zu haben. ,,Dass man mal solche Spiele hat und nicht die ganze Saison Hurrafußball spielt, ist klar. Gut, dass wir merken, dass wir wieder mehr investieren müssen“, sagt Maik Wegner.

Am kommenden Sonntag gastieren die Bützower beim FC Rostock United. ,,Nach dem Spiel kann es ja nur besser werden“, fordert der TSV-Coach von seiner Truppe eine Leistungssteigerung, damit der bisherige Neun-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenzweiten nicht noch kleiner wird.

TSV Bützow II: André Krüger - Max Haack, Christian Boldt, Sebastian Lehmann, Jan Algner, Sergei Plaksenko (81. Oliver Adam), Stefan Kuchenbecker, David Hübner, Maik Hehl, Philipp Keup (71. Matthias Drewes), Robert Grabowski


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