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Lokaler Sport Bützower Zeitung

18. Dezember 2017 | 00:22 Uhr

Laufsport : Marathon beliebt wie eh und je

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Elf Langstreckenläufer aus Bützow und Umgebung bewältigten sich auch im vergangenen Jahr die 42,195 Kilometer – auch mehrfach

Der Jahreswechsel ist bekanntlich nicht nur die Zeit der guten Vorsätze und der neuen Ziele, sondern auch Gelegenheit, Rückschau zu halten auf das Vergangene. Viele verbinden Beides auch sehr gern miteinander. Besonders im Sport ist das ganz bestimmt der Fall. Wie sah es nun bei den Marathonis, also den Freunden der ganz langen Laufstrecken in der Region Bützow-Güstrow-Teterow aus? Mit insgesamt 42 Läuferinnen und Läufern, die 42,195 Kilometer im Wettkampf bewältigten, blieb deren Zahl gegenüber den Vorjahren nahezu konstant. Immerhin muss man bedenken, dass sicherlich der eine oder andere Marathoni in den nach Hunderten zählenden Ergebnislisten unentdeckt blieb oder auch anonym bleiben wollte.


Karl Schwarzenberg ist Landesmeister


Auch von den immerhin elf Marathonis, die aus Bützow und Umgebung kamen, waren zumindest drei als solche nicht unbedingt auszumachen. Unter ihnen auch der älteste Marathonläufer der Region, der Bützower Karl Schwarzenberg. Der Tierarzt im Ruhestand startet immerhin schon in der Klasse der über 70-Jährigen. Nichtsdestotrotz bewältigte er die 42,195 Kilometer in nur 4 Stunden, 19 Minuten und 20 Sekunden und wurde damit Landesmeister seiner Kategorie. Um zu Titelehren zu gelangen ist allerdings die Mitgliedschaft in einem dem Landes-Leichtathletikverband angehörigen Verein notwendig und so startet Schwarzenberg für den LSV Güstrow. Ansonsten gehört er aber auch der Trainingsgruppe des Lauf- und Radtreff (LRT) Bützow an, in dem sich eine ganze Reihe von Sportlern eher lose zusammengefunden haben. Zu ihnen gehört auch Bützows Stadtpräsident, Mathias Wolschon. Der war im vergangenen Jahr nicht nur der Schnellste vom LRT, sondern auch besonders fleißig. Seine beste Zeit lief er in Österreichs Hauptstadt Wien (3:29:15 h), bewältigte aber auch noch Marathons in Neubrandenburg, Wolgast und Remscheid.


Brutto ist nicht gleich Netto


Wie im Vorjahr lief Klaus Rambow seinen Marathon des Jahres in Amsterdam, wobei er sich gleich um fast 20 Minuten auf 3:34:38 Stunden verbesserte. Das ist um so bemerkenswerter, da Rambow 2016 auch seinen 60. Geburtstag feierte und so in eine neue Altersklasse rutschte, in der diese Zeit laut Protokoll der Amsterdamer Veranstalter für den 44. Platz reichte. Schaut man sich die Sache aber einmal genauer an, so waren nur 25 Altersklassenkollegen schneller als der Bützower. Grund dafür ist der Unterschied zwischen Brutt- und Nettozeit in den oftmals nach Tausenden zählenden Starterfeldern. Das führt dazu, dass Läufer erst Minuten nach dem Startschuss die Startlinie überqueren. Die Bruttozeit ergibt sich aus der Zeit zwischen Startschuss und Zieleinlauf. Sie ist auch entscheidend für die Platzierung – damit der erste Läufer, der ins Ziel kommt auch tatsächlich der Sieger ist. Dank moderner Technik ist es heute aber auch möglich, die exakte Zeit zwischen Überlaufen der Startlinie und der Ziellinie zu ermitteln. Diese Nettozeit ist für die Statistiker interessant, die die Bestenlisten führen.


Eine Frau sucht man (noch) vergebens


Unter den sechs Frauen der Region, die die klassische Distanz 2016 bewältigten, ist keine dem Bützower Bereich zuzuordnen. Aber der Jahresbeginn ist ja die Zeit der neuen Ziele, und vielleicht hat ja gerade eine Dame von der Warnow einen Marathonlauf für 2017 auf dem Wunschzettel stehen. Auf jeden Fall wären ihr, wie auch allen anderen zukünftigen Marathonis, genau wie den „Wiederholungstätern“, alles Gute auf dem Weg dorthin zu wünschen.

Weitere Marathonläufer aus dem Bereich Bützow: Mario Zabel 3:32:09 in Hamburg; Lothar Scholz (beide LRT Bützow) 3:32:49 in Berlin; André Koula (LRT/Tri Fun Güstrow) 3:37:10 in Wolgast; Michael Vietzke (Enduro-Store-Bützow) 3:44:50 in Lübeck; Paul Bentzel (Schwaan) 3:47:46 in Rechlin; Klaus-Dieter Mauck (LRT/SC Laage) 3:56:14 in Stralsund; Volker Buddenhagen (LRT/Penzin) 4:15:59 in Wien; Bernd Kienappel (Warnow) 4:50:08 in Rostock

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