Handball : Last auf den Schultern war zu groß

Der Schwaaner SV kassierte mit einer blutjungen Truppe eine ziemlich heftige Niederlage. Routinier Florian Polkehn (Mitte) konnte mit seinen sechs Treffern daran nichts ändern.
Der Schwaaner SV kassierte mit einer blutjungen Truppe eine ziemlich heftige Niederlage. Routinier Florian Polkehn (Mitte) konnte mit seinen sechs Treffern daran nichts ändern.

MV-Liga: Schwaaner Handball-Männer verlieren mit einer blutjungen Truppe beim Stralsunder HV II mit 20:35 (8:16)

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28. Februar 2018, 05:00 Uhr

Erneut war die Personalsituation bei den MV-Liga-Handball-Männern des Schwaaner SV vor dem Auswärtsspiel beim Stralsunder HV II alles andere als rosig. Viele Leistungsträger konnten nicht am Spiel teilnehmen und so verteilte sich ein großer Teil der Last auf die Schultern der noch jungen Nachwuchsriege des SSV. Zeitweise agierten fünf Spieler des Jahrgangs 1999/2000 auf der Platte. Diesen Umständen war es geschuldet, dass es eine 20:35-Niederlage setzte.

Auch die Bedingungen in Stralsund sind für die Schwaaner seit Jahren kein gutes Omen. Haftmittelverbot und eine glatte Spielfläche sorgten bei den Bekestädtern für Probleme und zogen im Laufe des Spiels eine hohe Zahl an Fehler nach sich. Nach ausgeglichenem Start, bei dem der SSV bis zum 4:4 mithalten konnte, nahm die Dominanz der Hausherren Gestalt an und zog sich durch das gesamte Spiel. Das Haftmittelverbot in der Stralsunder Sporthalle bereitete vor allem den Schwaanern Probleme. Die Stralsunder, an die Bedingungen in der eigenen Halle gewohnt, nutzten diesen Umstand aus und erarbeiteten sich im Verlauf der ersten Halbzeit bereits eine deutliche Führung (6:12 aus Sicht des SSV). Vor allem das Tore werfen fiel den Schwä(ä)nen schwer. Insgesamt 35 Fehlwürfe notierte das Trainerteam über das ganze Spiel. Dazu kam eine Vielzahl an Fehlpässen, welche die Hausherren rigoros für Gegenstöße nutzten und diese hochprozentig verwerteten. Der deutliche Pausenrückstand von 8:16 macht diesem Umstand deutlich.

Nach der Pause dauerte es nicht lange, bis sich das Spiel entschied. Spätestens beim 12:22-Rückstand war klar, dass es an diesem Tage keine spektakuläre Aufholjagd der Bekestädter geben wird. Zu sehr hatten die Schwaaner mit den Bedingungen zu kämpfen und die junge Mannschaft hatte den routinierten Stralsundern auf Dauer wenig entgegenzusetzen. Es wiederholte sich das Spiel der ersten Hälfte. Die Stralsunder nutzen Fehler des SSV sofort aus und kamen durch Gegenstöße zu einfachen Toren, bei denen die Schwaaner Torhüter chancenlos waren. Zudem erlaubten sich die Gäste längere Phasen ohne Torerfolg, was den Rückstand immer weiter anwachsen ließ. Am Ende stand mit 20:35 die höchste Niederlage der laufenden Saison. Nichtsdestotrotz spiegelt diese Niederlage nicht den Standard wider. Die personellen Probleme, die vermeintliche Unerfahrenheit der Akteure auf der Platte, gepaart mit den örtlichen Widrigkeiten waren ausschlaggebend für diese deutliche Niederlage.


Schwaaner SV: Benjamin Humke, Steffen Schabert, Bastian Grünwald – Florian Polkehn (6 Tore), Niklas Kreim (2), Paul Kröger, Mick Zöllig (3), Philipp Bender (1), Jean Gruszka, Lukas Ziegler (2), Sascha Stolze (3), Reiko Schulz (1)




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