Handball : Kein Sieger im Lokalderby

Martin Rosinke (l.) verschafft sich freie Bahn und schüttelt einen Güstrower ab. Insgesamt waren die Bützower im Torabschluss aber zu harmlos.
Martin Rosinke (l.) verschafft sich freie Bahn und schüttelt einen Güstrower ab. Insgesamt waren die Bützower im Torabschluss aber zu harmlos.

Handball-MV-Liga Männer, 22. Spieltag: Güstrower HV – TSV Bützow 18:18 (8:11)

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14. März 2016, 05:00 Uhr

Die Handball-Männer des TSV Bützow haben sich im Lokalderby beim Güstrower HV selbst um einen möglichen Sieg gebracht, aber am Ende wenigstens ein 18:18 (8:11) erkämpft. Einer guten ersten Halbzeit folgte eine schwache zweite Hälfte. „Da bin ich schon ein wenig enttäuscht, dass wir das Ding nicht durchgebracht haben. Da fehlt uns noch die Stabilität“, sagt Bützows Trainer Wolfgang Koch.

Seine Mannschaft hatte das Spiel in Durchgang eins komplett kontrolliert. Kämpferisch, aber auch spielerisch zeigten sich die Bützower gut drauf. Über die Stationen 4:7 (18.) und 7:9 (24.) gingen sie mit einer 11:8-Führung in die Pause.

Diese tat den Warnowstädtern aber überhaupt nicht gut. Plötzlich lief nur noch wenig zusammen. Die Güstrower nutzten die Schwächephase und glichen beim 12:12 aus. Spannung war also vorprogrammiert, zumal auf beiden Seiten die Abwehrreihen und Torhüter dominierten. Im Angriff leistete sich der TSV einfach zu viele Fehlwürfe. „Das war unser Problem. Wir haben einfach zu viele Chancen nicht genutzt“, ärgert sich Wolfgang Koch. Der GHV konnte das Blatt wenden und mit 17:15 bzw. 18:16 in Führung gehen. Die Zeit lief den Bützowern davon und der Druck stieg. Ausgerechnet ein Treffer von Außen, wo es zuvor beim TSV auf beiden Seiten überhaupt nicht lief, sorgte für den Anschlusstreffer. Nach einem erfolgreich abgewehrten Angriff der Güstrower und einer Auszeit 20 Sekunden vor Schluss war es schließlich der junge Henning Zisler, der aus dem Rückraum Maß nahm und den bis dato bärenstarken Oliver Mayer im GHV-Kasten das Nachsehen ließ und für den 18:18-Endstand sorgte. „Am Ende müssen wir froh sein, dass wir wenigstens noch das Unentschieden gerettet haben“, sagt Wolfgang Koch, dem der eine Punkt aber eigentlich zu wenig ist: „Wir hatten uns vorgenommen zu gewinnen.“

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