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Fußbal-Kreisoberliga : Jürgenshagen freut sich auf Derbys

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Fußball-Kreisoberliga-Aufsteiger trifft in der kommenden Saison u.a. auf Klein Belitz, Satow, Reinshagen und Schwaan

von
erstellt am 30.Jul.2015 | 09:00 Uhr

Nach zwei Jahren auf der Überholspur sind die Fußball-Männer des SV Grün-Weiß Jürgenshagen nun in der Kreisoberliga angekommen. Von einem erneuten Durchmarsch kann nun aber keine Rede mehr sein. „Wir halten den Ball flach. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre schon okay“, sagt Trainer Harald Liebermann zurückhaltend.

Dabei sind die Grün-Weißen zuletzt doch vom Erfolg verwöhnt worden. Zwei Aufstiege nacheinander hoben das Team von der Kreisklasse bis in die Kreisoberliga. In der vergangenen Saison reichte Platz zwei, um aufzusteigen. Vor allem spielerisch waren die Jürgenshagener meistens überlegen und fuhren zum Teil hohe Siege ein. Mit 58 Treffern stellten sie die zweitbeste Offensive nach dem SV Parkentin. Allerdings leisteten sich die Grün-Weißen auch sechs Niederlagen. Personelle Ausfälle konnte das Team nur schwer kompensieren, in Bestbesetzung war es dagegen kaum zu stoppen.

In der kommenden Spielzeit weht jedoch ein anderer Wind, da wird dann auch körperlich von der Liebermann-Elf mehr abverlangt. „Bis jetzt sind wir mit wenig Aufwand durchgekommen, das kannst du jetzt natürlich vergessen. Wenn wir unsere konditionellen Defizite, die ich erkannt habe, ausbügeln, können wir unsere Zielstellung erreichen“, sagt Harald Liebermann.


Grundlage schaffen für erfolgreiche Saison


Zur Zeit legen die Grün-Weißen dafür die Grundlage. Im Training steht vor allem Konditionstraining auf dem Programm, den Ball sehen die Kicker dann zum Ende der Einheiten. Doch die ungeliebten Laufeinheiten nehmen die Jürgenshagener Spieler an, arbeiten an ihren Schwächen. „Bis jetzt läuft es ganz gut, die Beteiligung ist in Ordnung. Wenn wir eine vernünftige Vorbereitung hinkriegen, da zähle ich das Pokalspiel noch mit zu, hast du alle Möglichkeiten, erfolgreich zu sein“, sagt Liebermann. Zwei Spieler sind aber nicht mehr dabei. Paul Kölzow und Ole Meyer verließen den Verein kurzfristig in Richtung SV Pastow II. „Die Abgänge kamen überraschend. Paul ist für uns ein richtiger Verlust, war er doch ein Leistungsträger“, trauert Liebermann dem Mittelfeldspieler hinterher. Ole Meyer kam eher weniger zum Zuge, musste sich meistens hinten anstellen. Angesichts des schmalen Kaders von nur 19 Leuten „auf dem Zettel“, so Liebermann, schmerzen die Abgänge trotzdem doppelt. „Wir konnten auch nicht mehr reagieren und uns nach Ersatz umgucken“, ergänzt Harald Liebermann.

Dem gegenüber stehen drei Neuzugänge. Mit Lucas Schumann und Henrik Dopp schließen sich zwei Nachwuchskräfte vom TSV Bützow den Grün-Weißen an, wobei Henrik Dopp (kleines Foto links) schon in der abgelaufenen Rückrunde für die Jürgenshagener zum Einsatz kam. Henrik ist auf der Außenposition im Mittelfeld zu Hause, auf der er in 9 Einsätzen bereits 2 Tore und 2 Vorlagen vorzuweisen hat. Nicht nur in Hinblick auf die Zukunft wird Dopp das Team weiterhin verstärken. Der 19-jährige Lucas Schumann (Foto links) wird aufgrund seiner jungen Jahre nicht nur für die Zukunft eine Verstärkung darstellen, sondern bringt jetzt schon frischen Wind in die Truppe. Dritter Neuzugang ist Robert Bader (Foto rechts) vom SSV Satow. Der 26-Jährige ist für die Mannschaft kein Unbekannter, da er schon vor einigen Jahren für den Verein auflief. Er ist universell einsetzbar. „Wenn die Jungs fit sind, können sie der Mannschaft auf jeden Fall weiterhelfen“, sagt Harald Liebermann über die drei Neuverpflichtungen.


Zum Saisonauftakt gleich zweimal auswärts


Frischen Wind bringt auch die neue Liga mit sich, die für die Jürgenshagener einige Derbys bereit hält. Auf die Duelle gegen den SV Klein Belitz, die Schwaaner Eintracht, den SSV Satow oder SV Reinshagen freuen sich die Grün-Weißen ganz besonders. „Das sind die Spiele, in denen du keinen mehr motivieren musst“, sagt Liebermann. Doch zunächst einmal wartet nach dem Pokalspiel beim TSV Einheit Tessin II (16. August/10 Uhr) der knallharte Ligaalltag auf den Aufsteiger. Zu Beginn spielen sie gleich zweimal auswärts (beim FSV Kühlungsborn II und Sievershäger SV), jeweils auf Kunstrasen. „Der Auftakt ist gruselig, aber da müssen wir durch“, sagt Harald Liebermann. Das erste Heimspiel bestreiten die Grün-Weißen am Sonntag, 6. September, gegen den UFC Arminia Rostock. Bis dahin wollen die Jürgenshagener körperlich gut vorbereitet sein. „Auf Ausfälle durch Verletzung oder Arbeit habe ich ja keinen Einfluss“, sagt Harald Liebermann.

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