Handball-MV-Liga Männer : Jubelnder SSV baut Serie aus

8. Spieltag: Schwaaner SV – HC Empor Rostock II 29:28 (15:14)

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07. Dezember 2014, 14:50 Uhr

Die Schwaaner Handball-Männer blieben in der MV-Liga das vierte Mal in Folge ungeschlagen und besiegten am achten Spieltag den HC Empor Rostock II mit 29:28.

Beide Mannschaften begannen hoch konzentriert. Dabei überraschte der Gastgeber mit einer sehr offensiv eingestellten Abwehr und schnellem Umkehrspiel. Auch die Gäste drehten mächtig auf und die Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Den Torreigen eröffnete Marcel Frieser mit einem Konter nach 15 Sekunden. Empor glich aus und Schwaan legte wieder vor. Nach zwei Minuten stand es 2:2. Dann begann sich die Cleverness der von Trainer Detlef Lankowski sehr gut eingestellten Schwaaner Truppe auszuzahlen. Bis zur zwölften Minute erspielten sich die Bekestädter eine komfortable 8:4-Führung. Paul Sternberg im Tor des SSV hatte eine sehr starke Phase und war immer wieder Ausgangspunkt für ein schnelles Umkehrspiel. Im Kombinationsspiel nach vorne wurde immer wieder Kreisspieler Bernt Kratkey gesucht. Bei einer Traumquote von sechs Treffern aus sechs Versuchen in Halbzeit eins fand die Abwehr der Rostocker kein Mittel, ihn aufzuhalten. Bis zur 18. Minute bestimmten die Gastgeber das Spiel. Dann stellten sich einige Unkonzentriertheiten im Angriff ein und Empor nutze leichte Ballverluste der Schwaaner zu mehreren Kontern, die bis zur Halbzeitpause eine Resultatsverbesserung auf 14:15 aus Gästesicht brachten.

Auch in Hälfte spielten beide Teams auf Augenhöhe. Schwaan legte vor, Empor zog nach. Die Rostocker glichen in der 32. Minute das erste Mal in Halbzeit zwei zum 16:16 aus. Nach dem 18:18 (34.) übernahm das Team von Trainer Detlef Lankowski wieder die Kontrolle. Der SSV setzte sich allerdings nicht mit mehr als zwei Treffern Vorsprung ab. In diesem Spielabschnitt waren sehenswerte Spielzüge auf beiden Seiten zu sehen. Zuspiele, oft durch den Kreis (Marcel Frieser), das Durchtanken vom „schmerzlosen“ Tommy Jung, oder das überragende Durchsetzen am Kreis von Bernt Kratkey waren nur einige Höhepunkte. Über die Stationen 20:18 (36.), 22:20 (44.) und 24:22 (48.) wurde das Spiel durch den SSV gestaltet. Dann drehte die Bundesliga-Reserve aus Rostock auf und schaffte in der 52. Minute den 25:25-Ausgleich. Dieses wiederholte sich immer wieder bis zum 28:28 in der 58. Minute. Bis dahin hatten die Gäste nicht ein Mal geführt, hatten aber in doppelter Unterzahl des Gastgebers 90 Sekunden vor Schluss die Chance, bei eigenem Angriff in Führung zu gehen. Statt gegen die auf vier Spieler dezimierten Schwaaner einen eigenen Mann in günstiger Position frei zu spielen, wählten sie die schwierigste Lösung und es kam zum Wurf aus spitzestem Winkel, der das Tor verfehlte. Nun hatte der SSV es in der Hand, alles klar zu machen. Das Trainerteam nahm eine Auszeit und legte den letzten Spielzug fest. Dieser wurde lange ausgespielt und als sich die Rostocker Abwehr auf die bisherigen Schwaaner Torschützen konzentrierte, übernahm Sebastian von Weiß im ersten Spiel für den SSV die Verantwortung und erzielte mit einem verdeckten Hüftwurf 15 Sekunden vor Ultimo den viel umjubelten Treffer zum 29:28. Der schnelle Gegenzug des HCE wurde durch ein Foul gebremst. Der direkte Freiwurf brachte dann nichts mehr ein und der Rest war ein Jubelmeer der Einheimischen.



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