Fußball : Jubel über den Klassenerhalt

Jubel beim SV Grün-Weiß Jürgenshagen: Die Kreisoberliga-Kicker um Trainer Harald Liebermann (vorne 3.v.l.) schafften am letzten Spieltag den Klassenerhalt.
Jubel beim SV Grün-Weiß Jürgenshagen: Die Kreisoberliga-Kicker um Trainer Harald Liebermann (vorne 3.v.l.) schafften am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

Fußball-Kreisoberliga: SV Grün-Weiß Jürgenshagen siegt am letzten Spieltag beim FSV Nordost Rostock mit 1:0

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18. Juni 2019, 05:00 Uhr

Was für ein irres Saisonfinale in der Fußball-Kreisoberliga Warnow, Staffel I. In einem packenden Abstiegskampf sicherte sich der SV Grün-Weiß Jürgenshagen am letzten Spieltag durch einen späten 1:0-Erfolg beim direkten Konkurrenten, dem FSV Nordost Rostock, die Klasse und schickte somit den Gastgeber in die Kreisliga. Gleich fünf Teams hätte es erwischen können. Stattdessen jubelten der SV Parkentin, FC Rostock United, SV Warnemünde II und eben die Jürgenshagener über den sportlichen Ligaverbleib. ,,Das war nervenaufreibend“, gesteht Jürgenshagens Trainer Harald Liebermann.

Schon vor dem Abstiegskrimi beim FSV Nordost ereilten den 54-Jährigen einige Hiobsbotschaften. Henrik Dopp (erkältet), Florian Zöllick (eingerissener Zehnagel) und Felix Müller (Handgelenksschmerzen) waren angeschlagen. Alle drei bissen zwar auf die Zähne, in Vollbesitz ihrer Kräfte waren sie aber nicht. Für Zöllick war dann auch zur Pause Schluss, die Schmerzen waren zu stark. Bis dato war es ein Spiel, in dem man merkte, dass beide Mannschaften auf Sicherheit bedacht waren. Ein Unentschieden hätte für beide Teams den Klassenerhalt bedeutet. Chancen waren absolute Mangelware.

Was blieb, war die Spannung, denn ein Gegentreffer hätte für jeden das Aus bedeuten können. Die Grün-Weiß entwickelten in Hälfte zwei zwar etwas mehr Druck, doch zwingende Tormöglichkeiten blieben auf dem kleinen Kunstrasenplatz in Broderstorf aus. In der 75. Minute stieg dann der ohnehin schon hohe Puls der Gäste ins Unermessliche. Schiedsrichter Frank Maas entschied zunächst auf Foulelfmeter, wurde allerdings von seinem Assistenten umgestimmt – wegen angeblicher Schwalbe. Selbst Harald Liebermann ist sich dabei nicht so sicher, ob das stimmt. ,,Wäre der Elfmeter gegeben worden, hätten wir uns wahrscheinlich nicht beschweren dürfen“, gibt der Jürgenshäger Coach zu. Sei es drum, die Grün-Weißen nahmen diese Entscheidung natürlich dankend an und setzten stattdessen in der 88. Minute selbst zum Lucky-Punch an. Marco Noack, der nach seiner Einwechslung für den verletzten Florian Zöllick in der Offensive eingesetzt wurde, zog aus 22 Metern einfach mal ab und versenkte den Ball links im Tor. Die Hausherren hatten kaum noch Zeit, um zurückzuschlagen, sodass die Grün-Weißen am Ende jubelten. ,,Es war eine heiße Kiste. Unter dem Strich war es aber ein knapper und verdienter Sieg, weil wir in der zweiten Halbzeit doch mehr gemacht haben als der Gegner“, erklärt Liebermann. Ob die Rostocker überhaupt absteigen müssen, wird sich in den kommenden Tagen/Wochen zeigen, wenn eventuelle Rückzüge anderer Vereine die Konstellation in den Ligen beeinflussen sollten. ,,Sportlich mussten wir aber davon ausgehen, dass zwei Mannschaften absteigen werden. Auf andere Dinge kann man sich nicht verlassen“, freut sich Harald Liebermann über die Gewissheit und Planungssicherheit, auch in der kommenden Saison Kreisoberliga spielen zu können.

SV Grün-Weiß Jürgenshagen: Benny Schläger – Florian Zöllick (46. Marc Noack), Daniel Krienke, Max Vom Brocke, Kristian Fischer, Felix Müller, Christian Dunskus (90.+6 Jonathan Dopp), Nick Schramm, Sven Klafack, Lucas Schumann, Henrik Dopp

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