In allen Belangen unterlegen

Fußball-Verbandsliga, 17. Spieltag: TSV Bützow verliert gegen den 1. FC Neubrandenburg sang- und klanglos mit 1:7 (0:3)

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24. Februar 2020, 05:00 Uhr

Eigentlich wollten die Bützower Verbandsliga-Fußballer im neuen Jahr nochmal angreifen, um die bisher verkorkste Saison einigermaßen zu retten, doch gleich zum Auftakt gegen den 1. FC Neubrandenburg setzte es einen herben Dämpfer. Nachdem der TSV das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten auf den Kunstrasenplatz nach Graal-Müritz verlegte, da das eigene Geläuf auf dem Sportplatz am Wall noch nicht bespielbar ist, kassierten die Warnowstädter an der Ostsee eine heftige 1:7-Klatsche.

Dabei hatten sich die „Gastgeber“ so viel vorgenommen, wollten dem spielstarken Gegner mit einer gewissen Zweikampfhärte entgegentreten. Doch dieses Vorhaben missglückte schon nach wenigen Minuten, als Sebastian Synwoldt im eigenen Strafraum seinen Gegenspieler elfmeterreif foulte. Christoph Fischer versenkte den Strafstoß zur frühen Neubrandenburger Führung. Diese bauten die Gäste nur eine Minute später durch Robert Grube auf 2:0 aus. Somit trat genau das ein, was die Bützower unbedingt vermeiden wollten. Die taktische Marschroute war zu diesem Zeitpunkt schon dahin – die TSV-Kicker fortan völlig von der Rolle. „Wir sind wie ein Hühnerhaufen nur hinterhergerannt“, beschreibt Offensivmann Tony Lübke das Szenario. Nach vorne waren die Hausherren nicht ansatzweise gefährlich, der 1. FCN diktierte das Geschehen durch seine Ballsicherheit nach Belieben. Wie es nicht geht, zeigte sich beim TSV: „Wir waren viel zu lethargisch, haben die Bälle zu schnell verloren“, erklärt Lübke. Insofern konnten sich die 1952er zu keinem Zeitpunkt befreien. Dabei wussten sie doch, was auf sie zukommt, schließlich setzte es schon im Hinspiel eine 2:9-Klatsche. Das erneute Debakel ging dann in der 39. Minute weiter, als Hannes Burmeister zum 3:0 traf. Kurz zuvor musste TSV-Kapitän Sebastian Synwoldt verletzt vom Platz, für ihn kam Kevin Stübke. Zur Halbzeit war dann aber auch für ihn wieder Schluss, Kevin Sdunzik ersetzte ihn.

Dass die Gastgeber nach dem deutlichen Pausenrückstand nicht vor Selbstvertrauen strotzen, war klar, aber dass sie sich dann förmlich ergeben, damit war auch nicht zu rechnen. „Die Emotionen fehlten“, legt Tony Lübke den Finger in die Wunde. Andererseits spricht er auch von fehlender Qualität. „Es geht einfach nicht besser“, sagt der 29-Jährige. Nachdem die Neubrandenburger in der 65. (Justin Schultze) und 75. Minute (Daniel Nawotke/Elfmeter) auf 5:0 erhöhten, war es Lübke selbst, der mit seinem Treffer etwas Ergebniskosmetik betrieb. „Das war eher ein Zufallsprodukt. Ich wurde vom Neubrandenburger Linksverteidiger ohne Bedrängnis in der Mitte angespielt, bin dann in den Strafraum gezogen, habe noch einen Gegenspieler ausgespielt und dann ins rechte Eck verwandelt“, beschreibt Lübke die Situation zum zwischenzeitlichen 1:5 (77.). Trösten konnte ihn dieses Tor aber nicht, zu deutlich war der Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften. In der Schlussphase ließen sich die Bützower zwei weitere Gegentreffer einschenken (82., 86.) und waren mit dem Ergebnis am Ende noch gut bedient. „Wenn Neubrandenburg nicht einen Gang runtergeschaltet hätte, hätten wir auch zweistellig verlieren können“, redet Tony Lübke nichts schön.

Im Endeffekt bleibt festzuhalten, dass der 1. FCN für den TSV Bützow im Moment nicht der Gradmesser ist, um im Abstiegskampf die nötigen Punkte zu holen. Allerdings wird die kommende Aufgabe beim Rostocker FC (3.) sicherlich nicht einfacher. Nach der 14. Niederlage im 16. Spiel warten die Warnowstädter nach wie vor auf den ersten Saisonsieg. So ergeht es auch dem FC Förderkader René Schneider, der sich immerhin schon acht Mal die Punkte teilte und aktuell auf dem ersten Nichtabstiegsplatz rangiert.

TSV Bützow: Bartosz Szajkowski – Thorben Medau, Maximilian Marquardt, Max Körting, Dominik Krupa, Felix Moritz, Tony Lübke, Philipp Meier (79. Dennis Milbratz), Sebastian Synwoldt (31. Kevin Stübke, 46. Kevin Sdunzik), Johannes Thiemroth, Dorian Buczek

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