Handball-Landesliga West : Im Kampf um die Spitze vorgelegt

Schiedlich, friedlich Unentschieden spielten die Schwaaner Frauen um Jana Abrahamczyk (3.v.l.) beim Bad Doberaner SV.
Schiedlich, friedlich Unentschieden spielten die Schwaaner Frauen um Jana Abrahamczyk (3.v.l.) beim Bad Doberaner SV.

Handball-Landesliga West, Frauen: TSV Bützow gewinnt Spitzenspiel bei der HSG Uni Rostock mit 31:16, Schwaan remisiert

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05. Februar 2020, 05:00 Uhr

Mit einem deutlichen 31:16-Auswärtserfolg bei der HSG Uni Rostock untermauerten die Handball-Frauen vom TSV Bützow ihre Ambitionen auf den Staffelsieg in der Landesliga West. Immerhin war es das Duell Dritter gegen Zweiter, jetzt würde es Vierter gegen Erster lauten, denn die Warnowstädterinnen übernahmen die Tabellenführung, haben aber zwei Spiele mehr auf dem Konto als die TSG Wismar, die zudem zwei Minuspunkte weniger verbucht.

Im Fernduell um den ersten Platz setzten die Bützowerinnen ihren ärgsten Rivalen aber zumindest mal unter Druck. Dieser hohe Sieg ist jedenfalls ein Fingerzeig dafür, dass die TSV-Frauen derzeit richtig gut drauf sind und jeden Gegner schlagen können. Im Hinspiel noch mit 23:25 unterlegen, entwickelte sich diesmal ein völlig anderer Spielverlauf, was auch daran lag, dass die Rostockerinnen sieben ihrer insgesamt elf Siebenmeter nicht verwandelten. Die hochmotivierten Gäste gingen von Anfang an in Führung, bis zum 9:10 blieben die Gastgeberinnen aber in Reichweite. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit vernagelten die Bützowerinnen förmlich ihr Tor und zogen dadurch auf 17:9 davon. Man konnte zu diesem Zeitpunkt schon von einer Vorentscheidung sprechen.

Das bestätigte sich dann auch schon zu Beginn des zweiten Durchgangs. Beim 19:9 lagen die Gäste erstmals mit zehn Toren vorne, bauten diesen Vorsprung Stück für Stück immer weiter aus. Auffällig war, dass beide Seiten relativ viele Zeitstrafen kassierten. Die HSG Uni Rostock musste ganze acht Mal in Unterzahl agieren, der TSV fünf Mal. Auch dieser leichte Vorteil spielte den Bützowerinnen sicherlich in die Karten, am Ende war aber die geschlossene Mannschaftsleistung der Hauptgrund für den Sieg. Neben der Abwehr wusste auch die überragende Juliane Kaiser im Tor zu überzeugen.

Was dieser Sieg am Ende der Saison Wert ist, wird sich erst noch zeigen. Zum einen müssen die Bützowerinnen noch auf einen Ausrutscher der Wismaranerinnen hoffen, zum anderen müssen sie ihre eigenen Spiele beim Vellahner SV (8. März) und gegen den SV Grün-Weiß Schwerin II (14. März) gewinnen.

TSV Bützow: Juliane Kaiser – Katrin Horke (3), Celina Bollow-Garlipp (6), Ann-Marie Berger (2), Lea Kellert (5),
Franziska Schmidt (5), Yvonn Jäger, Anna Herbst (2), Neele Jepsen, Katja Ehmcke (6), Lara Wegener, Sophie Masermann (2) Annalena Nockemann

Bad Doberaner SV – Schwaaner SV 25:25 (12:11)

Dem Spielverlauf nach war es im Lokalderby zwischen den Handballfrauen des gastgebenden Bad Doberaner SV und dem Schwaaner SV ein leistungsgerechtes Unentschieden. „Aber diese Punkteteilung fühlte sich wie eine Niederlage an“, konstatierte Doberans Trainer Torsten Römer im Nachhinein. Deshalb wohl auch hängende Köpfe und Tränen nach dem Abpfiff bei seinen Frauen. „Über 54 Minuten stimmten bei uns die Einstellung, der Kampf und auch die spielerische Komponente sah gut aus.“ Nur die Verwertung der Tormöglichkeiten war ein Manko. Als Theresa Ott die Führung zum 19:15 (40.) und unmittelbar danach Josephine Tschiersch für Schwaan einen Strafwurf nicht nutzte, schienen die Gastgeberinnen auf der Siegerstraße zu sein. Aber das DSV-Team legte nicht nach. Schwaan ging mit 25:24 durch Jana Abrahamczyk sogar noch in Führung. Erst Franziska Berg, nach langer Verletzungspause wieder im Team, schaffte mit ihrem sechsten Treffer noch den Ausgleich.

Schwaaner SV: Strübing, Utzmann – Klatt, Radlof 3, Abrahamczyk 4, Müller, Tschiersch 10/5, Gürcke 4, Bolte, Matuschek 1, Aude 3/3, Ahrens, Bülow, Burghardt


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