Fußball : Im Doppelpack auf Landesebene

Geht nun in der Landesklasse auf Torejagd: Johannes Belosa (2.v.l.) wurde mit dem TSV Bützow II in die dritte Staffel zugeordnet.
Geht nun in der Landesklasse auf Torejagd: Johannes Belosa (2.v.l.) wurde mit dem TSV Bützow II in die dritte Staffel zugeordnet.

Fußball: TSV Bützow spielt erstmals mit zwei Männermannschaften überregional

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02. Juli 2019, 05:00 Uhr

Die Katze ist endgültig aus dem Sack, die Einteilungen der sieben Staffeln im Landesspielbetrieb der Fußball-Herren stehen fest. In der Verbandsliga, der zweigeteilten Landesliga und der vier Staffeln umfassenden Landesklasse gehen in der neuen Spielzeit insgesamt 112 Mannschaften an den Start.

Neben der Verbandsliga-Truppe schickt der TSV Bützow erstmals in seiner Vereinsgeschicke auch eine zweite Männermannschaft auf Landesebene ins Rennen. Der Aufsteiger aus der Kreisoberliga wurde in der Landesklasse der Staffel III zugeordnet. „Das haben wir uns so erhofft“, gesteht TSV-Trainer Maik Wegner. Vor allem aus logistischer Sicht ist diese Zuordnung für die Bützower ein Segen. Dass das so ist, ist vom LFV auch so gewollt, aber nicht immer machbar. „Unterhalb der Verbandsliga wurden die jeweiligen Zuordnungen vornehmlich anhand der territorialen Lage der Vereine sowie der entstehenden Fahrtwege vorgenommen. Das führt unter anderem dazu, dass alle drei Absteiger aus der Verbandsliga in der Ost-Staffel der Landesliga um den Wiederaufstieg kämpfen werden. Darüber hinaus wurde versucht, die im Vorfeld geäußerten Wünsche der Klubs bestmöglich in den schwierigen Prozess der Staffeleinteilung einfließen zu lassen“, schreibt der Landesfußballverband in einer Pressemitteilung. Lediglich die 121 Kilometer lange Tour zum FSV Mirow/Rechlin nimmt für den TSV Bützow II mit knapp 1,5 Stunden deutlich mehr Zeit in Anspruch als die restlichen Auswärtsspiele.

Alles in allem betritt der TSV II ganz viel Neuland. „Es ist aber eine Liga, in die man immer mal hochgeguckt hat. Wir wollen uns sportlich einordnen“, erklärt Maik Wegner. Der 46-Jährige startet mit seiner Mannschaft am Mittwoch in die Vorbereitung. „Ich hoffe auf eine große Motivation“, sagt der Bützower Trainer.

Krakower schließen sich den Bölkowern an

Immerhin erwarten die Warnowstädter auch interessante Derby gegen den Güstrower SC II oder Bölkower SV. Tom Hagemann, Trainer des GSC und ehemaliger Spieler des TSV Bützow, ist mit der Staffeleinteilung ebenfalls zufrieden: „Es wird interessant. Ich sehe keinen Favoriten in der Staffel, jeder kann jeden schlagen.“ Güstrows Lokalrivale Bölkower SV geht mit einem etwas veränderten Gesicht in die neue Spielzeit. Der BSV schließt sich im Männerbereich mit dem FSV Krakow am See zusammen, der seine Mannschaft aus der Kreisoberliga abgemeldet hat. Dadurch wechseln acht Spieler vom FSV zum BSV. „Quantität ist da, die Qualität wird sich dann im Training zeigen“, sagt Stefan Schult, der nun zusammen mit Danielo Samen die Geschicke der Bölkower leitet. Samen ist beim BSV kein Unbekannter, führte er die Männermannschaft in der jüngeren Vergangenheit immerhin zum Staffelsieg in der Landesliga West, ehe sich das Team freiwillig in die Landesklasse zurückzog. Die Bölkower dürfen sich zudem über einen weiteren Rückkehrer freuen. Michael Hintze schnürt ab sofort wieder die Töppen für den BSV, nachdem der 32-Jährige in der vergangenen Saison beim Güstrower SC Verbandsliga-Luft schnupperte und dort auf 24 Einsätze kam. „Wir freuen uns, dass er zurückgekommen ist. Er ist ein Fels in der Brandung“, sagt Trainer Stefan Schult. Neu ist, dass die Bölkower in der neuen Saison wohl im monatlichen Wechsel in Mühl Rosin und Krakow am See trainieren und spielen. „So haben alles was davon“, erklärt Schult. Für ihn sei wichtig, dass sich die neu zusammengewürfelte Mannschaft nun erst einmal finde. „Nach einem halben Jahr weiß man dann, wo man steht. Es wird auf jeden Fall eine harte Staffel“, sagt Stefan Schult.

Auch für die Bützower wird das Unterfangen Landesklasse sicherlich eine ganz andere Hausnummer als in der Kreisoberliga, in der sie mit nur einer Niederlage aufgestiegen sind. Mit dem TSV Goldberg treffen sie in der neuen Saison auf einen Gegner, der eigentlich schon abgestiegen war. In der Staffel II der Landesklasse hatten neben dem FSV Einheit Ueckermünde (Rückzug schon vor dem 1. Spieltag der Saison 2018/19) im Nachgang der Saison auch der TuS Neukalen, der PSV Röbel-Müritz und der SV Brunn ihren Rückzug erklärt. Dadurch hielt der TSV Goldberg als bester 14. im Vergleich der drei weiteren Staffeln die Klasse.

Die Saison 2019/20 beginnt mit dem 1. Spieltag am Wochenende vom 3./4. August. In der Verbandsliga eröffnen der Malchower SV und der FSV Kühlungsborn bereits am 2. August (20 Uhr) den Punktspielreigen in der landeshöchsten Spielklasse. Das Jahr 2019 endet am 14./15. Dezember mit dem 16. Spieltag (Auftakt der Rückserie). Nach der Winterpause wird der Spielbetrieb am Wochenende vom 22./23. Februar wieder aufgenommen. Der 30. und zugleich letzte Spieltag ist in allen Herren-Spielklassen auf Landesebene für den 6. Juni (Verbandsliga, Landesliga West, Landesklasse II und IV) bzw. den 7. Juni 2020 (Landesliga Ost, Landesklasse I und III) terminiert.

Landesklasse: Sechs Teams steigen ab

Einem durch die Mehrheit der Vereine befürworteten Beschluss entsprechend werden die Landesligen sowie die Landesklassen ab der Saison 2020/21 nur noch eine Stärke von 14 statt bisher 16 Mannschaften haben. Diese Verringerung bringt in den zugehörigen Staffeln jeweils eine erhöhte Zahl der Absteiger in der aktuellen Spielzeit mit sich. Demnach steigen die Mannschaften auf den Plätzen 13 bis 16 der Landesliga sowie den Plätzen 11 bis 16 der Landesklassen ab. „Ziel ist es für jeden, mindestens Zehnter zu werden“, sagt Tom Hagemann. Veränderungen aufgrund des Absteigens von Mannschaften aus der NOFV-Oberliga, dem Rückzug von Mannschaften oder momentan nicht vorhersehbarer Ereignisse sind möglich.

Die Spielpläne für die drei Spielklassen auf Landesebene werden in der kommenden Kalenderwoche veröffentlicht.



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