Handball : Herber Rückschlag im Kellerduell

Die Bützower Handballer um Oliver Maegdefessel (Nr. 6) enttäuschten gegen den SV Einheit Demmin.
Die Bützower Handballer um Oliver Maegdefessel (Nr. 6) enttäuschten gegen den SV Einheit Demmin.

Bützower Handball-Männer verlieren Heimspiel gegen den SV Einheit Demmin mit 24:25 (12:13)

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17. Januar 2016, 15:39 Uhr

Anstatt in der Handball-MV-Liga einen Befreiungsschlag zu landen, stecken die Männer des TSV Bützow nach der 24:25-Heimniederlage gegen den SV Einheit Demmin nun wieder mitten drin im Abstiegskampf. „Das ist nicht das, was wir wollten. Ich bin richtig angefressen“, sagt Bützow Trainer Wolfgang Koch nach der doch überraschenden Pleite.

Überraschend war auch die Spielweise der Demminer. Mit einem 4:2-Abwehrsystem stellten die Gäste den TSV vor einige Probleme. Er kam in der Offensive kaum zum Zuge und lief dementsprechend ständig einem Rückstand hinterher. Vorne fehlte die Durchschlagskraft und hinten bekamen die Bützower den Demminer Mittelmann nicht in den Griff, der das Treiben dort verrückt machte. Allerdings machte auch die Einheit-Sieben viele Fehler, weshalb die Gastgeber nie den Anschluss verloren. Über die Stationen 4:6 und 7:9 gelang den Bützowern beim 9:9 sogar wieder der Ausgleich. Zur Halbzeit waren aber die Demminer knapp vorne (13:12).

Für den TSV war also noch alles drin, wenn er denn endlich mal die Fehler minimieren würde. Der Druck, dieses Spiel gewinnen zu müssen, lastete aber weiterhin auf den Schultern der Hausherren, die teilweise nervös wirkten und sich dadurch viel zu einfache Fehler leistete. Demmin baute die Führung auf 16:19 bzw. 19:23 aus. Die Bützower sahen da schon wie der sichere Verlierer aus, doch dann packte sie der Kampfgeist. Dass im Handball nicht immer die Technik, sondern auch mal der Wille den Unterschied machen kann, bewiesen die Warnowstädter in der Schlussphase. Sie egalisierten den Rückstand und gingen beim 24:23 sogar in Führung. Anschließend bot sich die Chance zum 25. Treffer, die aber liegen gelassen wurde und der Gast stattdessen den Ausgleich warf. Es lief bereits die letzte Spielminute, als der TSV im Angriff den Ball verlor und die Demminer einen letzten Vorstoß wagten. Nach einem Foul am Kreis bekamen sie einen Strafwurf zugesprochen, der 15 Sekunden vor Schluss verwertet wurde. Dem TSV lief dann die Zeit davon. Er schaffte es nicht, die Einheit-Deckung zu durchbrechen und sank nach dem Schlusspfiff enttäuscht zu Boden.

„Demmin hat verdient gewonnen, das muss man so anerkennen. Wir müssen aus diesem Spiel lernen und unsere Erfahrungen sammeln, gegen solch ein Abwehrsystem Lösungen zu finden“, sagt Wolfgang Koch. Dass der TSV im kommenden Spiel beim Tabellenführer Stralsunder HV II jedoch in die Erfolgsspur zurück findet, ist aber nicht zu erwarten. „Das wird natürlich ganz schwer“, sagt Koch.

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