TSV Bützow : Glücksgriff in der Transferperiode

Läuft künftig im Bützower Trikot mit der Rückennummer 9 auf:  Felix Engert
Läuft künftig im Bützower Trikot mit der Rückennummer 9 auf: Felix Engert

Felix Engert verstärkt die Landesliga-Elf des TSV Bützow / 20-Jähriger kommt vom Chemnitzer FC II

svz.de von
27. Juli 2014, 16:58 Uhr

Die Landesliga-Elf des TSV Bützow war in Sachen Neuzugänge in der Sommerpause so erfolgreich wie noch nie. Mit der Verpflichtung von Felix Engert gelang Trainer Helge Marquardt sogar ein echter Transferhammer. Der 20-Jährige kommt von der Drittliga-Reserve des Chemnitzer FC an die Warnow und stand bei den Sachsen kurz vor seinem Profidebüt. „Ich sollte gegen Darmstadt eingewechselt werden, doch dann hat der Spielverlauf etwas dagegen gehabt. Ein Spieler von uns war gelb-rot-gefährdet, deshalb musste der Trainer taktisch anders reagieren“, erklärt Engert. Insgesamt fünf Jahre trug er das Trikot der Chemnitzer, trainierte zuletzt mindestens einmal die Woche bei den Profis. „Da ist der Fußball viel schneller. Man hat keine Zeit, abzuschalten. Die Belastung ist zudem höher“, erklärt Engert den Unterschied zum Amateurfußball, den er in Zukunft wieder betreiben will, obwohl der Offensivakteur auch die Aufmerksamkeit anderer Klubs auf sich zog. Doch der gebürtige Rostocker lehnte Angebote von Regional- und Oberliga-Teams ab, entschied sich stattdessen für einen Wechsel nach Bützow, weilte mit dem Team schon im Trainingslager in Neuruppin. Schon dort machte Felix Engert deutlich, dass er ein echter Glücksfall für die Mannschaft ist. Charakterlich und sportlich gesellte er sich auf Anhieb ganz oben in der Mannschaft ein. Seine beiden Treffer im Test beim MSV Neuruppin waren zum Zunge schnalzen. Engert selbst freut sich schon auf das Wiedersehen. „Ich habe eine sympathische Mannschaft kennen gelernt und freue mich, dass ich hier spielen kann“, sagt Felix Engert.

Vom Laufstil erinnert er ein wenig an Bayern-Star Xherdan Shaqiri. 1,83 Meter groß und 80 Kilogramm schwer – der TSV-Neuzugang ist nur schwer zu halten, weil wuchtig, wendig und dribbelstark. Dass er diese Qualitäten glücklicherweise künftig für die Bützower einbringt, ist auch der Freundschaft zu TSV-Akteur Philipp Hempel „geschuldet“. Beide kennen sich aus dem Nachwuchs des FC Hansa Rostock und stehen auch heute noch in engem Kontakt. „Wir haben schon immer gesagt, dass wir irgendwann gerne noch einmal zusammen spielen möchten“, sagt Felix Engert. Da er nun ab Oktober ein Studium bei der Polizei in Güstrow anfängt, stand dem Wunsch nichts mehr im Wege. Ein weiterer Aspekt ist die Familie, denn Felix Engert wird im November zum ersten Mal Vater, will dann auch mehr Zeit für Freundin und Kind haben. Deshalb entschied er sich letztlich gegen die „größeren“ Vereine und für den TSV. In den kommenden Testspielen kommt Felix Engert aber erst einmal nicht zum Einsatz, weil er noch in Chemnitz wohnt und den Umzug organisieren muss. Frühestens zum ersten Punktspiel, vielleicht auch ein, zwei Wochen später, steht er den Bützowern dann voll zur Verfügung und lässt dann hoffentlich Tore sprechen.

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