Hallenfußball : Glorreiche Schnapsidee

Die Bützower „Aufstiegshelden“ sahnten beim Sywan-Cup kräftig ab: Drei Trophäen heimste das TSV-Team um Robert Grabowski, Steve Bärmlicj, Philipp Keup, Frank Fust, Stefan Kuchenbecker, Johannes Belosa, Trainer Mario Kuska (hintere Reihe von links), Christian Urgast, Andre Krüger und Jan Algner (vordere Reihe von links) ein.
Die Bützower „Aufstiegshelden“ sahnten beim Sywan-Cup kräftig ab: Drei Trophäen heimste das TSV-Team um Robert Grabowski, Steve Bärmlicj, Philipp Keup, Frank Fust, Stefan Kuchenbecker, Johannes Belosa, Trainer Mario Kuska (hintere Reihe von links), Christian Urgast, Andre Krüger und Jan Algner (vordere Reihe von links) ein.

Hallenfußball: Bützower „Aufstiegshelden“ von 2011 gewinnen den Sywan-Cup der Schwaaner Eintracht

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06. Januar 2020, 05:00 Uhr

Normalerweise trifft sich die Bützower Verbandsliga-Aufstiegsmannschaft von 2011 nur noch einmal im Jahr zum Fußball spielen, nämlich beim vereinsinternen Silvesterturnier. So auch vor wenigen Tagen vor dem Jahreswechsel. Nachdem dort der erste Platz bejubelt werden durfte, kam die Truppe nach einigen Kaltgetränken auf die glorreiche „Schnapsidee“, beim Sywan-Cup der Schwaaner Eintracht mitzumachen, denn dort fehlte noch ein Team, um das Achterfeld zu komplettieren. Dass die TSV-Kicker nach wie vor ganz gut mit dem Ball umgehen können und längst noch nicht in die Jahre gekommen sind, stellten sie am Ende eindrucksvoll unter Beweis. Gleich drei Preise räumten die Bützower ab. Die wertvollste Auszeichnung war der Pokal des Turniersiegers, des Weiteren sicherte sich Routinier Christian Urgast die Torjägerkanone und Jan Algner wurde zum besten Turnierspieler gewählt.

Diesen Dreifacherfolg mussten sich die ,,Aufstiegshelden“ von einst aber hart erarbeiten, geschenkt wurde ihnen nichts. Lediglich die Gruppenphase überstanden die Bützower relativ mühelos. Im Auftaktspiel gegen den VfB Traktor Hohen Sprenz war der Kreisoberligist nur zu Beginn ebenbürtig, ging sogar in Führung. Der TSV drehte das Spiel aber und gewann am Ende mit 4:2. Dann wartete mit der Inklusionsmannschaft des FC Hansa Rostock ein Gegner auf die Bützower, der alle Sympathien auf seiner Seite, sportlich aber nicht wirklich etwas entgegenzusetzen hatte. Das 8:0 war für die TSV-Truppe deshalb auch kein Gradmesser, immerhin war nach dem zweiten Gruppenspiel schon das Weiterkommen gesichert. Gegen die Schwaaner Eintracht II, die ebenfalls schon für das Halbfinale qualifiziert war, ging es aber noch um den Gruppensieg. Eine Nullnummer reichte schließlich den Bützowern aufgrund des besseren Torverhältnisses für Platz eins.

In der Gruppe A blieb es bis zum Schluss spannend. Dem SV Grün-Weiß Jürgenshagen hätte im letzten Duell gegen die TSG Neubukow ein Remis gereicht, um in die Runde der letzten Vier einzuziehen, doch durch eine 0:2-Niederlage rutschte das Team noch auf Rang drei ab. Nutznießer war die erste Mannschaft der Schwaaner Eintracht, die nach der 1:3-Auftaktpleite gegen Neubukow bis zum Schluss zittern musste.

Für beide Teams des Gastgebers war dann aber im Halbfinale Schluss. Während sich die zweite Vertretung zunächst der TSG Neubukow nach einer Nullnummer im Siebenmeterschießen geschlagen geben musste, unterlag die erste Mannschaft dem TSV Bützow knapp mit 0:1. Hier setzte sich das glücklichere Team durch und ebnete den Weg für die Erfolgsgeschichte. Im Finale zeigte der TSV bis zur 2:0-Führung seine beste Turnierleistung, geriet auch nach dem Anschlusstreffer nicht richtig ins Wanken. Vielmehr verpassten es die Bützower, das Ergebnis deutlicher zu gestalten und verdienten sich den Turniersieg redlich. Gekrönt wurde der erste Rang durch die weiteren Auszeichnungen während der Siegerehrung, die Siegfried Kobs vom Turniersponsor zusammen mit Eintracht-Präsident Ralf Loheit vornahm. ,,Für uns als Gastgeber war das eine rundum gelungene Sache, auch wenn beide Mannschaften im Halbfinale unglücklich ausgeschieden sind. Dass Bützow stark ist, konnte man sich vorher schon ausrechnen. Dagegen haben mich die jungen Neubukower überrascht“, so das Fazit von Ralf Loheit. Ausschließlich lobende Worte fand auch Aufstiegstrainer Mario Kuska, der es sich nicht nehmen ließ, seine Bützower Mannschaft vor Ort zu unterstützen. ,,Schön zu sehen, dass die Jungs es noch können. Erfahrung und Klasse haben sich am Ende gegen die jungen Wilden durchgesetzt. Dass Frank Fust mit 45 Jahren noch bei den Männern nicht nur mithält, sondern sich auch durchsetzt, halte ich für außergewöhnlich. Am schönsten ist eigentlich seit vielen Jahren das Gefühl, dass das eine echte Bützower Mannschaft ist.“



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