Fußball-Verbandsliga : Erster Teilerfolg mit fadem Beigeschmack

Emotionsgeladen: Nach einem rüden Foul an Christian Urgast ist die Bützower Bank um Trainer Helge Marquardt außer sich.
Emotionsgeladen: Nach einem rüden Foul an Christian Urgast ist die Bützower Bank um Trainer Helge Marquardt außer sich.

TSV Bützow holt am zehnten Spieltag der Fußball-Verbandsliga beim SV Görmin den ersten Punkt (1:1), fühlte sich aber durch den Schiedsrichter benachteiligt

von
28. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Am zehnten Spieltag der Fußball-Verbandsliga feierte der TSV Bützow seinen ersten Punktgewinn. Doch so richtig Freude wollte bei den Warnowstädtern nach dem 1:1 im Kellerduell beim SV Görmin nicht aufkommen. Zu sehr haderten sie mit den vergebenen Torchancen, aber auch mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns.

Bereits nach zwei Minuten gab es den ersten herben Dämpfer für den TSV: die Gastgeber gingen nach einer augenscheinlich einstudierten Eckenvariante, an deren Ende ein Görminer aus dem Rückraum unbedrängt abschließen konnte, mit 1:0 in Führung. Im Vergleich zu den vergangenen Spielen verloren die TSV-Männer jedoch nicht den Kopf und ließen sich nicht von dem frühen Rückstand beirren. Viel eher nahmen sie Gegner und Umstände an und erspielten sich ein optisches Übergewicht. Dies gelang so gut, dass die Görminer sich bereits nach guten zehn Minuten zu Zeitspielen hinreißen ließen. Man sah: Die Görminer wussten um die immense Bedeutung der frühen Führung, waren sie doch spielerisch nicht auf Augenhöhe. Nach dem ersten schön zu Ende gespielten Angriff markierte schließlich Kevin Kleindorff den 1:1-Ausgleichstreffer. Zuvor segelte eine Flanke von Tony Lübke an Freund und Feind durch den Strafraum, ehe Kleindorff am langen Pfosten genau richtig stand. In der Folge stellte sich das erwartete Spiel ein: Die Bützower hatten wesentlich mehr Ballbesitz, hatten jedoch auch leichte Probleme mit dem körperlichen Spiel der Görminer. Es fehlte schließlich in dieser Phase an der notwendigen Konsequenz im letzten Drittel beziehungsweise vor dem Tor. So dauerte es bis zur 44. Spielminute, als Felix Moritz aus kurzer Distanz, aber spitzem Winkel den Ball nur an den Außenpfosten des Görminer Gehäuses brachte. Auch wenige Sekunden danach hatte Lübke noch eine sehr gute Gelegenheit, doch blieb es beim 1:1-Pausenstand.

Die Görminer verteidigten weiterhin leidenschaftlich und körperbetont, während die Bützower unermüdlich anrannten und um Lösungen bemüht waren. Unglücklicherweise gesellte sich zu den vergebenen Torchancen im Laufe der Partie auch noch einiges Pech mit Schiedsrichterentscheidungen in Schlüsselszenen der Partie. Nicht nur einmal kombinierten sich die Bützower in den Görminer Strafraum, nicht nur einmal kam im Anschluss ein Bützower im Strafraum zu Fall. Einzig der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus, es erhärtete sich der Eindruck, dass er dieses Spiel, das gerade auch von außen sehr aufgeheizt war, nicht durch einen (an sich berechtigten) Elfmeterpfiff entscheiden wollte. Ebenso verpasste es der Schiedsrichter auch, nach einem klaren überharten Einsteigen von hinten in die Beine von Christian Urgast direkt vor der Bützower Bank den roten Karton zu ziehen. Gipfel des Ganzen war dann die Aberkennung eines augenscheinlich regulären Tores von Urgast, der den im Anschluss folgenden Freistoß per Kopf ins Tor verlängerte. Der Unparteiische sah aber ein Stürmerfoul eines Bützowers. So blieb den TSV-Männern um Trainer Helge Marquardt unter dem Strich nur, sich einigermaßen über einen Punkt zu freuen, der sich in Anbetracht des Spielverlaufs dennoch definitiv eher wie zwei verlorene Punkte anfühlte.

TSV Bützow: Andreas Möller – Kevin Stübke, Maximilian Marquardt, Max Körting, Paul Puskeiler - Raik Loßau (82. Charly Frenzel), Christian Urgast, Thorben Medau, Tony Lübke - Kevin Kleindorff, Felix Moritz (72. Dennis Milbratz)


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen