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Lokaler Sport Bützower Zeitung

22. November 2017 | 02:56 Uhr

Handball : Erfolgsserie unterbrochen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Handball-MV-Liga Frauen: TSV Bützow verlor nach zuletzt vier Siegen in Folge gegen den Rostocker HC II mit 23:25 (12:13)

Es wäre zu schön gewesen, die kleine Serie fortzusetzen, doch die Handball-Frauen des TSV Bützow mussten nach vier Pflichtspielsiegen in Folge gegen den Rostocker HC II mal wieder eine Niederlage hinnehmen. Kleiner Trost: In der Besetzung, in der die Gäste antraten, können sie fast jede Mannschaft der MV-Liga schlagen. Die Bützower Frauen hatten es aber selbst in der Hand, denn chancenlos waren sie nicht. Der Unterschied bestand nur in Nuancen.

Für beide Seiten war es nicht leicht, Tore aus dem gebundenen Spiel zu erzielen. Doch die Bützowerinnen machten es den Gegnern auf andere Weise leicht. So verhinderten Pfostenwürfe und Lattenkracher sowie auch technische Fehler ein ums andere Mal erfolgreiche Abschlüsse, weshalb die Gäste gnadenlos Konter laufen konnten. Gut war, dass es den Gastgeberinnen trotzdem gelang, den Anschluss zu erzielen. Beim 9:8 ging der TSV das erste Mal in der Partie selbst in Führung. Diese hielt jedoch nicht lange. Der RHC glich nicht nur aus, sondern erzielte nun vier Tore in Folge zum 9:13-Zwischenstand. Bützows Trainer Jürgen Klink nahm prompt eine Auszeit. Die Einstellung der Mannschaft änderte sich, was sich im 12:13-Halbzeitstand widerspiegelte.

Hoch motiviert ging es in die zweite Hälfte. Julia Kretschmer und Celina Bollow-Garlipp setzten dort an, wo sie kurz vor der Pause aufgehört hatten. Es folgte das 13:13. Isabell Duwe legte zwar erneut vor, dann begann aber die beste Phase der Bützowerinnen. Der TSV ging nicht nur mit 15:14 in Führung, sondern baute diese sogar um drei Tore zum 18:15 aus. Das war es dann aber auch schon. Der RHC arbeitete sich wieder heran. Nora Leonhardt aus der ersten Rostocker Mannschaft war nun nicht zu bremsen. Sie hatte nicht nur großen Anteil daran, dass die Gäste zum 18:18 ausglichen (42.), sondern war auch in der ganz heißen Phase zum Schluss äußerst agil. Die Trainerin der Drittliga-Reserve nahm in der 52. Minute beim 21:21 selbst eine Auszeit. In der Folge übernahmen nur noch die drittligaerfahrenen Spielerinnen Isabell Duwe, Leonhardt und Justine Schwarz Verantwortung. Beim 23:22 erhielten die Gäste einen 7-Meter-Wurf zugesprochen, den die glänzend aufgelegte Stefanie Praetzel klasse parierte. Letztlich im Nachfassen glich aber Leonhard zum 23:23 aus (56.). Der nächste Angriff der Heimmannschaft ging schief. Er wurde zu früh abgeschlossen. Der Gegentreffer ließ nicht lange auf sich warten. 23:24 und Klink nahm in Minute 57:51 eine Auszeit. Die bewirkte wieder eine bessere Abstimmung und einen Ballverlust der Gäste, den Celina Bollow-Garlipp und Julia Kretschmer liefen. Celina konnte nur noch durch ein böses Foul durch kräftigen Stoß in den Rücken gebremst werden, sie verlor beim Sturz zu Boden auch den Ball, den Kretschmer allerdings aus vollem Lauf aufnahm und in Richtung einer großen Lücke in dem noch nicht sortierten Deckungsverband der Hansestädterinnen weitertrieb. Die Unparteiischen pfiffen den noch möglichen Konter ab, um das Foul an Celina mit einer 2-Minuten-Strafe zu ahnden. Das war in Minute 58:38. Eigentlich eine Chance für Bützow, denn den Rest der Spielzeit mussten die Rostockerinnen in Unterzahl spielen. Der nächste Angriff des TSV scheiterte an der Torhüterin. Den gegnerischen Angriff konnte Bützow eigentlich durch ballorientierte Abwehr erobern. Celin Kellert wollte auch sofort den Konter durch Einwurf von der Außenlinie einläuten. Cindy Dünow war auch schon in aussichtsreicher Position, doch diesmal hatten die Unparteiischen nicht wahrgenommen, dass eine Rostockerin den Ball zuletzt berührt hatte. So wurde Einwurf irrtümlich für die Gäste gegeben. Die schlossen über Leonhard fünf Sekunden vor dem Schlusssignal zum 23:25-Endstand ab.

„Man sieht an der Dramatik dieses Schlussverlaufes, dass es im Handball manchmal auf Kleinigkeiten ankommt, manchmal ist auch Pech dabei, doch es hat sich in den vergangenen Wochen die Stärke unserer Mannschaft herauskristallisiert. Wir sind den Leistungsträgern dieser Liga ebenbürtig“, sagt Bützows Trainer Klink. Co-Trainerin Katrin Horke sah selbstkritisch das Unvermögen mitte der zweiten Halbzeit. „Wir hätten die drei Tore Vorsprung nicht hergeben dürfen. Dass wir die Gäste da wieder ins Spiel kommen lassen, hat uns das Genick gebrochen.“

TSV Bützow: Stefanie Praetzel und Yvonn Jäger – Julia Kretschmer (5 Tore), Selina Blumrich, Anne Behning (2), Patricia Sachs, Celina Bollow-Garlipp (7), Katrin Horke (4), Celin Kellert (3), Cindy Dünow, Anna Herbst (2), Josefine Schreier


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