Handball : Enttäuschung nach Pokal-Aus

In seinem letzten Spiel für den Schwaaner SV gelangen Bernt Kratkey (am Ball) im gestrigen Pokalhalbfinale gegen den Ribnitzer HV vier Treffer. Für den Finaleinzug reichte es trotzdem nicht.
In seinem letzten Spiel für den Schwaaner SV gelangen Bernt Kratkey (am Ball) im gestrigen Pokalhalbfinale gegen den Ribnitzer HV vier Treffer. Für den Finaleinzug reichte es trotzdem nicht.

Handball-Männer des Schwaaner SV verloren gestern das Halbfinale gegen den Ribnitzer HV mit 23:26 (8:12)

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08. Mai 2017, 05:00 Uhr

Es hat nicht sollen sein für die Handball-Männer der Schwaaner SV im gestrigen Landespokal-Halbfinale gegen den Ribnitzer HV. In der zu diesem Zeitpunkt mit knapp 400 Zuschauern gefüllten Sport- und Kongresshalle in Güstrow musste sich der MV-Ligist seinem Ligakonkurrenten mit 23:26 (8:12) geschlagen geben. „Wir sind riesig enttäuscht, hatten uns mehr vorgenommen“, sagt René Burghardt vom Schwaaner Trainer-Team. Der SSV musste ohne Chefcoach Detlef Lankowski auskommen. Der Lehrer weilt mit seiner Schulklasse auf Klassenfahrt in Italien.

Was die Schwaaner Mannschaft vor allem in Durchgang eins anbot, hätte Lankowski ganz sicher nicht gefallen. „Die erste Halbzeit haben wir wieder einmal verpennt, wie schon so oft in der Saison“, ärgert sich René Burghardt. Bis zum 1:1 (3.) war die SSV-Welt noch in Ordnung, doch dann klappte bei den Gastgebern fast nichts mehr. Leistungsträger Marcel Frieser verwarf zum Beispiel einen freien Konter sowie einen Siebenmeter. Die Quittung war ein zwischenzeitlicher 1:5-Rückstand (11.). Es konnte einem zu diesem Zeitpunkt angst und bange um die Schwaaner werden, die sich jedoch nach und nach etwas besser in die Partie reinkämpften und auch von der ebenfalls hohen Fehlerquote der Ribnitzer profitierten. Trotzdem wuchs der Rückstand auf 3:9 an, weil die Schwaaner in der 19. Minute in doppelter Unterzahl agierten. Diesen Sechs-Tore-Rückstand (6:12) verkürzte der SSV kurz vor der Pause immerhin noch auf 8:12.

Für die Schwaaner war also noch alles möglich, doch die ersten sieben Minuten nach dem Seitenwechsel zerstörten dann fast schon die Finalträume. Fünf Tore in Folge der Ribnitzer sorgten für eine kleine Vorentscheidung, denn neun Tore aufzuholen, schien zu diesem Zeitpunkt unmöglich. „Wir haben aber gezeigt, dass es besser geht. Auch wenn wir zehn Minuten Anlaufschwierigkeiten hatten, die letzten 20 Minuten waren wir gleichwertig, konnten dann auch ordentlich aufholen“, sagt René Burghardt. Nach dem 13:22 rückte der SSV peu à peu ein Stückchen dichter an den RHV heran. Vielleicht waren die Ribnitzer beim 20:26 (57.) schon zu Siegessicher, aber die Schwaaner gaben sich noch nicht auf. Neben drei weiteren Treffern vergaben sie jedoch gute Chance, um noch weiter zu verkürzen. „Auch in dieser Situation sind wir nicht cool genug und lassen noch zu viel liegen. Hundert Prozent Ausbeute muss dann sein, wenn du das Spiel noch reißen willst. Die Abwehr war über das ganze Spiel relativ stabil, aber vorne haben wir einfach nicht das gemacht, was wir machen sollen. Somit ist natürlich der verdiente Sieger, über die 60 Minuten gesehen, Ribnitz“, so die Analyse von René Burghardt. Es reichte also am Ende nicht ganz, dennoch wahrten die Schwaaner zumindest in der zweiten Halbzeit ihre Gesicht und können nun die wohlverdiente Sommerpause genießen.

Schwaaner SV: André Froriep, Benjamin Humke – Arne König (4/2 Tore), Christian Graf (2), Paul Kröger (2), Bernt Kratkey (4), Felix Elsner, Tommy Jung (1), Marcel Frieser (2/1), Jean Gruszka, Mick Zöllig, Daniel Langberg, Sascha Stolze (7/1), Steffen Strube (1)

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