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Handball-Bezirksliga : Der letzte Schwaaner Angriff sitzt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Handball-Bezirksliga: A-Junioren des SSV gewinnen beim Doberaner SV mit 23:22 (15:11)

Dank eines unbändigen Willens gewannen die A-Junioren des Schwaaner SV ihr Auswärtsspiel in der Handball-Bezirksliga beim Doberaner SV mit 23:22. Spielerisch glänzte der Nachwuchs aus der Warnowstadt nicht, im Gegenteil, er offenbarte deutliche Defizite. Doch das glich die Mannschaft durch eine großartige kämpferische Einstellung aus. Das war der Schlüssel zum erneuten Erfolg im Derby gegen die Doberaner, die zwar mit voller Kapelle antraten, dem SSV aber die Punkte nicht streitig machen konnten.

Von den nur acht Feldspielern quälten sich mit Florian Hildebrandt und Richard Conrad zwei angeschlagene Schwaaner Akteure durch die 60 Minuten, obwohl sie gar nicht oder nur eingeschränkt trainierten. Zudem zeigte sich Eric Krone in guter Form, und dass obwohl er seit Monaten ohne Training ist, nur zu den Spielen am Wochenende anreist. Schwaan erwischte einen super Start in diese Partie, zog dem Gastgeber durch gute Abwehrarbeit schnell den Zahn und lag nach knapp sechs Minuten mit 5:0 in Front. Doberans Trainer nahm seine Auszeit, doch der Gast war zunächst weiter spielbestimmend. Dann stotterte der Angriff des SSV und die Einheimischen legten deutlich zu. Nach fünf Treffern in Folge des DSV reagierte Schwaans Trainer Detlef Vogt beim Stand von 7:7 und versuchte, seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Trotzdem gelang Doberan das 7:8, es blieb aber die einzige Führung im gesamten Spiel für die Heimsieben. Zum Ende der ersten Halbzeit schaffte es Schwaan wieder, mit zwei bis drei Toren in Führung zu gehen, produzierte aber nach wie vor zu viele technische und Regelfehler. Zum Glück brachte Doberan in dieser Phase auch nicht mehr zustande, sodass der SSV seinen Vorsprung mit dem Pausenpfiff auf 15:11 ausbaute.

Die ersten Minuten nach der Pause spielte Schwaan relativ fehlerfrei, enteilte zwischenzeitlich auf fünf Tore (17:12), musste dann aber in der 40. Minute einen herben Rückschlag hinnehmen. Durch eine sehr harte Entscheidung der ansonst gut agierenden Schiedsrichters bekam Thomas Fester eine glatte Rote Karte. Nun hatte der SSV nur noch den Jüngsten im Team, Philipp Bender, zum Wechseln zur Verfügung. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt war klar, dass es mit zunehmender Dauer zu einer Kraftfrage wird. Trotzdem legte Schwaan nochmals vor. Eric Krone und Felix Piontrowski erhöhten auf 21:17, aber noch waren mehr als zehn Minuten zu spielen. Nach dem 21:19 nahm der SSV seine Auszeit, um den Spielern nochmals eine Pause zu geben. Florian Hildebrandt erzielte dann das 22. Tor durch einen schnell ausgeführten Freiwurf, aber Doberan gab sich noch nicht geschlagen. Schwaan war einfach platt und musste in der 59. Minute den Ausgleich hinnehmen. Doch im letzten Angriff fasste sich Richard Conrad ein Herz und warf von Rechtsaußen den Siegtreffer für die Gäste. Ein unglaublich hart erkämpfter Sieg und gerade deswegen hoch verdient.


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