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Rückblick : Den Rasen mit der Straße getauscht

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bützows Fußballerin Kerstin Jenning lief wieder einen Marathon / Wolschons und Buddenhagens starteten u. a. in New York

Der New-York-City-Marathon gilt in Läuferkreisen als das absolute Nonplusultra: wohl die wenigsten der vielen Tausend Marathonläufer auf dieser Welt haben nicht den Traum, einmal den Lauf durch die fünf Stadtteile des Big Apple (Staten Island, Brooklyn, Queens, Bronx und Manhattan) zu absolvieren. Und obwohl inzwischen bis zu 50 000 Läuferinnen und Läufer alljährlich an diesem Wettbewerb teilnehmen, ist es den wenigsten auch vergönnt, sich diesen Traum zu erfüllen.

Für die beiden Bützower Veronika und Dr. Mathias Wolschon vom Lauf- und Radtreff wurde dieser Traum aber wahr. Veronika Wolschon hatte sogar ihren Premierenlauf auf der klassischen Distanz in New York. Und sie hat das Ereignis vom ersten bis zum letzten Kilometer genossen, obwohl zu dem ohnehin nicht leichten – weil sehr hügeligen – Kurs noch ein Sturm allererster Güte hinzukam, der die Läufer insbesondere auf den Brücken fast von den Beinen holte. Wie sie berichtet, war die Stimmung an der Strecke aber grandios. Auch die Läufer, die fünf, sechs oder sieben Stunden benötigten, wurden mit Applaus und Anfeuerung von den Zuschauern ins Ziel „getragen“.

Nach 5 Stunden, 48 Minuten und 26 Sekunden konnte sich Veronika Wolschon die offizielle Finisher-Medaille des NYC-Marathon um den Hals hängen lassen, die ihr Mann Mathias bereits zwei Stunden früher, nach 3:48:57 Stunden, errungen hatte. Die Medaillen werden nun einen Ehrenplatz bekommen, genau wie die von Simone und Volker Buddenhagen aus Penzin, die schon vor drei Jahren beim größten Marathon der Welt unterwegs waren.

Dass man allerdings zum Marathon nicht unbedingt über den großen Teich fliegen muss, bewiesen in diesem Jahr erstaunlich viele weitere Marathonläufer aus Bützow und Umgebung. Schnellster von ihnen war mit Lothar Scholz einer der erfahrenen Marathonis vom Rad- und Lauftreff. In Hamburg benötigte der M-55-er nur 3:33:40 Stunden für die 42,195 Kilometer. Hannes Freymann aus der Klasse der über 50-Jährigen benötigte in Berlin mit 3:38:00 Stunden nur wenig mehr Zeit.

Kerstin Jenning vom TSV Bützow kann man mit Fug und Recht als die erfahrenste Fußballerin auf der Marathondistanz bezeichnen. Seit Jahren ist sie auf den verschiedensten Strecken unterwegs. Diesmal hatte sie beim Rügenbrückenmarathon mit Schiedsrichter Martin Genkel sogar einen Kollegen aus der Fußballerzunft an ihrer Seite. Gemeinsam überliefen sie den Zielstrich in Stralsund und waren überglücklich mit 3:59:34 h unter der begehrten 4-Stunden-Marke geblieben zu sein.

Eine außergewöhnliche Leistung ist die Bewältigung der 42,195 Kilometer in jedem Falle, egal ob dafür nun drei, vier oder fünf Stunden benötigt werden. Darum seien hier auch noch weitere Sportler genannt, die die Marathonstrecke im vergangenen Jahr erfolgreich bewältigten. Dabei erhebt die Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Klaus Rambow (Bützow) 3:46:38 in Hamburg; Klaus-Dieter Mauck (Moisall) 3:51:14 in Ueckermünde; Volker Buddenhagen: 4:06:09 in Hamburg; Ricardo Laasch (beide LTR): 4:06:47 in Berlin; Dirk Lewerenz: 4:22:36 in Dublin; Bernd Kienappel: 5:09:52 in Lübeck.

Überhaupt ist ein Vergleich der Leistungen sehr schwierig, selbst wenn die Strecken exakt vermessen und die Zeiten elektronisch gemessen werden. Nicht nur das Wetter verursacht unterschiedliche Bedingungen, auch das Profil kann zwischen der nahezu tischebenen Weltrekordstrecke von Berlin und dem eher einem Crossparcours gleichenden Profil des Rennsteiglaufes schwanken. Und dann ist da noch das Alter: ältester Marathoni war übrigens der für den SC Laage startende Moisaller Klaus-Dieter Mauck, der die 60 schon überschritten hat.


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