Handball-MV-Liga Männer : Bützower Höhenflug abrupt beendet

Felix Frick und der TSV Bützow erwischten nicht ihren besten Tag.
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Felix Frick und der TSV Bützow erwischten nicht ihren besten Tag.

Am 12. Spieltag verliert Spitzenreiter beim Stavenhagener SV 32:21.

svz.de von
09. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Nach nur einer Woche sind die Handball-Männer vom TSV Bützow die Tabellenführung in der MV-Liga wieder los. Am zwölften Spieltag kassierte die Sieben von Trainer Jörg Schröder erstmals in dieser Saison mehr als 30 Gegentore und verlor das Spitzenspiel beim Vierten, Stavenhagener SV, deutlich mit 21:32. ,,Stavenhagen war einfach heißer als wir. Wir waren absolut chancenlos“, muss Bützows Akteur Jan Dethloff eingestehen.

Dabei machten die Gäste in Halbzeit eins zunächst vieles richtig, zumindest was das Resultat anging. Der TSV lag von Anfang an in Führung und hielt die Stavenhagner bis zum 11:8 auf Distanz. Dann nahmen die Hausherren eine Auszeit, die den Bützowern gar nicht schmeckte. Stavenhagen stellte um. Jan Dethloff wurde, wenn die Warnowstädter im Angriff waren, von den Gastgebern offensiv gedeckt. Fortan fehlten der Schröder-Truppe die spielerischen Mittel, um die Heimsieben zu bekämpfen. In der Offensive traf sie oftmals die falschen Entscheidungen und stellte die Kombination nahezu ein. Wenn die Bützower mal zum Abschluss kamen, leisteten sie sich zu viele Fehlwürfe, die der Aufstiegsaspirant aus Stavenhagen zunächst in eine 12:8-Führung ummünzte und schließlich zur Pause 13:12 vorne lag.

Davon erholten sich die Bützower dann nicht mehr. Angetrieben von dem fanatischen Heimpublikum, bauten die Hausherren ihren Vorsprung in Durchgang zwei kontinuierlich aus. Bei den Gästen spielten auch teilweise die Nerven nicht mit. ,,Ich hatte das Gefühl, dass sich einige Spieler von der Atmosphäre haben beeindrucken lassen“, sagt Dethloff. Selbst das Prunkstück der TSV-Mannschaft, die Abwehr, konnte das Debakel nicht mehr abwenden. Von den Vorderleuten teilweise im Stich gelassen, flogen den Bützower Keepern, Torsten Wild, Martin Strigun und Chris Schröter, die Bälle nur so um die Ohren. Sie parierten zusammen nur acht Versuche der Stavenhagener. Letztlich versagten die Gäste im Kollektiv und hielten dem Druck der Gastgeber nicht stand. Über die Zwischenstände von 16:12, 22:16, 26:18 quittierten die Bützower am Ende eine 21:32-Niederlage.

Trotz der Packung gehen beim TSV die Köpfe nicht runter. ,,Es hat einfach alles nicht gepasst. Wir haben gegen die beste Mannschaft der MV-Liga verloren. Wenn die immer so spielt, ist sie ein würdiger Aufsteiger. Wir haben trotzdem eine sehr gute Hinrunde gespielt, die lassen wir uns von keinem schlecht reden. Wenn uns vor der Saison einer gesagt hätte, dass wir so weit oben stehen, hätten wir das sofort unterschrieben“, weist Dethloff auf die sehenswerte Bilanz der Bützower nach zwölf Spieltagen hin. Für den TSV war es erst die zweite Niederlage. Am kommenden Sonnabend empfangen die Warnowstädter in heimischer Halle den SSV Einheit Demmin. ,,Wir wollen noch einmal alle Kräfte bündeln, dieses Spiel gewinnen und eine tolle Hinrunde krönen“, so die Kampfansage von Dethloff. Anschließend lässt die Truppe das Jahr in der ,,Mühle“ bei der Weihnachtsfeier ausklingen. Vorher hofft die Mannschaft aber noch auf lautstarke Unterstützung von den Rängen der Wilhelm-Schröder-Sporthalle. Anwurf am Sonnabend ist um 17 Uhr.



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