Fußball : Bützow rutscht ans Tabellenende

Emotionales Duell: Das Verbandsliga-Spiel zwischen dem TSV Bützow und FC Anker Wismar war von zahlreichen Zweikämpfen geprägt, auch das eine oder andere Wortgefecht blieb nicht aus, so wie zwischen TSV-Kicker Tony Lübke (r.) und Wismars Guilherme Lima. Schiedsrichter Florian Koch (l.) versucht, die Situation zu beruhigen.
Emotionales Duell: Das Verbandsliga-Spiel zwischen dem TSV Bützow und FC Anker Wismar war von zahlreichen Zweikämpfen geprägt, auch das eine oder andere Wortgefecht blieb nicht aus, so wie zwischen TSV-Kicker Tony Lübke (r.) und Wismars Guilherme Lima. Schiedsrichter Florian Koch (l.) versucht, die Situation zu beruhigen.

Fußball-Verbandsliga, 5. Spieltag: TSV nach dem 1:2 gegen den FC Anker Wismar als einziges Team noch ohne Punktgewinn

Kopf Robert Grabowski.JPG von
16. September 2019, 05:00 Uhr

Als einziges Team steht der TSV Bützow in der Fußball-Verbandsliga nach dem fünften Spieltag noch ohne Punkt da und ziert demzufolge das Tabellenende. Nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Anker Wismar (SVZ berichtete kurz) gibt es aber immerhin Hoffnung, dass es schon bald mit den ersten Zählern klappen könnte. „Auf die ersten 55 bis 60 Minuten kann man ganz gut aufbauen. Das müssen wir jetzt auch, denn die nächsten Spiele kommen und die Gegner werden nicht einfacher“, bleibt TSV-Trainer Helge Marquardt trotz der fünften Niederlage am Stück positiv.

Nach den zurückliegenden Negativergebnissen in der Liga wählte er gegen Wismar eine defensive Taktik, um erst einmal das eigene Tor abzusichern. „Aufgrund der Situation haben die Jungs das sehr clever gemacht und gut gestanden“, lobt Bützows Coach. Zumindest wurden die Gäste weitestgehend vom TSV-Strafraum ferngehalten, die Partie spielte sich meistens im Mittelfeld ab. Etliche Zweikämpfe prägten das Bild, es ging ordentlich zur Sache. Die Anker-Elf zeigte dabei die bessere Spielanlage, fand aber kaum ein Mittel gegen die Bützower Defensive. Diese Abwehrarbeit kostet jedoch viel Kraft, sodass der TSV aus den Balleroberungen kein Kapital schlagen konnte. „Wir haben gezeigt, dass wir nervös sind und haben nach Ballgewinnen viele Fehlpässe gespielt, denen wir dann wieder hinterher gelaufen sind“, sagt Helge Marquardt. Die Prämisse, hinten nichts zuzulassen, ging aber auf. Und eine Minute vor dem Seitenwechsel hatten die Bützower sogar Grund zum Jubeln. Paul Puskeiler brachte einen Eckball scharf vor das Anker-Tor, wo Wismars Marcel Ottenbreit das Spielgerät per Kopf ins eigene Tor lenkte. Der anschließende Pausenpfiff kam für den TSV dann eigentlich genau richtig, um mal wieder durchzuatmen.

Taktisch veränderte er für die zweite Hälfte auch nichts, wobei der Zugriff nicht mehr so gelang wie gewollt. Trotzdem hatten die Hausherren das 2:0 auf dem Kopf, doch Kapitän Felix Moritz zielte knapp daneben. „Wenn wir das Tor machen, kriegt die Mannschaft, glaube ich, einen zweiten Schub“, mutmaßt Marquardt. Doch so hinterließ der läuferische Aufwand seine Spuren, die Kraft und Konzentration ließ nach. Der FC Anker hingegen startete einen Angriff nach dem nächsten und verdiente sich in der 55. Minute den Ausgleich, indem Leon Lingk eine Flanke einnickte. Dieser Treffer gab den Gästen zusätzlichen Schwung, während sich die Bützower kaum noch befreien konnten. „In der letzten halben Stunde konnten wir nicht mehr viel entgegensetzen. Da zeigt sich dann auch, dass wir wieder mit einigen verletzten Spielern ins Spiel gegangen sind“, erklärt Helge Marquardt, warum seine Mannschaft einen Einbruch erlebte. Mit etwas Glück hielt der TSV lange Zeit das Unentschieden, doch dann verschätzte sich Torhüter Bartosz Szajkowski bei einem Eckball und lenkte den Ball auf den Kopf von Sahid Wahab, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 1:2-Siegtreffer einköpfte (80.). „Aufgrund der letzten halben Stunden geht der Sieg für den FC Anker Wismar auch in Ordnung“, so die Meinung von Helge Marquardt.

Viel Zeit, dieser Niederlage nachzutrauern, bleibt nun nicht, denn am kommenden Sonnabend sind die Bützower beim FSV Einheit Ueckermünde (4. Platz/10 Punkte) gefordert.

TSV Bützow: Bartosz Szajkowski – Philipp Schönbrunn, Thorben Medau, Maximilian Marquardt, Max Körting, Paul Puskeiler, Dorian Buczek, Kevin Stübke, Felix Moritz (59. Dominik Nawrot), Tony Lübke, Philipp Meier (84. Charlie Frenzel)

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