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Bützow : Brüder-Trio im Fußball-Fieber

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Noah, Domenic und Lucas Wiechmann jagen dem runden Leder hinterher und bestimmen den Zeitplan der Großfamilie aus Bützow

Die Wiechmanns aus Bützow sind eine fußballverrückte Großfamilie. Mit Lucas, Domenic und Noah sind derzeit gleich drei Söhne aktiv – und das auch noch in unterschiedlichen Vereinen. „Außer montags ist jeden Tag Training“, erzählt Vater Dirk, der seinen Sprösslingen das Fußball spielen quasi mit in die Wiege legte. „Ich habe damals in Tarnow angefangen, später dann in Zernin gekickt. Schon bei mir in der Familie haben alle Fußball gespielt“, sagt der ehemalige Hobbykicker. Mittlerweile tritt er aber nicht mehr selbst gegen den Ball. „Das brauche ich auch nicht, ich habe ja trotzdem noch genug mit Fußball zu tun“, sagt der 41-Jährige.

Neben seinen drei Söhnen zieht er zusammen mit seiner Frau Sandra auch noch zwei Töchter, Michelle und Estelle, groß. Weiterer Nachwuchs ist nicht zu erwarten. „Die Familienplanung ist abgeschlossen“, sagt Dirk Wiechmann. Mit fünf Kindern kommen die Eltern aber auch kaum zur Ruhe. „Bei uns ist immer Action“, sagen sie. Das hätten sie damals vor 14 Jahren, als Sohn Lucas zur Welt kam, wohl selbst nicht gedacht. Mit ihm startete schließlich der Fußball-Hype in der Familie, denn bereits im Alter von vier Jahren jagte Lucas dem runden Leder hinterher. Anfangs in Zernin, kurze Zeit später beim FSV Rühn. Seit der G-Jugend durchlief er alle Jugendmannschaften des Vereins, kickt inzwischen in der C-Jugend. Doch der Mittelfeldspieler verlässt in diesem Sommer den Klub und wechselt nach Satow. „Ich will endlich mal mit einer Mannschaft über eine längere Zeit zusammen bleiben“, begründet der 14-Jährige seinen Schritt. Aufgrund seines Jahrgangs (1999) ist Lucas eine Art Springer, wechselt jährlich die Mannschaft. Rein logistisch bringt der Wechsel für seine Eltern einen Mehraufwand mit sich, doch die Fahrerei zum Training und zu den Spielen sei geregelt. „Die Großeltern unterstützen uns dabei“, sagt Dirk Wiechmann. Fußballerisch ist Lucas ja schon in die Fußstapfen des Vaters getreten, beruflich will er es auch. „Ich will Maurer werden“, sagt Lucas, Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule.

Von solchen Plänen ist Bruder Domenic noch weit weg. Der Neunjährige vom TSV Bützow kann sich stattdessen noch voll auf sein Hobby, den Fußball konzentrieren. Eines hat er aber mit seinem älteren Bruder gemeinsam, denn auch er erlernte in Rühn das Fußball-Abc. Im vergangenen Winter entschloss sich Domenic aber für einen Wechsel zum TSV Bützow, war beim FSV nicht mehr glücklich. Nun habe er wieder richtig Spaß am Fußball, sagt Papa Dirk.

Als Dritter im Bunde hat auch Noah das Fußball-Fieber erwischt. Der 1,25 kleine Wirbelwind ist sogar mit so viel Talent gesegnet, dass der FC Hansa Rostock am Nachwuchs-Talent vom FSV Rühn nicht vorbeischauen konnte und ihn jetzt an die Ostsee lotste. „Hansa hatte ihn schon im vergangenen Jahr gesichtet, doch da haben wir nein gesagt, das war uns noch zu früh“, sagt Dirk Wiechmann. Geplatzt war der Traum von Noah, bei seinem Lieblingsverein kicken zu dürfen, aber nicht, denn nun trainiere er schon seit einigen Wochen in Rostock und wurde super aufgenommen. Zwei Mal pro Woche muss er zum Training an die Nachwuchsakademie.

Um alles unter einen Hut zu bekommen, müssen sich Dirk und Sandra auch aufteilen, denn es gehe nun mal nicht, immer zusammen unterwegs zu sein, auch wenn sie es gerne hätten. Das Fußball-Leben ist aber leider kein Wunschkonzert, dafür aber die schönste Nebensache der Welt – zumindest für die drei Söhne.

 

 

 

 

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