Handball : Auf den SSV warten schwere Zeiten

Steffen Strube war der einzige Schwaaner Akteur, der die Schweriner Abwehr vor Probleme stellte.
Steffen Strube war der einzige Schwaaner Akteur, der die Schweriner Abwehr vor Probleme stellte.

Handball-MV-Liga Männer, 15. Spieltag: Schwaaner SV – SV Mecklenburg Schwerin II 25:36 (12:24)

von
10. Januar 2016, 17:58 Uhr

Auch im fünften Pflichtspiel in Folge setzte es für die Schwaaner Handball-Männer in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga eine Niederlage. Gegen den SV mecklenburg Schwerin II setzte es eine 25:36-Heimniederlage. Die Gastgeber hatten von Beginn an kaum eine Chance gegen das junge Reserveteam des Drittligisten aus der Landeshauptstadt. Auch an diesem Spieltag konnte das SSV-Trainerteam nur auf eine arg begrenzte Zahl von Spielern zurück greifen. Darunter nur ein Rückraumspieler, drei Torhüter, von denen Benny Humke als Feldspieler agierte, mit Philip Bender ein A- Jugendlicher und Marc Hennings aus der Zweiten.

Die Gäste aus Schwerin starteten wie die Feuerwehr. Schon in den ersten Minuten zeigten sich die Vorteile in der Schnelligkeit und im Durchsetzungsvermögen im Eins-gegen-Eins. Hinzu kam, dass die Schwaaner Männer im Angriff immer wieder versuchten, auf den gut abgeschirmten Kreisspieler zu passen und in den ersten zehn Minuten nicht ein Zuspiel glückte. Diese von den Gästen abgefangenen Bälle wurden in schnelle Konter umgesetzt, die trotz einer ausgezeichneten Torhüterleistung von Paul Sternberg über die Stationen 0:4, 2:6 zum 3:8 in der zehnten Minute mündete. In der dann vom Schwaaner Trainer Detlef Lankowski genommenen Auszeit wurden die Schwaaner Spieler nochmals ermahnt, den Ball mehr zu spielen und Bewegung zu initiieren. Diese Vorgabe wurde allerdings nur bis zur 17. Minute umgesetzt. Der SSV verkürzte auf 8:11. Dann erhöhten die Stiere ihr Tempo und gestalteten ihre Abwehr noch offensiver, was prompt bei den angreifenden Schwaanern wiederum leichte Ballverluste provozierte und der Schweriner Zwischenspurt über die Zwischenstände von 9:16 und 10:19 zum Pausenstand von 12:24 endete. Damit war das Spiel bereits entschieden.

Im zweiten Durchgang schalteten die Schweriner einen Gang zurück. Da die Schwä(ä)ne aber keine Mittel fanden, im Angriff, bis auf einige Einlaufsituationen, Erfolg zu erzielen und die Abwehr nun vollends auseinander brach, zogen die Gäste unaufhaltsam ihre Kreise. Hinzu kam ein dilettantisches Passspiel der Schwaaner Truppe. Die Stationen 14:28 (38. Min) und 17:33 (48.) waren ein Beleg dafür. Eine schwere Verletzung eines Gastspielers ließ die Hauptstädter kurz inne halten und der SSV konnte auf 23:34 (55.) verkürzen. Dann ließen beide Seiten das Spiel in den letzten fünf Minuten ausklingen.

Für das Team von der Beke ist abzusehen, dass schwere Zeiten auf sie zukommen. Zwar gab es auch in den vergangenen Jahren schon beim SSV die Probleme mit den vielen Spielerausfällen, aber dass wie in diesem Jahr die drei Aufbaupositionen nicht zwei Mal hintereinander in der gleichen Aufstellung spielen konnten, ist nicht zu kompensieren. Hinzu kommt, dass in der ersten Spieljahreshälfte bereits sieben verschiedene Personen auf der Aufbaumitte gespielt haben und auch die meisten anderen Positionen kaum Konstanz in der Besetzung aufweisen. Dass so keine qualitativ ansprechende Leistung geboten werden kann, ist erklärbar. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass der Kader sich wieder auffüllt und endlich wieder angepasste Trainingseinheiten möglich sind.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen