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Rückblick : Auf den letzten Drücker gerettet

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Fußball-Kreisoberliga: Schwaaner Eintracht schafft spät den Klassenerhalt / FSV Rühn muss in die Kreisliga runter

Die Fußball-Kreisoberliga-Saison 2013/14 ist wieder Geschichte und endete mit einem unrühmlichen Abgang der Rühner Männer, die den Klassenerhalt nicht packten. Mit nur 23 Punkten aus 28 Partien kamen die Schützlinge von Trainer Maik Wegner als 14. und somit Vorletzter ins Ziel. Zum Verhängnis wurde dem FSV vor allem die eklatante Auswärtsschwäche. Nur vier von 42 möglichen Zählern ergatterten die Rühner in der Fremde und waren somit in dieser Statistik ganz unten zu finden.

Es ist aber egal, in welche Statistik man guckt, der FSV war einfach in allen Belangen in der vergangenen Saison nicht Kreisoberligatauglich. Ob die Anzahl der Siege (7), der Niederlagen (19), der geschossenen Tore (41) oder der Gegentreffer (89) – überall ist die Mannschaft nur im unteren Tabellendrittel zu finden.

Ein Grund der Misere ist vor allem die angespannte Personalsituation der Mannschaft. Es gab kaum eine Partie, in der Maik Wegner mal seine Bestbesetzung auf’s Feld schicken konnte. Mit Angreifer Robert Schlicht brach zudem vor der Saison ein Spielertyp weg, der in dieser Liga Spiele alleine entscheiden kann, wenn er fit ist. Doch ein Kreuzbandriss in der Sommervorbereitung bremste ihn aus. Diesen Verlust konnten die Rühner nie kompensieren. „Uns fehlte die Durchschlagskraft nach vorne“, kritisierte Maik Wegner schon während der Saison. Selbst nach der Genesung Schlichts besserte sich die Lage kaum, weil dem Angreifer noch Spielpraxis und Wettkampfhärte fehlten. Allein an dem Fehlen des Stürmers ist der Absturz natürlich nicht festzumachen. Viel eher müssen sich seine Kollegen an die eigene Nase fassen, die nur selten ihr Leistungsvermögen abriefen, wenn sie denn da waren. Stattdessen fehlten ständig einige Stammkräfte – meistens berufs- oder verletzungsbedingt. Dadurch sind auch die Schwankungen der Ergebnisse zurückzuführen. Mit allen Kickern an Deck wäre der Klassenerhalt sicher drin gewesen. Doch das war halt nur selten der Fall.

Die Konsequenz lautet nun Kreisliga statt Bezirksliga, wo der FSV vor wenigen Jahren noch ein Zeichen setzte.

So auch die Schwaaner Eintracht, die mittlerweile auch in der Kreisoberliga angekommen ist und sich auf den letzten Drücker vor dem Gang in die Kreisliga rettete. Nach den relativ erfolgreichen Vorjahren fanden die Schwaaner in der abgelaufenen Spielzeit einfach nicht in die Spur. „Das war das erste Jahr, in dem wir richtig Probleme hatten. Das hatte vor allem personelle Ursachen“, sagt Eintracht-Präsident Ralf Loheit. Nach Platz zwei und drei in den Jahren zuvor fehlten plötzlich Leistungsträger wie Karsten Schuchna. Einige andere Spieler dachten zudem, es gehe von selbst. Doch weit gefehlt. Gerade in der Hinserie schienen bei den Schwaanern die Lichter auszugehen. Mit 13 Punkten hieß die bittere Realität Abstiegsplatz. „Im Winter haben sich dann aber erste und zweite Mannschaft zusammengerauft, das gab den erhofften Schub“, sagt Ralf Loheit. Außerdem übernahm Jörg Rickert das Zepter des Cheftrainers und verlieh der Truppe von Außen neue Impulse. Nach der Winterpause ging es stetig bergauf für die Warnowstädter, dennoch musste bis zum vorletzten Spieltag gezittert werden, weil auch die Konkurrenz fleißig punktete und der Rückstand aus der Hinrunde erst einmal aufgeholt werden musste. Wie es zur Saison passt, mussten die Schwaaner im letzten Heimspiel gegen den FSV Krakow am See auch noch bis zur letzten Sekunde zittern, ehe Maik Peters, der zusammen mit dem reaktivierten Christopher Doss wieder zu alter Stärke fand, das 1:0 erzielte und seiner Mannschaft ein weiteres Jahr in der Kreisoberliga sicherte. Angesichts der starken Rückrunde auch verdient, denn diese beendete die Eintracht auf Rang vier.

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