Laufsport : Auf Anhieb ein ganz tolles Rennen

Katharina und Thomas Bohnsack vom Lauf- und Radtreff Bützow absolvierten in Berlin erstmals einen Marathon und überraschten mit schnellen Zeiten.
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Katharina und Thomas Bohnsack vom Lauf- und Radtreff Bützow absolvierten in Berlin erstmals einen Marathon und überraschten mit schnellen Zeiten.

Katharina und Thomas Bohnsack vom Lauf- und Radtreff Bützow liefen bei ihrem ersten Marathon Top-Zeiten

Regelmäßig zum Jahreswechsel treten nicht nur die Statistiker auf den Plan, auch viele Menschen lassen das vergangene Jahr ganz für sich allein Revue passieren und schmieden Pläne für die kommenden 365 Tage.

Besonders interessant ist das für die Sportler, die ihre Erfolge aufzählen und neue Ziele angehen können. Dabei sind diejenigen im Vorteil, deren Sport exakt nach Metern, Sekunden, Kilogramm oder ähnlichen Werten gemessen wird. Das ist in der Leichtathletik der Fall, und die längste olympische Laufstrecke, der Marathon, fasziniert dabei ganz besonders. Wenn auch die Zahl der Sportler aus der Region Güstrow-Bützow-Teterow, die die 42,195 Kilometer in Angriff nehmen, schon seit Jahren nahezu konstant um die 40 pendelt, so kommen doch auch immer wieder neue Namen hinzu, die diejenigen ersetzen, die aus Altersgründen, der Gesundheit wegen oder aber weil sie einfach keine Lust mehr haben, sich dieser Strapaze auszusetzen, nicht mehr in den Ergebnislisten auftauchen.

Neue Namen sind beispielsweise Katharina und Thomas Bohnsack vom Lauf- und Radtreff Bützow. Die beiden Passiner sind sicher in der Hundeszene bekannte Spezialisten, aber auch beim Laufen wird nichts dem Zufall überlassen. Ende September, beim größten Marathon Deutschlands in Berlin am Start, machten sie auf Anhieb ein ganz tolles Rennen. Sie machten nicht den Anfängerfehler, den Marathon viel zu schnell anzugehen, sondern bewältigten die lange Distanz in relativ gleichmäßigem Tempo, benötigten für den Kilometer immer um die fünf Minuten. Ausgezeichnete Zeiten waren im Ziel der Lohn. Thomas Bohnsack knackte mit 3:29:57 Stunden sogar die Dreieinhalb-Stundengrenze – von tausenden Läufern heiß begehrtes Ziel. Sogar noch etwas höher aber ist die Leistung von Katharina Bohnsack einzuschätzen. Nur knapp drei Minuten später, nach 3:3255 Stunden erreichte sie das Ziel hinter dem Brandenburger Tor und setzte sich damit deutlich an die Spitze der insgesamt sieben Marathonläuferinnen der Region.

Bei den Männern kann sich dieses Prädikat Paul Bentzel anheften. Der Schwaaner siegte nicht nur beim 11. Bützower Citylauf im Hauptlauf über zehn Kilometer, sondern hat sich auch auf der ganz langen Strecke zu einem Spezialisten entwickelt. Beim Rügenbrückenmarathon erreichte er das Ziel in Stralsund nach 2 Stunden, 57 Minuten und 1 Sekunde. Er war damit exakt eine Minute schneller als Altmeister Frank Schütz (LSV Güstrow), der mit seinen 58 Jahren (!) noch auf 2:58:01 h – erzielt beim Haffmarathon in Ueckermünde – verweisen kann.

Marathon ist eben ganz offenbar das Metier der erfahrenen Generationen. Nicht einer der ermittelten Läufer war jünger als 30 Jahre. Dafür so einige, die die 60 bereits überschritten haben. Unter ihnen mit Klaus Rambow (Bützow/3:19:09 h), Lothar Scholz (LRT Bützow/3:29:56 h) und dem Moisaller Klaus-Dieter Mauck (4:12:28 h) immerhin drei Seniorensportler aus dem Bützower Bereich, die noch dazu bemerkenswerte Leistungen erzielten. Letzterer ging übrigens nicht nur einmal an den Start, sondern hat neben seiner in Stralsund erzielten Bestleistung auch noch Rostock, Neubrandenburg und Luxemburg auf dem letztjährigen Marathonzettel.

Wohl jeder der Marathonis könnte viele Geschichten über seinen Lauf der Läufe erzählen. Eine tolle Leistung ist die Bewältigung der über 42 Kilometer allemal. Darum soll die Auflistung der Läufer auch nicht nach den erzielten Zeiten erfolgen, sondern – wie schon gute Tradition – in alphabetischer Reihenfolge.


Die erfolgreichen Marathonis der Saison 2017

Frauen: K. Bohnsack (W35/LRT Bützow) 3:32:55 Stunden, J. Fischer (40/SC Laage) 4:37:39, N. Fischer (45/Tri Fun Güstrow) 4:32:31, St. Gewiese (35) 4:10:22, M. Gießler (35) 4:22:47, P. Grobbecker (45/alle SCL) 4:18:51, C. Neumann (35/TF) 4:51:04

Männer: F. Bauske (55/LSV Güstrow) 3:57:54 Stunden, P. Bentzel (30/Schwaan) 2:57:01, M. Boden (40/LSV Teterow) 3:29:55, T. Bohnsack (40/LRT) 3:29:57, V. Buddenhagen (50/LRT) 4:36:18, W. Drews (60/LSV G.) 4:53:51, H. Freymann (50/Bützow) 3:49:50, A. Fuchs (60/LSV G.) 4:19:11, M. Genkel (35/FFW Schwaan) 4:32:10, B. Jänike (50/SCL) 3:19:44, R. Kähler (45/LSV G.) 3:03:11, A. Kühn (30/Teterow) 3:27:28, S. Lindhorst (45/LSV T.) 3:07:21, F. Mäß (60/TF) 4:39:16, K.-D. Mauck (60/LRT) 4:12:28, T. Meier (35) 3:41:00, J. Mellenthin (45/beide TF) 3:43:57, St. Ostertag (50/SCL) 3:57:12, J. Raddatz (50/LSV G.) 3:21:21, K. Rambow (60/Bützow) 3:19:09, N. Schmiedeberg (50/TF) 3:03:43, L. Scholz (60) 3:29:56, S. Scholz (30/ beide LRT) 3:20:33, T. Schönfuß (30/LF Neu Sammit) 3:51:49, St. Schröder (40/Krakow a. S.) 4:24:09, O. Schulz-Nieber (45/SCL) 4:26:34, F. Schütz (55/LSV G.) 2:58:01, R. Seidel (30/SCL) 4:29:26, N.-St. Utke (45/LSV T.) 3:16:12, G. Wehrle (55/TF) 5:52:39, M. Wolschon (50/LRT) 3:27:42, T. Würfel (30/LSV T.) 4:07:48, P. Zettel (55/LSV G.) 3:37:53


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