Fünf-Seen-Lauf Schwerin : Auch ohne Lankow ein toller Lauf

Tolle Kulisse: Nach den Starts geht’s beim Fünf-Seen-Lauf wie immer vorbei am Schweriner Schloss
1 von 4
Tolle Kulisse: Nach den Starts geht’s beim Fünf-Seen-Lauf wie immer vorbei am Schweriner Schloss 

34. Schweriner Fünf-Seen-Lauf kann auch ohne hügelige Zielankunft bei den Startern punkten

svz.de von
08. Juli 2018, 20:30 Uhr

Kann der Fünf-Seen-Lauf erstmals nach 33 Jahren ohne die Zielankunft in Lankow bestehen? Das war die große Frage, die sich am Sonnabend nicht nur die Organisatoren des Traditionslaufes stellten. Und er kann – das hat zumindest die 34. Ausgabe des Kultlaufes in großen Zügen bewiesen. Die Zahlen sprechen für sich: 2791 Läuferinnen und Läufer erreichten in diesem Jahr auf satten fünf Strecken das Ziel am Bertha-Klingberg-Platz. Das sind über 400 mehr, als noch im vergangenen Jahr.

Die tummelten sich vor allem auf den zwei neuen Strecken, der Seemeile (1852 m) für Kinder und den fünf Kilometern, die mit dem neuen Konzept des Fünf-Seen-Lauf-Vereins erstmals im Programm waren. Stichwort neues Konzept: Das musste aufgrund der Baumaßnahmen der beruflichen Schule Technik in Lankow notgedrungen aufgesetzt werden. Die Chance, sich damit einer neuen Läuferschar zu öffnen, die hat der Fünf-Seen-Lauf genutzt.

Premiere: 150 Kinder starteten bei der erstmals durchgeführten Seemeile.
habi
Premiere: 150 Kinder starteten bei der erstmals durchgeführten Seemeile.
 

Michael Fuchs war schon über 20 Mal dabei. Die Zielankunft in Lankow, die fehlte ihm schon ein bisschen. „Aber es geht ja nicht anders. Deswegen wegbleiben kommt nicht in Frage“, so der Schweriner. Beschwerden, der Lauf würde ohne Lankow seinen Charme verlieren und austauschbar werden, gab es im Vorfeld einige. Die meisten, die in diesem Jahr am Start waren, störte der „neue“ Fünf-Seen-Lauf aber nicht. „Wer Berge sehen will, der soll nach Thüringen gehen“, befand Wolfram Mil kurz und knapp und sprach damit vielen aus der Seele. Auch der Wegfall der 30 Kilometer war kein großes Problem. „Viele alte Läufe gehen ja jetzt eher zum Halbmarathon. Das finde ich für den Fünf-Seen-Lauf besser, kann es doch im Juli immer sehr warm werden. So muss man neun Kilometer weniger abspulen“, war Jörg Biesold aus Cottbus gar ein wenig froh über die Streckenkürzung.

Jeder der ins Ziel kam, wie hier Ronald Apitz, Mark-Richard Ostwald und Britta Michaelsen wurde bejubelt.
habi
Jeder der ins Ziel kam, wie hier Ronald Apitz, Mark-Richard Ostwald und Britta Michaelsen wurde bejubelt.

Bützower Trio meisterte den Halbmarthon

So zog der Halbmarathon auch einige Bützower Läufer in der Landeshauptstadt. Als 55. erreichte zum Beispiel Klaus Rambow das Ziel. Die 21,0975 Kilometer spulte er in 1:38:34 Stunde ab. Ein paar Minuten später erreichten auch Sebastian und Lothar Scholz das Ende. Sebastian wurde 83. (1:42:07) und Lothar 94. (1:43:52).

Die zahlreiche Läuferinnen und Läufer haben sich dann auch schnell mit den neuen Strecken entlang des Franzosenweges und des Faulen Sees angefreundet. Überhaupt war der 34. Fünf-Seen-Lauf sehr kurzweilig, gut organisiert und charmant wie eh und je. So gab es für die Zuschauer immer etwas zu erleben. Hier ein Start, da eine Zielankunft. Und zwischendurch für die Kinder ein Softeis und für die Erwachsenen ein Bier – alkoholfrei versteht sich.

Mathias Ahrenberg gewann den Halbmarathon der Herren.
habi
Mathias Ahrenberg gewann den Halbmarathon der Herren.
 

Das Konzept des Fünf-Seen-Lauf-Vereins scheint aufgegangen zu sein, auch wenn immer Platz für kleine Verbesserungen bleibt. Mit der 34. Ausgabe steht jetzt aber fest, dass der Fünf-Seen-Lauf auch ohne Lankow eine Schweriner Attraktion bleibt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen