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Kampfsport : Antonia Goga erreicht Höhepunkt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Gebürtige Bützowerin holt sich in der Rostocker Ospa-Arena die Deutsche Meisterschaft in der Kampfsportart K1

von
erstellt am 05.Okt.2015 | 15:20 Uhr

Antonia Goga hat es geschafft. Nach monatelanger Vorbereitung mit einer eisernen Disziplin und Willensstärke holte sie sich in der Rostocker Ospa-Arena die Deutsche Meisterschaft in der Kampfsportart K1 der Frauen in der Verbandsliga der WKN (World Kickboxing Network) im Vollkontakt. „Ich bin überglücklich und stolz, mein Ziel erreicht zu haben. Mein komplettes Umfeld ist megastolz auf mich. Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen und sogar wildfremde Menschen gratulierten mir“, sagt die gebürtige Bützowerin. Auch in den sozialen Netzwerken erntet sie derzeit viel Lob von allen Seiten.

Der Erfolg war allerdings ein hartes Stück Arbeit. „Meine Gegnerin war Frederike Häntschel aus Plauen in Sachsen, die ich im Februar schon einmal als Gegnerin hatte. Auch da gewann ich den Kampf, auch wenn niemand damit gerechnet hat, weil sie mehr Kämpfe und Erfahrung hat. Sie wollte einen Rückkampf. Dementsprechend war sie im zweiten Kampf sehr bissig. In der zweiten Runde traf ich hart ihre Nase, die sehr stark blutete, und fast hätte ich sie geschlagen, wäre nicht der Gong ertönt. In der letzten Minute der vierten Runde hat sie mir mit ihrem Ellbogen einen Cut über der linken Augenbraue gegeben. Trotzdem konnte ich weiterkämpfen“, sagt Goga, die durch diesen „Treffer“ auch heute noch gezeichnet ist. „Nachdem Kampf wurde die Wunde mit vier Stichen genäht. Aber nun geht es mir gut“, sagt Antonia Goga.

Na klar, mit einem Sieg lassen sich die Schmerzen sicherlich leichter ertragen. Außerdem stellte sie ja auch das Rostocker Publikum zufrieden, von dem sie dann auch gebührend gefeiert wurde. „Es war eine unglaubliche Veranstaltung mit ungefähr 1000 Zuschauern. Die Atmosphäre und das Publikum waren bombastisch und haben mich und jeden anderen Kampf lautstark angefeuert“, sagt Goga.

Genossen wurde der Sieg, gefeiert jedoch nicht mehr groß. „Weil ich nach der körperlichen und der psychischen Belastung sehr erschöpft war“, sagt Goga, die nun mit ihrem Freund Florian erst einmal Urlaub macht. Die gemeinsamen Stunden kamen in den vergangenen Monaten ganz einfach zu kurz. Fast täglich trainierte Antonia Goga mit ihrem Trainer David Wachs für ihr großes Ziel – die Deutsche Meisterschaft. Ob Sparring, Sandsacktraining oder Kraft-Ausdauer sowie zusätzliche Laufeinheiten – die 27-Jährige vergoss jede Menge Schweiß.

Für Antonia Goga war es gleichzeitig der letzte Kampf und stellt mit dem Titel und dem dazugehörigen Gürtel den Höhepunkt ihrer „Kampfsport-Karriere“ dar. „Ich gehe nach Berlin, will dort erst mein Fachabi machen und dann studieren“, hatte die ehemalige Leichtathletin des LAV Gymnasium Bützow vor dem Kampf angekündigt.

„Auch wenn es mein letzter Kampf war, werde ich nie aufhören, Sport zu lieben“, sagt Antonia Goga. Der jüngste Titelgewinn bleibt neben all den anderen Erfolgen sowieso unvergesslich.

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