Handball : Aderlass leitet großen Umbruch ein

Trotz des personellen Aderlasses wollen die Bützower Handballer um Trainer Wolfgang Koch ihren Fans in der heimischen Wilhelm-Schröder-Sporthalle weiterhin leidenschaftlichen Sport bieten.
Trotz des personellen Aderlasses wollen die Bützower Handballer um Trainer Wolfgang Koch ihren Fans in der heimischen Wilhelm-Schröder-Sporthalle weiterhin leidenschaftlichen Sport bieten.

Handball-Männer des TSV Bützow backen nach zahlreichen personellen Abgängen in der kommenden Saison kleinere Brötchen

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08. Juli 2015, 11:06 Uhr

Auf Spitzenhandball in der Wilhelm-Schröder-Sporthalle müssen die Anhänger des TSV Bützow in der kommenden Spielzeit wohl verzichten. „Das wird ein ganz anderes Jahr“, dämpft Trainer Wolfgang Koch die Erwartungen nach Platz zwei in der vergangenen Saison. Grund für seine Zurückhaltung ist der personelle Aderlass im Team des MV-Ligisten. Mit Jan Dethloff, Christian Böttner, Tom Koop, Philip Wahl, Robert Heinrich, Martin Rosinke und Thomas Brandt erklärten gleich sieben Spieler ihren Abschied. „Das waren alles Jungs, die das Niveau in den vergangenen Jahren mitbestimmt haben, sie waren absolute Aktivposten“, erklärt Wolfgang Koch die Wichtigkeit dieser scheidenden Kräfte.

Lücke mit Leuten aus der A-Jugend schließen

Zusammen mit Detlef Kröger geht Koch nun den großen Umbruch an und setzt in Zukunft auf junge Spieler. „Wir werden die Lücke mit Leuten aus der A-Jugend schließen“, sagt Koch. Gleichzeitig betont er, dass man deshalb den Anspruch zurückschrauben müsse. „Wichtig wird sein, dass die Jungs mitziehen und entsprechend trainieren. Es gibt zwei, drei Leute, denen ich den Sprung zutraue“, sagt Wolfgang Koch, der seine Mannschaft am Freitag, 17. Juli, zum Trainingsauftakt bittet. In drei Einheiten pro Woche sollen die Spieler bis zum Punktspielstart am Sonnabend, 12. September, bei der SG Parchim/Matzlow fitgemacht werden.

In der neuen Spielzeit wollen sich die Bützower dann im Mittelfeld der Tabelle einordnen. „Platz fünf bis neun streben wir an“, sagt Koch. Der 58-Jährige wolle die Mannschaft nach dem Umbruch erst einmal stabilisieren. So denkt er auch an die Hierarchie innerhalb der Truppe, die nach den Abgängen der erfahrenen Spieler neu wachsen muss. „Jetzt müssen andere Leute Verantwortung übernehmen. Ich denke da an Bernhard Zisler oder Sebastian Kröger. Sie werden nun mehr im Mittelpunkt stehen“, sagt Wolfgang Koch. Hinzu komme Routinier Matthias Lembcke. „Auf ihn konnte man sich aber schon immer verlassen“, lobt Koch seinen ältesten Schützling im Team, der mindestens noch ein Jahr dranhängt.

Niveau der MV-Liga steigert sich deutlich

Die kommende Saison gestaltet sich für den TSV aber nicht nur personell schwierig, sondern auch sportlich. Mit den drei Aufsteigern SV Mecklenburg Schwerin II; Stralsunder HV II und dem Güstrower HV sowie dem Absteiger aus der Ostsee-Spree-Liga, SV Warnemünde, steigert sich das Niveau der MV-Liga nun deutlich. Die Liga ist in der kommenden Saison mit 13 Mannschaften bestückt (bisher 10). Nicht mehr dabei ist der HSV Insel Usedom II, der freiwillig den Gang in die Verbandsliga antrat. „Die Liga ist nun besser und ausgeglichener besetzt. Für uns wird es schwer. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken“, sagt Wolfgang Koch. Als Top-Teams schätzt er Schwerin II und Stavenhagen als aktueller Landesmeister ein. Aber auch den Ribnitzer HV hat er auf dem Zettel. Beim SV Warnemünde müsse man sehen, wie dort die personelle Situation nach dem Abstieg sei. Viele Informationen tragen die Vereine während der Sommerpause nicht nach außen. „Alle halten sich bedeckt“, sagt Koch.

Der TSV-Coach würde auch gerne aufrüsten, doch das gestaltet sich schwierig. „Anders als beim Fußball stehen die Spieler beim Handball nicht Schlange“, erklärt der Bützower das Problem, das aber auch viele andere Vereine haben. Für Koch ist das aber kein Grund zu resignieren.

Erstes Heimspiel gegen den Landesmeister

„Das passt schon alles. Ich freue mich, dass es bald wieder losgeht“, sagt der Trainer, der seine Mannschaft zu Beginn der Vorbereitung vor allem im Bereich der Ausdauer und Kraft schuften lässt. So sollen die Grundlagen geschaffen werden, „um unseren Zuschauern vernünftigen Handball abzuliefern“, sagt Wolfgang Koch. Das erste Mal in der heimischen Wilhelm-Schröder-Sporthalle präsentieren sich die Bützower am 19. September gegen den aktuellen Landesmeister Stavenhagener SV.

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