"Kult zwischen den Jahren"

Rudi Senkpiel läuft nach überstandener Krankheit wieder.
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Rudi Senkpiel läuft nach überstandener Krankheit wieder.

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02. Januar 2010, 08:32 Uhr

Güstrow | Rund 30 Unentwegte zog es Donnerstag zum mittlerweile traditionellen Güstrower Silvesterlauf um den Inselsee. Der Start erfolgte nach dem Zünden einer Rakete. Dann ging es locker und lustig auf die rund 16 Kilometer lange Strecke.

Ältester Teilnehmer war nicht wie so oft Ulrich Köller, sondern Rudi Senkpiel, der in diesem Jahr 80 wird. Köller folgt ihm ein Jahr jünger. Die Güstrower Läuferschar freut sich aber besonders, dass Senkpiel wieder unterwegs ist. Nach überwundener schwerer Krankheit fand der Güstrower über das Walken dieses Jahr zum Laufen zurück. Seit November sieht man ihn regelmäßig in den Heidbergen. "Ich bin wieder so gut drauf, dass ich dieses Jahr am Laufcup teilnehmen werde", erzählte er vor dem Start.

Wie alle, die sich Silvester für diesen Lauf entscheiden, ist es vor allem der Spaß, der sie antreibt, und die Gemeinschaft, in der sich viele übers Jahr bei Läufen trafen, und die auch den letzten Tag im Jahr so ausklingen lassen wollten. Ulrich Köller blickte dabei schon wieder auf die Sommer-Stunden-Laufserie, in der er sich 2009 zum 13. Mal den Pokal bei den Männern holte. "Diesmal soll aber ein anderer dran sein", wünscht er sich. Dieter Werner ist für ihn ein Kandidat. Was allerdings schwer wird, denn wenn Ulrich Köller gesund und munter bleibt, tritt er auch wieder an. Natürlich gut in Schuss, denn Köller läuft dreimal in der Woche und schafft seine 45 Kilometer.

Herzlich begrüßt wurde von allen Ulrich Boddien. Bei dem geht es nach Knieoperation wieder langsam, aber sicher bergauf. "Ich war beim Weihnachtslauf dabei und auch der Silvesterlauf garantiert meine Geschwindigkeit, die ich schaffe", erklärte der Lokalmatador, der seit Jahren in der Läuferszene des Landes vorne mitmischt.

Auch für Roland Herrmann vom Laufsportverein Güstrow, der den Silvesterlauf in der Wendezeit aus der Taufe hob, war gemütliches Laufen angesagt, obwohl der 55-Jährige auch anders kann, was seine Platzierungen beim Laufcup beweisen.

Der absolute Freizeitläufer ohne jeden Wettkampf-Stress ist aber Arnold Fuchs. Der 53-Jährige kam vor zehn Jahren zum Laufen. "Ich fühlte mich damals nicht wohl, suchte die körperliche Herausforderung für die Gesundheit", plauderte er beim Start. Für Fuchs ist der Silvesterlauf "Kult und zwischen den Jahren" und eine willkommene Abwechslung. Arnold Fuchs ist auch Mitglied des LSV und läuft in der Woche drei- bis viermal. 50 bis 60 Kilometer kommen dabei zusammen.

Ohne Verein, aber trotzdem Freizeitläufer aus Überzeugung ist Ingolf Maurer. Der 55-jährige Güstrower war das erste Mal beim Silvesterlauf dabei. Damit komplettierte er seine Güstrower Laufveranstaltungen. Maurer: "Bei allen anderen startete ich bereits."

Auch Sandra Eltschkner hatte Donnerstag ihre Güstrower Silvesterlauf-Premiere. Die 22-jährige gebürtige Rostockerin, die Mitglied im Greifswalder SV 04 ist, war die einzige Frau in dem Feld. Auch für sie war dieser Lauf ein Spaß am Ende eines für sie allerdings sehr erfolgreichen Jahres. Sandra Eltschkner wurde im Laufcup Mecklenburg-Vorpommern bei den Frauen Dritte und in ihrer Altersklasse, der W 20, Erste.

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