Gut in Radsportszene eingestiegen

Dem D.I.R.T.-Team gelang ein vielversprechender Einstieg ins bundesweite Renngeschehen. privat
Dem D.I.R.T.-Team gelang ein vielversprechender Einstieg ins bundesweite Renngeschehen. privat

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09. September 2010, 01:57 Uhr

Hamburg/Ludwigslust | Beim größten Radrennen Europas, den Hamburger Cyclassics, waren unter den mehr als 22 000 Teilnehmern, die an die Startlinie gingen, auch etliche Fahrer aus der Region zu finden.

So meisterte Nachwuchssportlerin Ilka Heber auch ihr zweites Radrennen mit großem Erfolg. Nach ihrem Doppelsieg in Malliß (SVZ berichtete) hatte sie sich diesmal mit einer hochkarätigen Damenkonkurrenz auseinanderzusetzen, angeführt von der mehrmaligen Weltmeisterin Hanka Kupernagel. Ilka startete von ganz hinten auf die 55-km-Runde. Die Zuweisung der Startblöcke orientiert sich immer an den Vorjahresergebnissen, so dass Ilka als Cyclassics-"Neuling" quasi auf sich allein gestellt Tempoarbeit leisten musste. Sie machte das sehr gut, ging dabei über ihre Grenzen. Im Ziel zählte sie als 48. zu den Top 50 im Frauenfeld.

Nicht weniger erfolgreich war das vom Mallisser Radsportenthusiasten Ingo Gehrmann neugegründete D.I.R.T.-Team, das sich ausschließlich aus Sportlern der Region zusammensetzt und auch vorrangig von hiesiegen Sponsoren unterstützt wird, hier seien insbesondere das Vielanker Brauhaus und das Getränkeland Grabow erwähnt. Unter mehr als 100 Mannschaften auf der 55-km-Strecke gelang mit Platz acht ein hervorragender Einstand in das bundesweite Renngeschehen. Für das Team starteten Ingo Gehrmann, Ralf Kühn, Thomas Prieg, Dennis Sorgatz und Sebastian Marks. Grundlage für diesen tollen Erfolg waren sehr gute Einzelplatzierungen jeweils unter den Top 100 ihrer Altersklasse. Damit sollte die Grundlage für eine gute Perspektive gegeben sein. Die D.I.R.T.-Sportler werden zukünftig sicher noch aufhorchen lassen.

Ein weiterer Starter aus dem Kreis war der Möllenbecker Sven Beyer, ein "alter Hase" im Hamburger Renngeschehen, der dort quasi schon ein Dauerabonnement auf Spitzenplatzierungen hat. Da bildete dieses Jahr keine Ausnahme. Beyer forcierte von Anfang an mit weiteren Spitzenamateuren und Radsportlegende Erik Zabel das Tempo, so dass zum Finale von den mehr als 10 000 Startern auf der 100-km-Strecke nur noch eine kleine Gruppe von ca. 30 Fahrern für den Sieg in Frage kam. Angesichts des hohen Tempos galt es, alles aus sich herauszuholen. Um ein Haar wäre das Rennen für den Möllenbecker vorzeitig zu Ende gewesen, als er bereits bei den ersten Positionskämpfen auf Grund der Unkonzentriertheit eines Konkurrenten dessen Pedale im Vorderrad hatte. Mit Glück meisterte er aber diese brenzlige Situation und setzte ca. 900 m vor dem Ziel wieder zu seinem langen Spurt an. Doch der Sturz zweier Konkurrenten brachte Beyer aus dem Rhythmus, so dass er jede Siegchance einbüßte. Am Ende stand ein elfter Gesamtrang zu Buche. Zu Platz eins fehlten keine anderthalb Sekunden. Der zweite Rang in der Altersklasse sicherte ihm aber einen Podiumsplatz.

Ilka Heber wird ihre erfolgreiche erste Saison vielleicht noch mit dem ein oder anderen Rennen im Norden ausklingen lassen und sich dann nach entsprechender Regeneration intensiv auf die neue Saison vorbereiten. Das D.I.R.T.-Team setzt sich auch bereits ehrgeizige Ziele für 2011, will aber ebenfalls bis zum Jahresende noch weitere Wettkampfpraxis sammeln. Sven Beyer wird noch ein paar bundesweite Rennen primär im Westen und Süden für sein Berliner Team BikeKult Cannondale bestreiten.

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