Das Siegen noch nicht verlernt

Entschlossene Polzer Offensivaktionen, wie dieser Schuss von Mannschaftskapitän Thilo Wilkens, besaßen in der ersten Halbzeit Seltenheitswert. Thomas Willmann/Thomas Zenker
Entschlossene Polzer Offensivaktionen, wie dieser Schuss von Mannschaftskapitän Thilo Wilkens, besaßen in der ersten Halbzeit Seltenheitswert. Thomas Willmann/Thomas Zenker

Die Fußballer des SV Blau-Weiß Polz sind fast erwartungsgemäß ins Achtelfinale des Landespokals eingezogen. Allerdings tat sich der Verbandsligist beim zwei Klassen tiefer spielenden Lübtheener SV zumindest eine Halbzeit lang sehr schwer.

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12. Oktober 2009, 07:56 Uhr

Lübtheen | Als "Angsthasenfußball" stufte Mannschaftsbetreuer Alf Bußacker die in den ersten 45 Minuten gezeigte Leistung der Blau-Weißen ein. Das traf es ziemlich genau. Im Dauerregen auf dem Lübtheener Jahn-Sportplatz war fast jeder Polzer Aktion das fehlende Selbstvertrauen anzumerken. Da wurde immer wieder der Weg zurück gesucht. In Richtung gegnerisches Tor lief kaum etwas zusammen.

Die kampfstarke Heimelf nutzte die Verunsicherung, hielt die Partie völlig offen und hatte sogar Chancenvorteile. Als der schnelle Kai Banowski scharf in den Strafraum flankte, konnte ein Polzer Abwehrspieler den Ball mit Mühe noch über die Latte befördern (6.). In der 21. Minute bejubelten die Con corden-Fans das 1:0. Florian Lüders versuchte es aus der Distanz, Mario Kopischke wehrte zu kurz und nach vorne ab, und Chris Brennenstuhl ließ sich diese Chance nicht entgehen. Auch bei einem Schuss von Kai Banowski hatte der Blau-Weiß-Keeper einige Probleme (25.). Thomas Hogh-Predatsch im Lübtheener Tor verlebte dagegen eine geruhsame erste Halbzeit. Er musste nicht einmal ernsthaft eingreifen. Die einzigen brenzligen Situationen bereinigten seine Vorderleute, indem sie sich in Schüsse von Thilo Wilkens (39.) und Sebastian Müller (43.) warfen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Die auf zwei Positionen umgestellte Polzer Mannschaft zeigte sich wesentlich entschlossener und hatte auch das Glück, zu zwei schnellen Toren zu kommen. Zunächst verwertete Enrico Knaack eine präzise Flanke von Stefan Brinkmann per Kopf (47.). Nur zwei Minuten später setzte Arne Pätzold den Ball im Anschluss an eine Ecke zum 1:2 ins Netz.

Mit der Führung im Rücken wirkten die Aktionen des Verbandsligisten wesentlich durchdachter, was nicht heißen soll, dass alles rund lief. Es schlichen sich immer wieder einfache Ballverluste ein, die ein kollektives Kopfschütteln auf der Bank auslösten. Doch als John Mäder nach einer weiteren mustergültigen Brinkmann-Flanke das 3:1 markierte (74.), war das Spiel entschieden.

Stefan Brinkmann und Thilo Wilkens hätten den Vorsprung in der Schlussphase leicht ausbauen können. Der von Oliver Müller mit einem Traumpass in Szene gesetzte Brinkmann verfehlte knapp das Ziel, (80.), der Polzer Kapitän suchte nach sehenswertem Solo nicht selbst den Abschluss, sondern legte auf den klar im Abseits stehenden Arne Pätzold ab (85.).

Nicht ins Bild einer ansonsten von beiden Seiten sehr fair geführten Partie passte die unnötige Rote Karte für Rene Seemann. Erst kurz zuvor eingewechselt, ließ sich der Concorde nach einem klaren Foul verbal in Richtung Schiedsrichter aus und konnte duschen gehen.

Lübtheener SV: Hogh-Predatsch - Helterhoff, Lüth, Köpke, Behrend, Lüders, Wacker, Brennenstuhl, Michalewski, Banowski, Kräuter.

Blau-Weiß Polz: Kopischke - Möller, Hoppe, Leppin (78. Wacker), Ranft, Mäder, Müller, Brinkmann, Pätzold, Wilkens, Knaack (63. Becker).

SR: Männer (Parchim)

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