zur Navigation springen
Lokaler Sport

11. Dezember 2017 | 06:36 Uhr

Aufsteiger das Maß aller Dinge

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Handball-MV-Liga: Reserve-Teams aus Stralsund, Schwerin und Rostock sind aktuell vorne / Abstiegsfrage noch lange nicht geklärt

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 14:41 Uhr

Nachdem zwei Drittel der Saison in der Handball-MV-Liga der Männer rum sind, macht die Liga nun erst einmal eine planmäßige dreiwöchige Pause, wobei der TSV Bützow bereits am 13. Februar wieder gefordert ist, weil das Spiel gegen den SV Mecklenburg Schwerin II vorgezogen wird. Bei der Stiere-Reserve sind die Warnowstädter dann klarer Außenseiter, denn die Landeshauptstädter sind aktuell Zweiter, der TSV Neunter.

Die MV-Liga wird momentan von drei zweiten Mannschaften angeführt, mit dem Stralsunder HV II und eben dem SV Mecklenburg Schwerin II grüßen sogar zwei Aufsteiger von ganz oben, dahinter folgt der HC Empor Rostock II. Für Bützows Trainer Wolfgang Koch ist das aber keine Überraschung: „Das habe ich schon vor der Saison so gesagt. Diese Mannschaften waren schon in der Verbandsliga und im Landespokal sehr gut.“

In seinen Augen profitieren die Reserve-Teams vor allem von der guten Nachwuchsarbeit in den Vereinen. Das spiegelt sich auch in den Kadern dieser Mannschaften wider. „Da spielen viele junge Leute, die eine gute Ausbildung haben“, sagt Wolfgang Koch. Da können die alternden Truppen der anderen Vereine nur noch vereinzelt mithalten, denn mit dem dynamischen Tempohandball haben sie so ihre Probleme. Außerdem, so Wolfgang Koch, seien die Trainingsumfänge in Stralsund, Schwerin und Rostock ganz anders, weil manche Spieler auch bei der ersten Mannschaft trainieren können – und somit auf einem höheren Niveau. „Das wirkt sich natürlich positiv aus“, sagt Koch. Beim TSV Bützow sieht es dagegen anders aus. „Uns fehlt die Breite im Training. Einige Spieler können nur einmal die Woche trainieren, das ist auf Dauer tödlich und unser Problem“, sagt Wolfgang Koch.

Der Bützower Trainer misst sich aber auch gar nicht erst mit den Spitzenteams, sondern guckt auf die direkte Konkurrenz. Im unteren Tabellendrittel könne jeder jeden schlagen. Die Warnowstädter haben von Anfang an den Ball flach gehalten und wussten, dass es in dieser Spielzeit nur um den Klassenerhalt geht. „Wir müssen uns aber langsam sputen, dass wir die nötigen Punkte dafür holen“, sagt Koch.

Während der TSV auf die Situation eingestellt ist, klaffen z.B. in Schwaan Anspruch und Wirklichkeit meilenweit auseinander. Der SSV wollte eine gute Rolle und um die vorderen Plätze mitspielen, rangiert stattdessen aber auf dem vorletzten Tabellenplatz. Ob die Schwaaner und einige andere Teams um den Klassenerhalt bangen müssen, ist aber noch nicht klar. Das hängt von mehreren Faktoren ab. „In den Durchführungsbestimmungen ist es so vorgesehen, dass eine Mannschaft absteigt. Wenn es aber nicht notwendig ist, entscheiden wir darüber“, sagt Thomas Schweder, Vizepräsident Spieltechnik beim Handballverband Mecklenburg-Vorpommern.

Die Mannschaften sind dabei neben den aufstiegsberechtigten Truppen aus der Verbandsliga auch abhängig von den überregionalen Handball-Teams aus M-V. So hängt es davon ab, wie sich der HC Empor Rostock (2. Liga), der Stralsunder HV, SV Mecklenburg Schwerin, HSV Insel Usedom (alle 3. Liga) sowie der HSV Peenetal Loitz (Ostsee-Spree-Liga) in ihren Spielklassen schlagen. Sie alle stecken mitten im Abstiegskampf. Je nach dem, welche Mannschaft absteigen muss, schlägt sich das auf die unteren Ligen aus. Davon hängt auch ab, ob eine Mannschaft aus der MV-Liga ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen will oder kann. „Alle drei Mannschaften haben vor der Saison geäußert, dass sie aufsteigen wollen. Aber auch das müssen wir erst einmal abwarten“, sagt Thomas Schweder. Steigen z.B. Schwerin und Stralsund aus der 3. Liga ab, darf die zweite Mannschaft nicht in die Ostsee-Spree-Liga aufsteigen.

Es wartet also noch eine spannende Restsaison auf die Handball-Männer in Mecklenburg-Vorpommern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen