„Finanzspritze“ vom Land : Jackpot für Lüblower Radballer

von 07. Dezember 2020, 13:30 Uhr

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Bence, Lennard und Willi haben ihre neuen Räder schon bestens im Griff, wie sie bei der offiziellen Übergabe vom Maika Friemann-Jennert an Burkhard Protz demonstrieren.
Bence, Lennard und Willi haben ihre neuen Räder schon bestens im Griff, wie sie bei der offiziellen Übergabe vom Maika Friemann-Jennert an Burkhard Protz demonstrieren.

Über ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk durften sich die Radballer des SVW Lüblow freuen. Es gab sechs neue Räder.

Lüblow | "Die sehen cooler aus und lassen sich besser driften." Für Bence (9), Lennard (9) und Willi (10) steht nach dem ersten Expertentest fest: Die neuen Radballräder, die sie gerade zum ersten Mal ausprobieren durften, sind echt klasse. Ihr Trainer und zugleich Sektionsleiter des SV Wanderlust Lüblow, Burkhard Protz, spricht von einem "Jackpot" für seinen Verein. Gleich sechs neue Räder hat er in der Wöbbeliner Sporthalle aufgebaut. "Wir sind jedes Jahr froh, wenn wir die laufenden Kosten absichern und die weiten Fahrten zu den Meisterschaften und Turnieren abdecken können. Für Anschaffungen bleibt normalerweise wenig übrig. Da sind wir auf Sponsoren und Förderer angewiesen." Hier kommt Maika Friemann-Jennert ins Spiel. Die CDU-Landtagsabgeordnete hatte die Radballer als eines aus dem Strategiefonds des Landes zu förderndes Projekt vorgeschlagen. "Man schaut sich in der Region um. Dabei bin ich auf Sportvereine gekommen, unter anderen bei den Lüblower Radballern gelandet. Wichtig ist mir die Nachhaltigkeit. Und wenn ich die Jungs so in Aktion sehe, denke ich, das war eine sehr gute Entscheidung." Versteckte Kamera oder Verstehen Sie Spaß Burkhard Protz fiel fast vom Glauben ab, als er im Frühjahr einen Anruf von Friemann-Jennert erhielt. "Können Sie Geld gebrauchen?", lautete die einleitende Frage. "Ich hab gedacht, ich bin bei ,Verstehen Sie Spaß' oder ,Versteckte Kamera' gelandet", so seine ungläubige Reaktion. Das sei kein Witz, sie habe da so an fünf neue Räder gedacht. Ein Rest Skepsis blieb: "Sie wissen schon, was die kosten?" Bei der folgenden Antwort sei ihm die Kinnlade endgültig heruntergefallen. "Ja, wir sprechen hier von 10000 Euro." Das anschließende Procedere: Der Sektionsleiter reichte einen Antrag mit entsprechender Projektbeschreibung ein. Nach der positiven Entscheidung durch den Landtag im Frühsommer kam der zustimmende Bescheid vom Landesförderinstitut. Protz musste Angebote von drei Herstellern einreichen. Im August war es soweit. Er durfte "einkaufen" gehen. "Wir arbeiten seit vielen Jahren sehr gut mit einem Hersteller aus der Schweiz zusammen. Als ich bei unserer Bestellung nach ,Mengenrabatt' gefragt habe, ging als Reaktion der Daumen hoch - das kriegen wir hin", freute sich der Radballchef. Das Resultat: Aus fünf wurden sechs Räder, jeweils zwei in den Größen 20, 22 und 24. "Damit können wir uns für den Nachwuchs ganz anders aufstellen." Dass die Lüblower die Räder jetzt selber aus der Nähe von Berlin abholen mussten - darauf hatte man sich mit der Schweizer Spedition als Übergabeort geeinigt -, nahmen sie gern in Kauf. Bence, Lennard und Willi haben sich mit ihren neuen "Arbeitsgeräten" sehr schnell angefreundet. In Wöbbelin (Amt Ludwigslust-Land) durfte in der vergangenen Woche auf Grund des Inzidenz-Wertes unter 50 ja wieder trainiert werden. Ihr sportliches Ziel haben die Jungs klar vor Augen: "Profi werden - sonst wären wir nicht hier." Willi schiebt noch weltmännisch nach: "Natürlich geht es nicht nur ums Gewinnen. Wir wollen auch Spaß haben." ...

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