Wurfhand verletzt : Kraus fehlt mindestens vier Wochen - «Rest-Hoffnung» da

Michael Kraus (r) hat sich an der Wurfhand verletzt.  
Michael Kraus (r) hat sich an der Wurfhand verletzt.  

Dank starker Leistungen in der Handball-Bundesliga hatte sich Michael Kraus zuletzt Hoffnungen auf eine Rückkehr ins Nationalteam zur Heim-WM gemacht. Aber das dürfte sich nun erledigt haben. Trotzdem gibt der 35-Jährige sich kämpferisch.

svz.de von
23. November 2018, 15:03 Uhr

Die ernüchternde Erkenntnis verbreitete Michael Kraus aus dem Bus. Der Handballer des TVB Stuttgart befand sich mit seinen Teamkollegen noch auf dem Rückweg vom 24:29 beim TBV Lemgo, als er ein Foto veröffentlichte, welches das Ende seines Traums von der Heim-WM bedeuten könnte.

Auf seinem Instagram-Profil postete der 35-Jährige ein Röntgendbild seiner rechten Hand, auf dem ein Spiralbruch in der rechten Hand zu erkennen ist. Mindestens vier Wochen wird er seiner Mannschaft dadurch fehlen, wie ein TVB-Sprecher am Freitag sagte. Die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Nationalmannschaft gibt der Weltmeister von 2007 aber noch nicht auf.

«Es ist einfach nur bitter, dass das in der jetzigen Phase passiert, in der bei mir fast alles funktioniert hat», sagte Kraus. «Eine kleine Rest-Hoffnung besteht bei mir noch, dass ich mein Können in diesem Jahr nochmal unter Beweis stellen kann. Alles Weitere muss dann der Bundestrainer entscheiden.» Am 10. Dezember wird Christian Prokop seinen vorläufigen Kader für das WM-Turnier im kommenden Januar bekanntgeben. Eine Nominierung des verletzten Kraus wäre theoretisch möglich, da die DHB-Auswahl erst am 10. Januar mit dem Eröffnungsspiel in Berlin in die WM startet.

Der Spielmacher hatte sich zuletzt dank starker Leistungen in der Liga Hoffnungen auf eine Rückkehr ins Nationalteam gemacht. In den vergangenen vier Spielen waren ihm 45 Tore gelungen, auch in Lemgo standen bis zu seiner Verletzung kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit bereits sieben Tore auf seinem Konto. Prokop hatte jüngst zwar gesagt, dass es trotz Kraus' unerwartetem Leistungshoch keine konkreten Pläne gebe, ihn zur Heim-WM im Januar ins Nationalteam zurückzuholen.

«Aber ich werde einen Teufel tun, hier irgendwo eine Tür zuzuschlagen. Wenn Spieler sich über konstant starke Leistungen empfehlen, dann sind sie auch für Januar nicht wegzuwischen», ergänzte Prokop wenig später beim TV-Sender Sky. Letztmals hatte «Mimi» Kraus Anfang 2015 für die DHB-Auswahl gespielt. Ein Comeback im kommenden Januar ist durch seine Verletzung nun zumindest nicht wahrscheinlicher geworden. Kraus hofft, dass er erstmals am 26. Dezember wieder für den TVB Stuttgart spielen kann.

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