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Leemans kämpft sich zurück auf den Platz : Kein Titan im Baumarkt

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Drei Monate nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch hat Hansa-Kicker Ken Leemans seinen Humor längst wiedergefunden. Am Freitag erhielt Leemans das Okay der Ärzte für einen ersten lockeren Lauf.

svz.de von
erstellt am 04.Aug.2013 | 10:35 Uhr

Rostock | Drei Monate nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch hat Hansa-Kicker Ken Leemans seinen Humor längst wiedergefunden. "Für mich persönlich war das natürlich das I-Tüpfelchen auf eine verkorkste Saison. Aber das ist jetzt Vergangenheit. Ich schaue nur noch nach vorne. Das Bein wird jedenfalls nicht mehr brechen. Da ist ein Nagel drin. Nach der Operation habe ich den Arzt gefragt, ob ich für das andere Bein auch einen bekommen kann, doch er wollte mir keinen geben. Im Baumarkt gibt es auch keine. Ich brauche ja Titan, sonst rostet er. Aber trotzdem, vielleicht haben die Gegner jetzt noch mehr Angst vor mir. Schließlich habe ich einen Nagel im Bein", scherzt der Belgier, der seine Reha zuletzt bei seinem ehemaligen Physiotherapeuten im holländischen Venlo absolvierte. Beim dortigen Club stand der 30-Jährige vor seinem Engagement beim Fußball-Drittligisten FC Hansa unter Vertrag.

Am Freitag zum ersten Mal wieder gelaufen

Am Freitag erhielt Leemans das Okay der Ärzte für einen ersten lockeren Lauf. "Auf dem Röntgenbild war zu sehen, dass der Knochen gut verheilt ist. Nun darf ich loslegen. Ich bin etwa eine halbe Stunde gelaufen, aber so richtig rund war es nicht. Dennoch war es für mich natürlich ein positives Gefühl", so Leemans, der knapp drei Wochen nach der Operation bereits Ende Mai die Krücken in die Ecke warf. "Anschließend ging die Reha mit jeder Menge Krafttraining los."

Der Defensivmann hat sich ein klares Ziel gesetzt, wann er wieder fit sein möchte. "Bislang läuft alles nach Plan. Ich denke, dass ich im Oktober wieder voll auf der Höhe bin. Im September möchte ich vielleicht sogar schon wieder ins Mannschaftstraining einsteigen", verrät Leemans.

Von den Ärzten habe er keine Prognose erhalten: "Sie haben von vier bis sechs Monaten gesprochen, bis ich wieder vollkommen einsatzfähig bin. Also rechne ich mit fünf. Das ist genau die Mitte. Ich denke, das wird passen."

Überstürzen möchte er seine Rückkehr auf den Platz allerdings nicht. "Das Wichtigste ist, dass ich jetzt endlich wieder laufen darf. Nun geht es darum, dass ich die nötige Kondition wiederbekomme", so Leemans, der sich den Zusammenprall mit dem Offenbacher Marcel Mosch, bei dem er sich so schwer verletzte, bislang nicht im TV anschaute: "Das werde ich auch nicht tun. Ich denke, dass es für den Kopf einfach besser ist, wenn ich nicht weiß, wie es passiert ist. Ich kann mich nur erinnern, dass ich aufstehen wollte und es nicht ging, weil mein Bein abgeknickt war. Das war letztlich die bislang schwerste Verletzung in meiner Karriere."

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