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Muhammad-Ali-Trophy : Brähmer boxt gegen Brant zu Hause in Schwerin

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Supermittelgewichtler bestreitet sein Viertelfinale um die Ali-Trophy gegen Rob Brant (USA) am 27. Oktober in der Kongresshalle

svz.de von
erstellt am 16.Sep.2017 | 10:18 Uhr

Etliche Wochen wurde Jürgen Brähmer in Sachen World Boxing Super Series auf die Folter gespannt. Die anderen sieben Viertelfinals  im Kampf um die Muhammad-Ali-Trophy  im Supermittel- und Cruisergewicht waren längst  terminiert (Marco Huck flog gegen den Ukrainer Aleksandr Usyk sogar schon raus), nur  Brähmer hing noch in der Luft. Zuletzt  mussten sogar seine Anwälte Druck machen.

Doch Ende gut, alles gut. Denn seit heute ist es offiziell: Der Kampf des Schweriner Profis gegen Rob Brant (USA)  steigt  am Freitag, dem 27. Oktober, in der Schweriner Sport- und Kongresshalle, quasi seinem „Wohnzimmer“. Fünf seiner 51 Profi-Kämpfe, von denen er 48 gewann  (35 durch KO) und drei verlor, bestritt Jürgen Brähmer hier. Stets verließ er als Sieger den Ring.

Hartnäckig  war um Zeit und Ort des Kampfes gestritten worden. So stand offenbar auch eine Austragung in den USA im Raum. Doch hätte es dort wohl mit den von den amerikanischen Behörden geforderten  Arbeitserlaubnissen für den Betreuerstab des Deutschen eng werden können.

In Schwerin hingegen passt alles. Auch die Halle ist erst wieder für das Drittliga-Handballspiel der Schweriner Stiere gegen den VfL Potsdam zwei Tage später  verplant.

„Natürlich bin ich erleichtert, dass ich endlich Planungssicherheit habe. Und nun soll es sogar eines der größten Box-Wochenenden werden, die Deutschland je gesehen hat“, freut sich der dann schon 39 Jahre alte WBA-Exweltmeister im Halbschwergewicht. Mit seinem Kampf am Freitagabend  und   dem WM-Schwergewichtskampf des englischen WBA-, IBF-,  sowie IBO-Titelträgers und Klitschko-Bezwingers  Anthony  Joshua gegen den von Ulli Wegner  trainierten Kubrat Pulev (Bul) tags darauf in Cardiff will SAT.1 als TV-Partner des Sauerlandstalls Boxen satt bieten.

Auf Brähmers Kampfvorbereitung hat die  Terminierung keinerlei Einfluss. Die Viertelfinals sollten eh bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Das ist jetzt gewährleistet. „Davon ging ich auch aus und so liege ich in meiner Vorbereitung im Zeitplan“, sagt der gebürtige Stralsunder.

Dass  Brant, der in 22 Profikämpfen ungeschlagen ist, dabei aber keine wirklich großen Namen geboxt hat,  den Termin noch kippen könnte, glaubt Brähmer nicht. „Der wird auch boxen wollen. Außerdem: Alles läuft gemäß den Verträgen, die er und ich mit der WBSS haben. Und wenn seine Vorbereitung nicht auf Ende Oktober ausgelegt sein sollte, so ist das sein Problem, nicht meines.“

Jürgen Brähmer selbst ist auch schon für die Ende September beginnende Sparringsphase  gewappnet. „An Partnern habe  ich  ja keinen Mangel – Denis Radovan, Tyron Zeuge…“, sagt er lachend: „Aber natürlich werde ich auch noch Partner buchen, die ich nicht aus dem Effeff kenne.“

Klar ist, dass das Publikum an dem Abend keinen der Profis, die Brähmer  als Trainer betreut, erleben wird. „Die Zeit der Vorbereitung brauche ich für mich, da kann ich nicht noch die Vorbereitung meiner Sportler leiten“, sagt Brähmer.

Einen Wermutstropfen gibt es für ihn übrigens bei seinem Termin.  Sein langjähriger Universum-Profitrainer Michael Timm,  der neben dem Amt als  Cheftrainer  im Schweriner Amateur-Bundesstützpunkt  auch  wieder Brähmer unterstützen darf, kann  nicht   in seiner Ecke sitzen. Nur zwei Tage später heiratet im indischen Delhi Timms Tochter. Da darf der Papa natürlich nicht fehlen.

 

Ali-Trophy, Viertelfinale im Supermittelgewicht am Sonnabend in Liverpool: Callum Smith (GB) - Erik Skoglund (Swe) einstimmig n. P. (116:112, 117:110, 117:111).

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