34. Spieltag : HSV steigt ab, Bayern geht unter – so lief das Bundesligafinale

<p>Am letzten Spieltag der Saison überraschte der VfB Stuttgart mit einem Erfolg beim deutschen Rekordmeister Bayern München.</p>
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Am letzten Spieltag der Saison überraschte der VfB Stuttgart mit einem Erfolg beim deutschen Rekordmeister Bayern München.

Der Hamburger SV steigt nach 55 Jahren ab, der BVB spielt in der Champions-League – so lief das Bundesligafinale.

svz.de von
12. Mai 2018, 18:19 Uhr

Hamburg | Der 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga entschied nicht mehr über die Meisterschaft, die sich der FC Bayern München souverän holte. Viel mehr ging es im Saisonfinale um den Abstiegskampf und um die Frage, wer in der kommenden Saison Deutschland in der Champions- und Europa-League vertritt.

TSG Hoffenheim - Borussia Dortmund 3:1 (1:0)

Borussia Dortmund ist am Ende einer schwierigen Saison gerade noch in die Champions League gestolpert - und hat 1899 Hoffenheim die erstmalige Teilnahme an der Königsklasse ermöglicht. In einem packenden Spitzenspiel des letzten Bundesliga-Spieltages besiegte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann mit viel Leidenschaft den BVB mit 3:1 (1:0). Dennoch beendete das Gäste-Team zum erwarteten Abschied von Chefcoach Peter Stöger als Tabellenvierter hinter Hoffenheim die Saison.

Hertha BSC - RB Leipzig 2:6 (1:3)

Mit einer Tor-Gala ist das junge Team von RB Leipzig erneut ins internationale Geschäft gestürmt und hat Coach Ralph Hasenhüttl gute Argumente für den Poker um seine Zukunft verschafft. Mit dem verdienten 6:2 (3:1)-Sieg bei Hertha BSC machten die Sachsen am letzten Spieltag ihres zweiten Bundesliga-Jahres die Qualifikation für die Europa League perfekt. Durch die Ergebnisse der Konkurrenz erfüllte sich die Mini-Hoffnung auf die Königsklasse aber nicht mehr.

FC Bayern München - VfB Stuttgart 1:4 (1:2)

Zweimal riss Jupp Heynckes die Meisterschale auf dem Podium in die Höhe. Rot-Weißer Konfettiregen rieselte auf den Rasen. Aber richtig glücklich wirkten die Münchner Serienmeister nicht. Ein entfesselt aufspielender VfB Stuttgart hatte die Meister-Party des FC Bayern zuvor ganz empfindlich gestört. Bevor der seit Monaten verletzte Kapitän Manuel Neuer um 17.39 Uhr von Ligapräsident Reinhard Rauball die «Schale» überrreicht bekam, ging der deutsche Rekordchampion in der Allianz Arena mit 1:4 (1:2) förmlich unter.

SC Freiburg - FC Augsburg 2:0 (0:0)

Der SC Freiburg hat sich im letzten Saisonspiel ein 2:0 (0:0) gegen den FC Augsburg erarbeitet und bleibt in der Fußball-Bundesliga. Nicolas Höfler (49. Minute) und Tim Kleindienst (65.) sorgten mit ihren Toren dafür, dass die Breisgauer den Klassenverbleib am 34. Spieltag aus eigener Kraft schafften und auf das Ergebnis des VfL Wolfsburg gar nicht mehr angewiesen waren. Vor 24 000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion zeigte der Sport-Club am Samstag lange eine unsichere Vorstellung, steigerte sich aber und gewann verdient. Der FC Augsburg beendete seine siebte Saison in der Bundesliga im Mittelfeld, Freiburg auf Rang 15.

FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)

Eintracht Frankfurt hat die Rückkehr auf die europäische Fußball-Bühne zunächst verpasst und muss nun auf einen Sieg im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München hoffen. Mit der 0:1 (0:1)-Niederlage beim Vizemeister FC Schalke 04 verspielten die Hessen am letzten Bundesliga-Spieltag den siebten Tabellenplatz und beendeten die Saison auf Rang acht, weil der VfB Stuttgart mit einem Sieg in München noch vorbeizog. Allerdings könnte sich die Eintracht mit einem Pokalsieg in Berlin in einer Woche noch die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League sichern.

Bayer Leverkusen - Hannover 96 3:2 (2:0)

Beim bewegenden Abschied von Torjäger Stefan Kießling hat Bayer Leverkusen die Qualifikation für die Champions League knapp verpasst. Die Werkself besiegte am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga den bereits geretteten Aufsteiger Hannover 96 zwar hochverdient mit 3:2 (2:0), beendet die Saison nach dem gleichzeitigen 3:1 von Hoffenheim gegen Dortmund aber punktgleich mit dem Dritten als Tabellen-Fünfter und startet nun in der Europa League.

Hamburger SV - Borussia Mönchengladbach 2:1 (1:1)

Entsetzen, Tränen und am Ende Randale im Volksparkstadion. Der Hamburger SV hat das Fußball-Wunder verpasst und steigt erstmals in seiner 55-jährigen Bundesliga-Geschichte in die Zweitklassigkeit ab. Zwar gewannen die Hanseaten ihr Heimspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:1 (1:1), aber der ebenfalls vom Direktabstieg bedrohte VfL Wolfsburg rettete sich mit einem 4:1 (1:1) gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln und verteidigte damit den Relegationsplatz.

1. FSV Mainz - SV Werder Bremen 1:2 (1:1)

Werder Bremen hat sich bei der Nicht-Abstiegs-Feier des FSV Mainz 05 als Partyschreck erwiesen. Zum Saisonabschluss in der Fußball-Bundesliga feierten die Bremer am Samstag einen 2:1 (1:1)-Sieg, der für beide Rivalen jedoch ohne Bedeutung war. Vor 34 000 Zuschauern brachte Jean-Philippe Gbamin die Mainzer in der 12. Minute in Führung, die Florian Kainz (23.) ausglich. Theodor Gebre Selassie (79.) besorgte das Siegtor für die Gäste, die die Spielzeit mit 42 Punkten auf Rang elf beendeten. Die Mainzer, die den Klassenverbleib in der Vorwoche durch ein 2:1 in Dortmund perfekt gemacht hatten, belegen in der Abschlusstabelle mit 36 Zählern den 14. Platz.

VfL Wolfsburg - 1. FC Köln 4:1 (1:1)

Der VfL Wolfsburg muss wie in der Vorsaison in die Bundesliga-Relegation. Der Meister von 2009 und Pokalsieger von 2015 schaffte trotz eines 4:1 (1:1) gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln zum Saisonabschluss der Fußball-Bundesliga nicht mehr den Sprung auf Rang 15. Der SC Freiburg gewann gleichzeitig 2:0 gegen Augsburg und ist stattdessen sicher gerettet. Wolfsburg hingegen beendet die schlechteste Saison seit dem Aufstieg 1997 trotz des ersten Heimsieges im Jahr 2018 als Drittletzter.

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