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Hofmann, Beinlich, Zeggel und Keler lösen Wetteinsatz im Zoo ein : Hansa-Vorstand schrubbt sich zum Aufstieg

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Wettschulden sind Ehrenschulden. Deswegen ließ sich der Vorstand des FC Hansa Rostock auch nicht lange bitten. Gestern lösten Bernd Hofmann, Stefan Beinlich, Sigrid Keler und Dr. Peter Zeggel ihr Versprechen ein.

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erstellt am 18.Apr.2011 | 06:56 Uhr

Rostock | Wettschulden sind Ehrenschulden. Deswegen ließ sich der Vorstand des FC Hansa Rostock auch nicht lange bitten. Gestern vormittag lösten Bernd Hofmann, Stefan Beinlich, Sigrid Keler und Dr. Peter Zeggel ihr Versprechen ein: Weil bei der Drittliga-Partie vor fünf Wochen gegen Kickers Offenbach mehr als 16 000 Zuschauer den Weg in die DKB-Arena fanden (nämlich 17 800), schrubbten sie die Anlage der Seebären im Rostocker Zoo und scheuten sich dabei nicht vor der Drecksarbeit.

Die Finanzverantwortliche Keler - als einzige des vierköpfigen Putzkommandos mit Gummistiefeln bekleidet - und Manager Beinlich hatten die scheinbar leichteste Aufgabe. Mit Fenster wischern sorgten sie dafür, dass die Robben wieder freie Sicht haben. "Fensterputzen ist für mich nichts neues", sagte "Paule", während er den Wischer konzentriert von links nach rechts über die Scheibe bewegte. "Bei uns zu Hause gibt es Arbeitsteilung. Bei drei Kindern und einem Hund kann die Frau ja nicht alles allein machen."

Hofmann wollte eigentlich zu den Eisbären

Vorstandsvorsitzender Hofmann kam dagegen so sehr ins Schwitzen, dass er sich seiner Jacke entledigen musste. Mit einem Schrubber befreite er den Beckeneingang von Algen und anderem Dreck, während die munteren Seebären direkt neben ihm von Beinlichs jüngster Tochter Kira mit Heringen gefüttert wurden. "Die Aufgabe liegt mir", befand Hofmann und scherzte: "Eigentlich wollte ich ja zu den Eisbären. Aber das hat der Zoo nicht erlaubt."

Die schwerste, für den geübten Taucher jedoch vielleicht schönste Herausforderung wartete auf Marketingchef Zeggel. Im blauen Neoprenanzug, mit Flossen, Sauerstoffflasche und Bürste bewaffnet, wagte er den Sprung ins zwölf Grad kalte Wasser zu den drei Ladys. Das 260 Kilogramm schwere Männchen Ron wurde gemeinsam mit den Jungtieren aus Sicherheitsgründen ausgesperrt. Die Robben freuten sich über den Besuch, waren aber hauptsächlich damit beschäftigt, der kleinen Kira die Fische zu entlocken und mit ihr Ball zu spielen. Und so konnte Zeggel ungestört den Beckenboden in 2,50 Meter Tiefe auf Vordermann bringen. Sein kurzes Fazit: "Anstrengend aber schön." Aufgeregt sei er ob der Anwesenheit der drei Seebären gar nicht gewesen. "Ich bin schon mit allen möglichen Tieren getaucht. Auch Haie waren mal dabei. Das ist toll, wenn die an einem vorbeischwimmen", so Zeggel.

Nach einer guten halben Stunde glänzte die Anlage der Robben wieder. Beinlich will beim Beobachten der Jonglierkünste gar ein paar Talente entdeckt haben. Den Aufstieg in die 2. Liga müssen die Kicker allerdings ohne die Seebären schaffen. Die Zeichen, dass es schon morgen gegen Sandhausen klappt, stehen gut. Denn immer wenn eine Hansa-Vertretung zu Besuch im Zoo war, gab es anschließend einen Sieg. Und der würde reichen, um den vorzeitigen Aufstieg endlich perfekt zu machen.

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